Autonome Fahrzeuge: Bis 2030 sollen in der Île-de-France 100 fahrerlose Shuttlebusse im Einsatz sein.


Die Île-de-France möchte bei den autonomen Transportmitteln voranschreiten. IDFM, die Behörde, die den öffentlichen Verkehr in der Region organisiert, strebt danach, bis 2030 mehr als hundert fahrerlose Minibusse im Einsatz zu haben, wobei die ersten Fahrzeuge bereits ab 2028 erwartet werden. Diese Shuttlebusse sollen die bestehenden Transportmöglichkeiten in Gebieten mit begrenztem Angebot ergänzen.
Die ersten Shuttlebusse sollen 2028 eingesetzt werden
Wenn von autonomen Fahrzeugen die Rede ist, denkt man sofort an Robotaxis. Doch es gibt auch eine weitere Alternative. In der Île-de-France versucht die für den Verkehr zuständige Behörde, autonome Shuttlebusse einzusetzen, um daraus ein echtes Instrument des öffentlichen Verkehrs zu machen. Mit einem ehrgeizigen Ziel: Bis 2030 mehr als 100 solcher Fahrzeuge im Einsatz zu haben.
Das Projekt muss noch mehrere Etappen durchlaufen, bevor es Realität wird. Île-de-France Mobilités (IDFM) arbeitet derzeit an der Festlegung der Kriterien, die zur Auswahl von Fahrzeugen, Fahrsystemsoftware und autonomen Systemen dienen werden. Ein Ausschreibungsverfahren ist für 2027 geplant. Die ersten Minibusse sollen anschließend im Jahr 2028 in Betrieb genommen werden.
Eine Ergänzung zu den herkömmlichen Verkehrsmitteln
Paris-Saclay, Versailles Grand Parc und Saint-Quentin-en-Yvelines gehören zu den in Betracht gezogenen Gebieten. Das Ziel ist es, anschließend schnell an Umfang zu gewinnen. IDFM strebt bis Ende des Jahres 2029 etwa zwanzig autonome Shuttlebusse an und bis 2030 dann hundert. Insgesamt werden jedes Jahr 20 Millionen Euro für dieses Projekt bereitgestellt.
Diese Fahrzeuge sind nicht dazu bestimmt, die am stärksten frequentierten Bus- oder U-Bahn-Linien zu ersetzen. Mit einer Kapazität von etwa zwölf Passagieren sollen sie eher das Netz in Gebieten mit geringerem Bedarf ergänzen. IDFM sieht ihre Nutzung in schlecht erschlossenen Gebieten oder während der Nebenstunden vor. Langfristig möchte Valérie Pécresse sogar, dass diese Fahrten in die Navigo-Abonnementgebühren einbezogen werden.
Welche Technologie?
Und was ist mit der Technologie? Logischerweise sollte IDFM eine europäische, sogar französische Lösung bevorzugen, doch die Behörde betont, dass Sicherheit und Zuverlässigkeit weiterhin Vorrang haben. Dies ist umso wichtiger, als das Projekt auch dazu beitragen soll, eine Industriekette zu schaffen, die in der Lage ist, diese autonomen Shuttlefahrzeuge in Serie herzustellen.
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Frankreich startet in diesem Bereich nicht von Null aus. Das in Toulouse ansässige Unternehmen EasyMile hat bereits erprobte Shuttles in der Île-de-France bereitgestellt. Renault, Keolis, Alstom, Equans sowie StatInf beteiligen sich wiederum am Projekt Mach2, das vorsieht, autonome Shuttles im Stadtzentrum von Châteauroux einzusetzen. All diese Akteure könnten zur Entwicklung der französischen Branche beitragen.