Der Auto+-Plan für Elektroautos beginnt, die Branche zu beunruhigen, und Dacia warnt: „Es muss ein Stillstand vermieden werden.“

18/09/2026 13:00
Aufgeführt am
18/09/2026 13:00
Die neue Welle an Elektroautos, die auf den spanischen Markt kommt, weist ein gemeinsames Merkmal auf, das bei den Herstellern zunehmend Sorgen bereitet: Ein großer Teil ihrer Verkaufspreise basiert auf staatlichen Subventionen. Der Plan Auto+ ermöglicht eine Reduzierung der Anschaffungskosten für ein Elektrofahrzeug um bis zu 4.500 Euro, doch sein Budget ist begrenzt, und mehrere Marken fordern bereits, dass es keinen Engpass gibt, falls die Mittel vor Jahresende aufgebraucht sind.
Die Frage gewinnt besondere Bedeutung, da das Programm erst seit einigen Wochen in Betrieb ist. Die Ausschreibung für Privatpersonen wurde am 4. August mit 350 Millionen Euro eröffnet und bleibt bis zum 31. Dezember aktiv, sofern das verfügbare Geld nicht früher aufgebraucht wird. Quellen aus der Branche, die von La Tribuna de Automoción zitiert wurden, gaben Anfang September an, dass bereits etwa 50 Prozent des Budgets vergeben seien, obwohl Industria behauptet, es gäbe noch Ressourcen.

Dacia und Volkswagen prüfen genau, wie viel Geld noch übrig ist
Dacia ist eines der Unternehmen, die sich dagegen ausgesprochen haben, dass es zu plötzlichen Änderungen bei dieser Art von Anreizen kommt. Sein Generaldirektor in Spanien, Laurent Sengenes, betonte bei der Präsentation des strategischen Plans des Unternehmens die Notwendigkeit eines stabilen und einfachen Rahmens – insbesondere jetzt, da der Hersteller eine neue Phase in seinem Elektrofahrzeugprogramm einleitet. Die Sorge des Unternehmens ist, dass es zu einer Übergangsphase ohne Subventionen kommen könnte, falls die aktuellen Mittel aufgebraucht sind, bevor es eine Alternative gibt.
Der Hersteller hat soeben gerade die zweite Generation des Spring vorgestellt, der nun in Europa produziert wird und besser zu den Kriterien des Plan Auto+ passt. Das System gewährt nicht allen Fahrzeugen einen festen Betrag, sondern berechnet die Unterstützung unter Berücksichtigung von Faktoren wie der Antriebstechnologie, dem Preis sowie der industriellen Verbindung mit Europa. Für Elektrofahrzeuge beträgt die Obergrenze für Privatpersonen 4.500 Euro.
Volkswagen befindet sich mit seinen neuen Elektrofahrzeugen in einer ähnlichen Situation und integriert ebenfalls diese Zuschüsse in seine Geschäftsstrategie. Das Unternehmen gibt in Spanien an, dass für bestimmte in Europa hergestellte Elektroautos Zuschüsse von bis zu 4.500 Euro gewährt werden, und weist ausdrücklich darauf hin, dass diese von der Genehmigung sowie der Verfügbarkeit von Mitteln abhängen. Enrique Pifarré, Generaldirektor von Volkswagen in Spanien, betonte außerdem, dass man die Entwicklung des Budgets in den kommenden Monaten im Auge behalten müsse.
Die Branche schließt derzeit einen sofortigen Ausverkauf aus
Trotz dieser Warnungen behauptet das Ministerium für Industrie, dass das Programm weiterhin über finanzielle Mittel verfügt. Alberto Ruiz, Generaldirektor für Industrieprogramme, versicherte diese Woche bei Capital Radio, dass weiterhin Mittel verfügbar seien, und übermittelte eine Botschaft des Vertrauens bezüglich der Entwicklung des Programms. Derzeit gibt es daher keine offizielle Ankündigung einer Aussetzung oder eines Auslaufs der für Privatpersonen vorgesehenen Finanzierungslinie.

Der Plan Auto+ verfügt für das Jahr 2026 über 400 Millionen Euro. Davon entfallen 350 Millionen auf Privatpersonen, während die restlichen 50 Millionen für Unternehmen und Selbstständige vorgesehen sind. Das Programm beschränkt seine Zuschüsse auf Fahrzeuge mit der CERO-Klassifizierung und legt unterschiedliche Prozentsätze fest, je nachdem, ob es sich um ein reines Elektrofahrzeug oder ein ladenbares Hybridfahrzeug handelt, nach seinem Preis sowie danach, ob das Fahrzeug und seine Batterie aus europäischer Produktion stammen.
Die Sorgen der Hersteller richten sich daher weniger auf die aktuelle Situation als vielmehr darauf, was in den nächsten Monaten geschehen könnte, falls das Anfragevolumen weiterhin hoch bleibt. Mit neuen Modellen, die bei den Händlern ankommen, sowie Angeboten, die bereits im Voraus diese Zuschüsse abziehen, fordert die Branche, dass jede mögliche Umstellung auf eine Erweiterung oder ein neues System ohne einen Übergangszeitraum ohne Anreize stattfindet.