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Nach den Anreizen: Elektro-Lkw mit Turbolader – 7 % des Marktes im August

Nach den Anreizen: Elektro-Lkw mit Turbolader – 7 % des Marktes im August

Die reinen Elektro-Fahrzeuge für den gewerblichen Einsatz verdoppeln ihre Marktanteile innerhalb eines Jahres – von 2,9 % im August auf 7 %. Dieses Ergebnis folgt auf die Einführung der Anreize MIMIT, deren Mittel innerhalb weniger Stunden aufgebraucht waren. Die Daten bestätigen, dass auch im gewerblichen Transport die Nachfrage nach emissionsfreien Fahrzeugen schnell ansteigen kann, sobald entsprechende Unterstützungsmaßnahmen tatsächlich verfügbar sind.

August bringt Wachstum auf den Markt

Der italienische Markt für leichte Nutzfahrzeuge schloss August mit 8.390 Neuzulassungen ab, was einem Anstieg von 4,6 % gegenüber den 8.025 Fahrzeugen im gleichen Monat des Jahres 2025 entspricht. Es handelt sich um eine Trendwende nach dem -10 %, das im Juli verzeichnet wurde, als die Lieferungen bei 15.921 Einheiten stagnierten.

Die Bilanz der ersten acht Monate des Jahres bleibt jedoch negativ: 119.152 leichte Nutzfahrzeuge wurden zugelassen, was 4,5 Prozent weniger sind als die 124.742 Einheiten im gleichen Zeitraum des Jahres 2025.

Im August wurden vor allem Fahrzeuge mit sofortiger Lieferbereitschaft angeschafft, die über das neue Anreizprogramm für Fahrzeuge der Kategorien N1 und N2 mit einem Gewicht von bis zu 7,2 Tonnen verfügbar waren.

Anreize für Elektro-Lkw

Fonds innerhalb weniger Stunden aufgebraucht

Die Plattform Invitalia zur Buchung der Anreize für 2026 wurde am 29. Juli eröffnet, doch die verfügbaren Mittel wurden schnell aufgebraucht: Die Fondsmittel waren bereits innerhalb weniger Stunden erschöpft.

Das Programm sieht insgesamt 180 Millionen Euro bis 2030 vor, wovon 40 Millionen pro Jahr bis 2029 und 20 Millionen im Jahr 2030 bereitgestellt werden. 40 Prozent der jährlichen Mittel sind für Fahrzeuge mit null Emissionen vorgesehen, also BEV und FCEV.

Dieser Mechanismus hat deutliche Auswirkungen auf die Zahlen gezeigt: Im Juli, noch bevor die Maßnahme in Kraft trat, machten die BEV 4,9 Prozent des Marktes aus, gegenüber 5,2 Prozent im Vorjahr. Im August stieg dieser Anteil auf 7 Prozent an, nachdem er im August 2025 noch bei 2,9 Prozent lag.

Die Nachfrage existiert, aber die Anreize reichen nicht aus

Für Roberto Pietantonio, Präsident von UNRAE, zeigt das Ergebnis des Sommerhalbjahres deutlich die Wirkung des Anreizsystems. Nach der Wartephase im Juli führte die Freigabe der Plattform zu einem schnellen Ausverkauf der Ressourcen sowie zu den entsprechenden Anmeldungen der verfügbaren Fahrzeuge.

Diese Zahl ist besonders bedeutsam, weil sie eine potenzielle Nachfrage nach emissionsfreien Nutzfahrzeugen aufzeigt, die sich nicht unbedingt ohne wirtschaftliche Unterstützung in Kaufentscheidungen umsetzt.

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UNRAE fordert daher eine größere Kontinuität der Anreize sowie eine Finanzierung, die besser den Anforderungen an die Erneuerung des Fuhrparks entspricht. Dies ist in Italien besonders wichtig, wo der Fuhrpark von Nutzfahrzeugen noch sehr alt ist: Von den etwa 4,7 Millionen im Einsatz befindlichen Fahrzeugen sind 34,6 % immer noch Euro-4-Vorläufermodelle, also mindestens 21 Jahre alt.

Für Elektro-Lkw ist außerdem ein Lade Netzwerk notwendig

Die Ersetzung älterer Fahrzeuge durch elektrische Modelle hängt jedoch nicht nur vom Kaufpreis ab. Für diejenigen, die einen Lkw beruflich nutzen, haben die Ladezeiten und -methoden direkten Einfluss auf die Betriebsabläufe.

UNRAE nennt daher unter den Prioritäten eine gezielte Planung der Ladeinfrastruktur für leichte Nutzfahrzeuge sowie Maßnahmen zur Senkung der Kosten für die zum Laden verwendete Energie.

Der Verband schlägt außerdem einen Steuernachlass von 50 % für private Investitionen in Hochleistungs-Ladestationen mit einer Leistung von über 70 kW im Zeitraum 2027–2029 vor.

BEV immer noch bei 3,7 % im Gesamtbild

Die 7-Prozent-Zahl vom August darf jedoch nicht mit einer bereits abgeschlossenen Marktveränderung verwechselt werden. In den ersten acht Monaten des Jahres 2026 machen reine Elektro-Nutzfahrzeuge lediglich 3,7 % aus, was einem Rückgang gegenüber den 4,4 % im gleichen Zeitraum des Jahres 2025 entspricht.

Die Motorenlandschaft wird weiterhin vom Diesel dominiert, der mit 78 % des kumulierten Marktes weiterhin die Führung behält, obwohl er im Laufe eines Jahres 2,3 Prozentpunkte verloren hat. Hybride steigen hingegen auf 10,5 %, während Plug-in-Modelle bei 2,2 % liegen.

Der durchschnittliche gewichtete CO2-Ausstoß der im ersten Achtmonat verkehrszugelassenen Nutzfahrzeuge sinkt schließlich um 0,5 % von 185,3 auf 184,3 g/km.

Die Daten für August liefern somit eine klare Indikation: Wenn Anreize tatsächlich zugänglich werden, reagiert der Markt für Elektro-Lkw. Die Herausforderung besteht nun darin herauszufinden, ob kontinuierlichere Maßnahmen sowie ein ausreichendes Lade Netzwerk in der Lage sind, den sommerlichen Aufschwung in ein strukturelles Wachstum umzuwandeln.

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