Der Citroën 2 CV kehrt mit einem revolutionären Konzept zurück: elektrisch, klein und für etwa 15.000 Euro.

Citroën bereitet einen der am meisten erwarteten Comebacks der letzten Jahre vor. Das mythische 2 CV wird wieder in das Modellprogramm der Marke aufgenommen – allerdings diesmal als einfaches, erschwingliches Elektroauto, das den Geist des ursprünglichen Modells wiederbeleben soll. Es geht zwar nicht darum, ohne Probleme über ein gepflügtes Feld zu fahren, aber Citroën wird versuchen, die Idee eines kompakten, funktionalen und preisgünstigen Autos wiederzubeleben.
Since der Citroën 2 CV 1990 nicht mehr hergestellt wurde, gab es viele Gerüchte über ein mögliches Comeback. Über Jahre hinweg vermied Citroën es, direkt auf einige der wichtigsten Namen seiner Geschichte zurückzugreifen, während andere Hersteller tatsächlich mythische Modelle wieder auf den Markt brachten. Fiat tat dies mit dem 500, MINI mit dem Cooper, Volkswagen mit dem Beetle und Renault mit Modellen wie dem R5, dem R4 oder dem Twingo. Jetzt hat Citroën endlich beschlossen, eines seiner größten Ikone wiederzubeleben.
Die Entscheidung ist Teil des strategischen Plans FaSTLAne 2030 von Stellantis und bedeutet weit mehr als nur die Wiederbelebung eines bekannten Namens. Es geht nicht darum, eine moderne Nachbildung des 2 CV herzustellen, sondern seine Philosophie der Einfachheit, Praktikabilität und erschwinglichen Preise neu zu interpretieren. Genau darin liegt einer der Schlüssel des Projekts: Die Anziehungskraft eines historischen Namens zu nutzen, um eines der günstigsten Elektroautos aus Stellantis zukünftiger europäischer Modellreihe zu entwickeln.
Ein 2 CV angepasst an das 21. Jahrhundert

Es wird nicht einfach sein, ein Modell mit so viel Persönlichkeit wiederzubeleben. Das Design muss etwas erreichen, was nicht immer leicht fällt: das Original klar in Erinnerung rufen, ohne in eine einfache Retro-Kopie zu verfallen. Die ersten Informationen deuten auf eine Karosserie mit den typischen abgerundeten Formen des 2 CV, einen gewölbten Kofferraumdeckel, ein gewölbtes Dach sowie auffällige Radstände hin. Die Lichtanlagen sollen zudem das Aussehen der runden Scheinwerfer des Originalmodells wiederherstellen, während die Rücklichter die quadratischen Formen des Klassikers neu interpretieren könnten.
Das Ergebnis sollte leicht als Citroën 2 CV erkennbar sein, allerdings mit Proportionen, die den heutigen Anforderungen angepasst sind. Tatsächlich wird die Größe eines der Schlüsselelemente dieses Projekts sein. Das ursprüngliche Modell aus dem Jahr 1948 hatte eine Länge von 3,78 Metern, und den verfügbaren Informationen zufolge wird der neue 2 CV nur geringfügig länger sein, wodurch weiterhin sehr kompakte Abmessungen erhalten bleiben, um sich leicht in der Stadt fortzubewegen.
Von dem Innenraum sind bisher nur wenige Details bekannt, obwohl alles auf eine Konzeption hindeutet, die mit der Philosophie des Projekts übereinstimmt. Der neue Citroën 2 CV soll vier Sitzplätze bieten und trotz seiner geringen Abmessungen ein angemessenes Raumgefühl vermitteln. Der Innenraum wird auf ein schlichtes Design setzen, mit wenigen überflüssigen Elementen und praktischen Lösungen. Ziel ist es, einen Teil jener Philosophie des ursprünglichen 2 CV wiederzubeleben, der darauf abzielte, Mobilität zu bieten, ohne das Auto in ein übermäßig komplexes Objekt zu verwandeln.

Und hier könnte Citroën eine interessante Chance haben. Auf einem Markt, auf dem die Autos immer größer, schwerer und besser ausgestattet werden, könnte ein kleines Modell, das auf das Wesentliche setzt anstelle von Technologie nur wegen ihrer Existenz hinzuzufügen, seinen eigenen Platz finden. Die Marke hat bereits bestätigt, dass dieses zukünftige Modell genau eine einfachere, praktischere und zugänglichere elektrische Mobilität anstreben wird.
Der neue 2 CV wird außerdem Teil der zukünftigen E-Cars-Familie von Stellantis sein – einer neuen Generation kleiner und preisgünstiger Elektroautos, zu der auch andere Modelle der Marken des Konzerns gehören werden. Dazu zählen der zukünftige Ersatz für den Fiat Panda sowie weitere Modelle für das Einsteigersegment. Die Produktion soll in Italien, in der Stellantis-Fabrik in Pomigliano d’Arco, stattfinden, was es ermöglichen wird, diese Modelle in Europa herzustellen.
Laut den verfügbaren Informationen könnte die Elektronik vom chinesischen Partner Leapmotor stammen, während Stellantis für das Chassis sowie die mit der Fahrzeugdynamik verbundenen Komponenten verantwortlich wäre. Diese Kombination würde es ermöglichen, die Entwicklungskosten sowie die Produktionskosten in einem für europäische Hersteller besonders schwierigen Segment zu senken.

Die Strategie hängt auch mit der zukünftigen europäischen Kategorie M1E zusammen, die dazu dienen soll, die Entwicklung kleiner Elektroautos zu fördern, die in Europa hergestellt werden und ein günstigeres Preisniveau aufweisen. Der Vorschlag hängt noch davon ab, wie die Vorschriften letztendlich definiert werden, doch das Ziel ist es, diesen Modellen zu ermöglichen, im Vergleich zu herkömmlichen Autos Kosten einzusparen, ohne auf die grundlegenden Sicherheitsanforderungen zu verzichten.
Dieser Punkt wird insbesondere für den zukünftigen Citroën 2 CV von Bedeutung sein. Einer der Gründe, warum kleine Autos allmählich vom europäischen Markt verschwunden sind, ist gerade der Anstieg der Kosten im Zusammenhang mit den Anforderungen an Sicherheit, Emissionen und Technologie. Ein elektrisches Modell mit nur vier Metern Länge, einer relativ kleinen Batterie sowie einer Ausstattung, die auf das Notwendigste beschränkt ist, kann wirtschaftlich viel sinnvoller sein, wenn die Vorschriften es ermöglichen, bestimmte Elemente zu vereinfachen.
Bislang hat Citroën die endgültigen technischen Spezifikationen noch nicht bestätigt. Die verfügbaren Informationen deuten auf eine einzige mechanische Konfiguration mit etwa 80 PS hin, wobei diese Zahl noch als vorläufig angesehen werden muss. Ebenfalls erwartet wird eine Batterie mit LFP-Chemie, die günstiger ist und für ein Auto dieser Art geeignet ist, während die Reichweite bei rund 250 Kilometern liegen könnte.
Diese Zahlen passen zum Konzept des Autos, das Citroën entwickelt, doch man muss noch warten, um die endgültigen Daten zu erfahren. Bei einem Modell mit diesen Eigenschaften wäre es nicht besonders sinnvoll, auf eine riesige Batterie oder eine Reichweite von Hunderten Kilometern zu setzen, was den Preis in die Höhe treiben würde. Das Ziel sollte genau das Gegenteil sein: Das Gewicht und die Kosten unter Kontrolle zu halten, um ein kleines Elektroauto anzubieten, das hauptsächlich in der Stadt und ihrer Umgebung eingesetzt werden kann.

Die große Unbekannte wird genau sein, wie viel die Fahrzeuge kosten werden. Stellantis hat bereits bestätigt, dass seine zukünftigen E-Autos bei etwa 15.000 Euro liegen werden – eine besonders auffällige Summe auf dem aktuellen europäischen Markt. Die neuesten Informationen deuten darauf hin, dass das zukünftige Citroën 2 CV unter dieser Marke liegen und voraussichtlich im Jahr 2028 auf den Markt kommen wird.
Dieses Datum hätte außerdem eine wichtige symbolische Bedeutung. Das neue Modell würde etwa 80 Jahre nach der Einführung des ursprünglichen 2 CV auf den Markt kommen, dessen kommerzielle Produktion 1948 begann. Es handelt sich somit nicht um einen bloßen Nostalgieversuch, sondern um den Versuch von Citroën, eines seiner bekanntesten Modelle zu nutzen, um eines der großen Probleme des Elektroautos anzugehen: zu verhindern, dass es weiterhin eine Technologie bleibt, die nur denen zugänglich ist, die sich immer teurere Modelle leisten können.
Das Konzept wird auf der Pariser Automobilausstellung im Oktober 2026 vorgestellt. Dann wird Citroën erstmals in viel größerer Ausführlichkeit zeigen, wie die Marke den Rückkehr des 2 CV versteht. Derzeit scheint die Idee klar zu sein: ein kleines, einfaches Elektroauto, das in Europa hergestellt wird und einen Zielpreis von rund 15.000 Euro hat.
Falls Citroën diese Philosophie bis zur Serienproduktion beibehalten kann, könnte das neue 2 CV zu einem der interessantesten Elektroautos im unteren Segment des europäischen Marktes werden. Nicht wegen seiner Leistungen oder einer außergewöhnlichen Reichweite, sondern gerade wegen etwas, das den Originalen berühmt gemacht hat: die Bereitstellung einer einfachen und erschwinglichen Art der Fortbewegung.