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Sonstiges

E-Antriebe: GM serviert Magnetspezialist Vacuumschmelze ab

E-Antriebe: GM serviert Magnetspezialist Vacuumschmelze ab

Das deutsche Unternehmen Vacuumschmelze (VAC) gewann im Jahr 2023 General Motors als langfristigen US-Abnehmer von Permanentmagneten für Elektromotoren. Laut einem Agenturbericht ist es jetzt jedoch zu einem jähen Ende der Kooperation gekommen.

Bild: General Motors

Wie Reuters berichtet, hat GM seinen langfristigen Liefervertrag mit der amerikanischen VAC-Tochter eVAC Magnetics gekündigt. Beide Seiten sollen nun deshalb in einem Schiedsverfahren stecken. Das schreibt die Nachrichtenagentur unter Rückgriff auf behördliche Unterlagen und auch unter Berufung auf eine „mit der Situation vertrauten Person“.

Bei der Anfang 2023 unterschriebenen Vereinbarung zwischen dem US-Autobauer und dem auf magnetische Werkstoffe spezialisierten deutschen Unternehmen Vacuumschmelze (VAC) geht es konkret um eine mindestens zehn Jahre andauernde Lieferung von Seltenerd-Dauermagneten für GMs Nordamerika-Geschäft. Im Rahmen der Vereinbarung verpflichtete sich VAC dazu, eine Produktionsstätte in Nordamerika zu errichten, um dort ab 2025 Dauermagnete für Elektromotoren zu fertigen, die in mehreren GM-Elektrofahrzeugen zum Einsatz kommen sollten. Konkret genannt wurden bei der Vertragsunterzeichnung die Chevrolet-Stromer Silverado EV, Blazer EV und Equinox EV, der Cadillac Lyriq sowie die GMC-Modelle Sierra EV und Hummer EV.

Klar ist jedoch: Mit der zweiten Amtszeit von US-Präsident Donald Trump entwickelt sich das E-Auto-Geschäft in den USA erheblich langsamer als erwartet. Das schlägt auch auf die von General Motors‘ zwischenzeitlich gefassten Elektrifizierungspläne durch.In einer Börsenmitteilung schreibt GM denn auch, „eine strategische Beschaffungsvereinbarung gekündigt zu haben“ und nun in einem Schiedsverfahren zu sein.

Hinzukommt, dass sich VAC aktuell in einem Übernahmeprozess durch den Konzern Energy Fuels befindet. Energy Fuels gab im Juni an, 1,9 Milliarden US-Dollar für die Übernahme von VAC zu zahlen. Damit würde auch das neue US-Werk, das laut Reuters seit Ende 2025 in Sumter im US-Bundesstaat South Carolina in Betrieb ist, den Besitzer wechseln. Die Fabrik soll 500 Millionen US-Dollar gekostet haben und mit einer Kapazität von knapp 2.000 Tonnen pro Jahr aufwarten. 90 Prozent der Produktion seien an GM verkauft worden, der Rest sei für den US-Markt bestimmt gewesen, so Reuters.

Für VAC brisant: Energy Fuels wiederum teilte der Nachrichtenagentur mit, dass es „je nach Ausgang des Schiedsverfahrens möglicherweise zu Anpassungen unseres Kaufpreises für VAC kommen könnte“. Laut Börsendokumenten kam es erstmals im April 2026 zum Streit zwischen GM und VAC. Energy Fuels gibt immerhin an, bei den Verhandlungen über die Übernahme von VAC von der Auseinandersetzung gewusst zu haben.