Der VW-Chef prahlt mit seiner Fabrik in Navarra: „Sehr wenige Werke auf der Welt können das.“

18/09/2026 17:00
Aufgeführt am
18/09/2026 17:00
Volkswagen hat kürzlich wieder einen wichtigen Schritt bei der Umwandlung seines Werks in Navarra unternommen. Die Anlage in Landaben hat mit der Produktion des neuen Volkswagen ID. Cross begonnen, der sich zu den bereits hergestellten Modellen Škoda Epiq sowie Volkswagen T-Cross und Taigo gesellt. Dies ist eine besonders ungewöhnliche Kombination in der Industrie, da das Werk in Navarra derzeit vier Modelle zweier unterschiedlicher Marken herstellt und außerdem Elektrofahrzeuge mit Verbrennungsmotoren kombiniert.
Thomas Schäfer, CEO von Volkswagen und Leiter der Brand Group Core, hat diese Besonderheit nicht übersehen. „Im Werk Volkswagen Navarra werden vier Modelle zweier Marken – sowohl mit Verbrennungsmotor als auch elektrisch – hergestellt: Nur sehr wenige Werke weltweit können das“, betonte er bei der Startung der Produktion des ID. Cross.

Der erste Volkswagen ID. Cross ist bereits aus der Fabrik gekommen
Das neue Elektro-SUV stellt einen weiteren wichtigen Schritt für eine Produktionsstätte dar, die jahrzehntelang auf Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor ausgerichtet war. Volkswagen Navarra vollendet damit den im Laufe der letzten Jahre durchgeführten Elektrifizierungsprozess. Der erste in Landaben hergestellte ID. Cross verfügt über die Life-Ausstattung und ist mit einem 155 kW (211 PS) starken Elektromotor ausgestattet. Das erste Exemplar verließ die Lackierlinie in der Farbe Nori-Grün und ist für Deutschland bestimmt.
Aber der Reichweite des Modells wird weitaus größer sein. Volkswagen plant, den ID. Cross in 34 Ländern zu vermarkten, wodurch Navarra zu einem der Zentren wird, die den europäischen Markt mit diesem neuen Elektro-SUV versorgen. Schäfer betonte außerdem die Bedeutung dieses Autos für Volkswagen selbst. „Der ID. Cross ist ein sehr wichtiger Schritt für unsere Marke und für unsere Kunden in Europa, die von uns attraktive, zuverlässige und vor allem erschwingliche Elektroautos erwarten.“
Vier verschiedene Autos verlassen bereits Landaben
Durch die Einführung des Volkswagen ID. Cross entsteht in den Werken von Volkswagen Navarra eine recht besondere Situation. Dort werden nun die Elektrofahrzeuge Volkswagen ID. Cross und Škoda Epiq neben den Verbrennungsmotoren-Modellen Volkswagen T-Cross und Taigo hergestellt. Diese Flexibilität ist genau eines der Argumente, die Volkswagen anführt, um die Wettbewerbsfähigkeit des Werks in Navarra hervorzuheben. Zudem hat Landaben im Laufe seiner 60-jährigen Geschichte bereits mehr als zehn Millionen Fahrzeuge produziert.

Auch die Anpassung an die neuen Elektrofahrzeuge erforderte umfangreiche Umbauten im Werk sowie die Ausbildung des Personals. Volkswagen gibt an, dass im Zuge der Elektrifizierung mehr als 290.000 Stunden in die Ausbildung der Mitarbeiter investiert wurden.
Michael Hobusch, Präsident von Volkswagen Navarra, ist der Ansicht, dass die Einführung des ID. Cross mehr bedeutet als nur das Hinzufügen eines neuen Autos zu den Montagelinien. Laut dem Manager ermöglicht die durchgeführte Umstrukturierung eine Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit des Werks und trägt dazu bei, die Arbeitsplätze zu sichern.
Volkswagen will eine Million Fahrzeuge auf der Halbinsel produzieren
Das Projekt des ID. Cross ist Teil einer viel umfassenderen Strategie der Volkswagen-Gruppe in Spanien und Portugal. Das Unternehmen konzentriert einen großen Teil der Produktion seiner zukünftigen städtischen Elektroautos auf die Iberische Halbinsel. In Spanien werden vier Elektromodelle von drei verschiedenen Marken hergestellt: Volkswagen ID. Polo, Volkswagen ID. Cross, CUPRA Raval und Škoda Epiq. Hinzu kommt das erwartete Wachstum der drei großen Werke der Gruppe auf der Halbinsel: Martorell, Pamplona und Palmela.

André Kleb, Leiter der Produktion für die Iberische Halbinsel, betont, dass diese Region innerhalb der Volkswagen-Gruppe an Bedeutung gewinnt. Laut seinen Prognosen werden die drei Werke bald mehr als eine Million Fahrzeuge pro Jahr produzieren.