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Versteckte Ladebuchsen im Bürgersteig? Das haben wir in Deutschland gesehen.

Versteckte Ladebuchsen im Bürgersteig? Das haben wir in Deutschland gesehen.

In Düsseldorf werden die Ladestationen immer unauffälliger. Die Stadt testet eine Lösung, die direkt in den Bürgersteig integriert ist: Ein einfacher Deckel gibt Zugang zu einer Steckdose. Es handelt sich um ein erstaunliches System, das wir vor Ort beobachten konnten und das auch französischen Gemeinden Ideen liefern könnte.

In den Städten stellt die Entwicklung des Elektroautos viele Fragen. Die Zunahme der Ladestationen gehört zu den Themen, die eine gewisse Überlegung erfordern. In Düsseldorf zeigt sich bereits eine recht originelle Lösung direkt auf Bodenhöhe. Während einer Vor-Ort-Reise, um den Mazda CX-6e zu testen, sahen wir diese Ladepunkte, die direkt in die Bürgersteigkanten integriert sind.

Eine versteckte Ladesäule im Bürgersteig

Das System wurde von Rheinmetall entwickelt, einem deutschen Konzern, der vor allem für seine Industrie- und Rüstungsaktivitäten bekannt ist. Hier gibt es weder eine vertikale Säule noch ein großes Gehäuse – die gesamte Elektronik ist in einem speziell dafür konzipierten Rand untergebracht. Ein kleines Lukkentor ermöglicht den Zugang zu einer Type-2-Steckdose, wie Sie auf diesen Fotos sehen können.

Trotz seines sehr kompakten Formats ist diese „Bordsteinkontaktstelle“ nicht auf eine so langsame Ladezeit beschränkt. Die Beschilderung weist auf eine dreiphasige Stromversorgung von 400 V bei 32 A hin. Rheinmetall gibt eine maximale Leistung von 22 kW bei Wechselstrom an, wobei die tatsächlich mögliche Leistung natürlich vom integrierten Lader des Fahrzeugs abhängt.

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Letztendlich ähnelt die Nutzung dieses Ladegeräts der eines herkömmlichen Ladepunktes. Der Fahrer steckt seinen eigenen Kabel an und kann sich über RFID, QR-Code oder direkt über die App des Anbieters identifizieren. Das Modul verfügt außerdem über eine 4G-Verbindung und kann dank des OCPP-Protokolls mit Überwachungsplattformen kommunizieren.

Es gibt eindeutig visuelle und praktische Vorteile. Eine herkömmliche Ladesäule nimmt Platz in Anspruch. Sie kann die Breite, die den Fußgängern zur Verfügung steht, verringern, und man muss zugeben, dass sie sich manchmal nur schwer in alte Straßen oder solche einfügen lässt, die durch das Städtebaurecht geschützt sind. Hier bleibt nach dem Abfahren des Autos praktisch nichts zu sehen.

Der Preis für diese Diskretion ist gerade eben… ihre Diskretion selbst. Rheinmetall räumt ein, dass die mangelnde Sichtbarkeit der Ladepunkte zu den während der Tests festgestellten Problemen gehörte. Sie sind schwer zu erkennen. Doch dank der Bodenmarkierungen und der Darstellung in Apps sollten Elektrofahrer damit zurechtkommen können.

Auch bei der Installation von Elektronik nur wenige Zentimeter über dem Kanalrohr stellt sich die Frage der Wetterbeständigkeit. Das Modul ist mit dem IP68-Zertifikat ausgezeichnet (schutzartgerecht gegen Staub und Wasser) und verfügt insbesondere über Wasserableitungen sowie einen Sensor, der bei einer übermäßigen Flüssigkeitsansammlung die Aufladung unterbricht.

Und warum nicht in Frankreich?

Düsseldorf hat 2025 mit der Installation der ersten Serienmodelle begonnen. Mehrere Exemplare sind inzwischen unter anderem auf der Derendorfer Allee in Betrieb. Es fällt schwer, sich ein solches Gerät nicht auch in den französischen Innenstädten vorzustellen. Paris, Lyon, Bordeaux oder Straßburg versuchen ebenfalls, die Möglichkeiten der Aufladung zu erweitern…

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Der Nutzen ist auch (und vor allem) sehr praktisch für diejenigen, die in Wohnhäusern wohnen und keinen Haussteckdosenanschluss haben. Heute müssen diese Fahrer oft auf öffentliche Ladesäulen zurückgreifen, die manchmal weit von ihrem Zuhause entfernt sind oder bereits belegt sind. Durch die Einrichtung zahlreicher Ladepunkte entlang der Straßen könnte eine solche Anlage es ihnen ermöglichen, ihr Auto abends anzuschließen und es am nächsten Morgen wieder aufgeladen abzuholen.

Die Ladesäule der Zukunft wird daher vielleicht nicht schneller oder spektakulärer sein. Sie könnte einfach fast unsichtbar werden.