Elektroauto-Wandel kostet Jobs: VDA fordert bessere Standortbedingungen


Bild: Mercedes‑Benz (Symbolbild)
Nach der Ankündigung des Automobilzulieferers Schaeffler, vier Werke in Deutschland zu schließen und europaweit 3460 Stellen abzubauen, forderte VDA-Präsidentin Hildegard Müller bei einer Veranstaltung in Berlin einen wirtschaftspolitischen Kurswechsel.
Der Übergang vom Verbrennungsmotor zur Elektromobilität koste Arbeitsplätze, während die deutschen Standortbedingungen darüber entschieden, wo neue Jobs entstünden und Milliardeninvestitionen der Industrie getätigt würden, so die Lobbyistin. Müller verlangte, die Wettbewerbsfähigkeit auf allen politischen Ebenen zur obersten Priorität zu machen, und warnte: „Politisches Nicht-Handeln kostet jeden Tag weitere Jobs.“
In der energiepolitischen Debatte widersprach Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) bei der Bewertung neuer Gaskraftwerke. Reiche bezeichnete die Ausschreibung für Langzeitkapazitäten als Grundlage einer sicheren und bezahlbaren Stromversorgung, während Woidke wegen der ab 2031 geplanten Umlagefinanzierung steigende Strompreise erwartete.
Woidke kritisierte zudem die mangelnde Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Strompreise und die auf drei Jahre begrenzte Geltung des Industriestrompreises, die langfristigen Investitionen energieintensiver Unternehmen keine ausreichende Grundlage biete.
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Über den Autor
Thomas Langenbucher ist Experte für Elektromobilität mit beruflichen Stationen in der Automobilindustrie und Finanzbranche. Seit 2011 berichtet er auf ecomento.de über Elektroautos, nachhaltige Technologien und Mobilitätslösungen. Mehr erfahren.
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