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Technologie

Daimler Truck ruft Elektro-Lkw der ersten Generation zurück

Daimler Truck ruft Elektro-Lkw der ersten Generation zurück
Daimler Truck hat eine weltweite Rückrufaktion gestartet, die mehr als 131.000 Nutzfahrzeuge betrifft. Neben modellen mit Dieselmotor umfasst die Aktion auch batterieelektrische Lastwagen, insbesondere die eActros 300 und eActros 400-Modelle, die mit AGM-Batterien ausgestattet sind und bis Oktober 2025 hergestellt wurden. Das Flaggschiff-Modell des Unternehmens in der Kategorie batterieelektrische Fahrzeuge, die eActros 600, ist nicht betroffen. Ein technischer Defekt im Energiespeichersystem der Fahrzeuge hat zu einer umfassenden Wartungskampagne geführt, die die Arocs und Actros mit Verbrennungsmotoren sowie den batterieelektrischen eActros betrifft. Laut der Deutschen Bundesanstalt für Straßenwesen (KBA) kann an den Kontakten eines falsch installierten Chips in der Batterie Korrosion entstehen. Während der Fahrzeugnutzung kann dies zu einer übermäßigen Hitzeentwicklung führen und im schlimmsten Fall einen Brand auslösen. Insgesamt sind 27.084 Fahrzeuge, die zwischen März 2021 und Oktober 2025 in Deutschland hergestellt wurden, betroffen. Neben den Dieselmodellen Actros und Arocs gehören dazu auch die batterieelektrischen Modelle eActros 300 und eActros 400 (erste Generation). Diese elektrischen Transportlastwagen, ausgestattet mit drei oder vier Batteriepaketen und einer Kapazität von je nach Konfiguration über 300 kWh, werden hauptsächlich im schweren regionalen Transport eingesetzt und müssen nun in Werkstätten gebracht werden. Allerdings sind die zweite Generation des eActros 400, dessen Serienproduktion im Dezember 2025 begann, sowie das Flaggschiffmodell von Mercedes-Benz Trucks, der eActros 600, dessen Serienproduktion im November 2024 für den Langstreckentransport startete, nicht betroffen. Als sofortige Abhilfemaßnahme für die betroffenen Diesel- und Elektro-Lkw wird der fehlerhafte ACE-Chip fachmännisch abgetrennt. In einigen Fällen wurden die Komponenten mit unzureichender Harzabdichtung geliefert, was zu schädlicher Korrosion an den elektrischen Kontakten führte. Daimler Truck betont, dass die Qualitätssicherung sowie die Überwachung der Maßnahmen eng mit der KBA abgestimmt sind. „Daimler Truck AG ist nur von vereinzelten Vorfällen im Zusammenhang mit diesem Problem informiert, und es wurden keine Personenschäden gemeldet“, erklärte der Hersteller von Nutzfahrzeugen. wiwo.de, kba-online.de (beide auf Deutsch)
MercedesGMbatterykWhEV

Quelle: electrive