Mit 60 Zentimetern weniger als der Fiat 500e und einem Preis wie ein Motorrad könnte dieses elektrische Auto, das Konkurrent des Topolino ist, bald nach Europa kommen.

11/09/2026 11:30
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11/09/2026 11:30
Während die meisten westlichen Hersteller ihre Bemühungen darauf konzentriert haben, immer größere Kombis und SUVs zu entwickeln, gibt es eine wachsende Nachfrage nach kompakten, erschwinglichen und effizienten Alternativen, die speziell für den täglichen Gebrauch konzipiert sind. In diesem Kontext hat der vietnamesische Hersteller VinFast seine Absicht bekundet, sein kleinstes Modell auf internationale Märkte zu bringen, wobei Europa mit dem VF 2 im Fokus steht. Ein mutiger Schritt – insbesondere nachdem der Hersteller auf dem Kontinent mit seinen früheren Modellen gescheitert ist.
Dieses Elektromikroauto ist gezielt entwickelt worden, um die Probleme mit Verkehrsstaus und Parkplatzmangel in großen Städten zu lösen. Mit sehr kompakten Abmessungen – etwa 60 Zentimeter kürzer als ein Nutzfahrzeug wie der Fiat 500e – liegt der VF 2 in einer Preisklasse, die der eines Motorrads ähnelt, bietet jedoch den Schutz einer geschlossenen Zwei-Türen-Karosserie sowie Platz für vier Insassen.

Ein Konzept, das ausschließlich für die Stadt entwickelt wurde
Der VinFast VF 2 hat eine Gesamtlänge von 3,09 Metern, eine Breite von 1,49 Metern und eine Höhe von 1,66 Metern sowie einen Radstand von 2,06 Metern. Diese Abmessungen machen ihn zu einem direkten Konkurrenten für Modelle wie den Fiat Topolino oder den Citroën Ami, wobei er sich dadurch auszeichnet, dass er statt zwei vier Sitzplätze bietet.
In der mechanischen Ausstattung setzt das vietnamesische Unternehmen auf einfache Bedienung, um Kosten und Gewicht zu senken. Der VF 2 ist mit einem Elektromotor ausgestattet, der sich am Hinterradantrieb befindet und eine Leistung von 30 kW (40 PS) sowie ein Drehmoment von 65 Nm liefert. Dieser Antrieb wird durch einen Akkupaket mit einer Kapazität von 18,3 kWh versorgt. Laut dem NEDC-Homologationszyklus ermöglicht diese Konfiguration eine theoretische Reichweite von bis zu 210 Kilometern pro Ladung – ein Wert, der mehr als ausreicht, um mehrere Tage lang in städtischen Gebieten ohne Netzanschluss zu fahren. Die Höchstgeschwindigkeit ist auf 80 km/h begrenzt, was sie für städtische Umgebungen und Außenstraßen geeignet macht.

Essentielle Ausstattung ohne Kompromisse bei der Grundausstattung
Trotz seines kostengünstigen Ansatzes und einer sehr niedrigen Einstiegspreis in seinem Heimatmarkt verzichtet das Interieur nicht auf funktionale Elemente für den Alltag. Das Armaturenbrett verfügt über einen 7-Zoll-Digitalbildschirm für Instrumente und Medienverwaltung sowie über ein integriertes Klimasystem. Außen sind LED-Scheinwerfer und 13-Zoll-Leichtmetallräder vorhanden.
In Bezug auf aktive und passive Sicherheit ist der VF 2 mit einem Fahrerairbag, Antiblockiersystemen mit elektronischer Bremskraftverteilung sowie Traktionskontrolle ausgestattet. Obwohl es sich um ein einfaches System im Vergleich zu den ADAS-Funktionen in höheren Segmenten handelt, erfüllt es die Anforderungen für den Stadtverkehr.

Wie würde der VF 2 in das europäische Ökosystem passen?
Der potenzielle Markteintritt dieses Produkts auf dem europäischen Markt würde auf eine Trendwende hindeuten, bei der Nutzer nach sehr günstigen, emissionsfreien Mobilitätslösungen suchen, um sie als zweites Fahrzeug im Haushalt zu nutzen oder Fahrten mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder Motorrädern zu ersetzen. Die Idee, ein Elektrofahrzeug zu einem so niedrigen Preis anzubieten, eröffnet eine Vielzahl von Möglichkeiten sowohl für Privatpersonen als auch für Flotten im Bereich gemeinsamer Dienstleistungen oder Lastenverkehr.
Die größte Herausforderung für ihren Markteintritt auf dem alten Kontinent wird darin bestehen, ihre technischen Spezifikationen sowie Sicherheitssysteme an die europäischen Homologierungsvorschriften anzupassen. Sollte ihre offizielle Vermarktung bestätigt werden, würde die vietnamesische Marke zur wachsenden Konkurrenz an elektrischen Mikrostädten gehören, die darauf abzielen, den Zugang zu elektrischer Mobilität in europäischen Städten zu verbreitern.