ElectroFleet bestellt 40 MWh Batteriespeicher bei Fenecon

ElectroFleet ergänzt sein wachsendes Ladenetz für Elektro-Lkw um stationäre Batteriespeicher. Von Fenecon bezieht das Unternehmen zunächst Systeme mit 40 MWh Gesamtkapazität für Depots und öffentliche Ladeparks. Weitere 100 MWh befinden sich bereits in der Projektpipeline.
Ludwig Igl von Fenecon (l.) und ElectroFleet-CEO Mark Hellmann Regouby.
Bild: ElectroFleet
Zum Einsatz kommt das Batteriespeichersystem Fenecon Industrial XL. Der Entscheidung ging nach Angaben der Unternehmen ein Feldtest am ElectroFleet-Standort in Bielefeld voraus. Wie viele Speicher beziehungsweise Standorte die vereinbarten 40 MWh umfassen und wann die Installation abgeschlossen sein soll, teilen die Partner nicht mit.
Ein Einsatzgebiet sind Kundendepots mit begrenzter Netzanschlussleistung. Dort sollen die Speicher Leistungsspitzen beim Laden abfedern und zusätzliche Ladekapazität für Elektro-Lkw ermöglichen, wenn ein stärkerer Netzanschluss nicht oder noch nicht verfügbar ist.
Daneben sollen die Speicher in das öffentliche Lkw-Ladenetz von ElectroFleet integriert werden. Erst Anfang September hatte das Osnabrücker Unternehmen sein Konzept für sogenannteOn-Demand-Ladeparksvorgestellt, die bei entsprechender Nachfrage von Flottenbetreibern an deren gewünschten Standorten entstehen sollen. Auch Sharing-Modelle mehrerer Flotten sind vorgesehen. Ein Ladepark mit MCS-Ladepunkt befindet sich derzeit am ElectroFleet-Heimatstandort Osnabrück im Aufbau. Die Batteriespeicher sollen an solchen Standorten hohe Ladeleistungen unterstützen und Lastspitzen am Netzanschluss reduzieren.
Speicher werden Teil des Energiemanagements
Die Fenecon-Systeme sollen dabei nicht nur begrenzte Netzkapazitäten überbrücken. ElectroFleet will die Speicher in sein Energiemanagement integrieren und abhängig von Stromerzeugung, Ladebedarf und Marktpreisen steuern. Das Unternehmen tritt als Stromversorger auf und betreibt nach eigenen Angaben ein bundesweites virtuelles Kraftwerk, das Erzeugungsanlagen, Speicher und steuerbare Ladevorgänge bündelt.
So soll etwa lokal erzeugter Solarstrom zwischengespeichert und der Strombezug für Ladevorgänge in günstigere Zeitfenster verschoben werden. ElectroFleet will die gebündelte Flexibilität zudem für Ausgleichsdienste im Stromnetz nutzen. Für Flottenbetreiber sollen dadurch Strom- und Netzkosten sinken. Konkrete Einsparungen beziffert das Unternehmen nicht.
Die Zusammenarbeit mit Fenecon ist damit Teil des Charging-as-a-Service-Modells von ElectroFleet. Das Unternehmen finanziert, errichtet und betreibt Ladeinfrastruktur für Lkw-Flotten und verbindet diese mit der Energieversorgung und -beschaffung.
Mit den zunächst vereinbarten 40 MWh soll der Speicherausbau nicht abgeschlossen sein. ElectroFleet gibt an, bereits weitere Projekte mit insgesamt 100 MWh Kapazität in der Pipeline zu haben. Wann diese umgesetzt werden sollen, ist noch offen.
_Quelle: Infos per Email_