Vergleich Volkswagen ID Polo vs Skoda Epiq: Zwei elektrische Modellgeschwister – doch welches ist das beste?

Design und Abmessungen: Zwei Philosophien, ein gemeinsames Ziel
Mit dem Volkswagen ID Polo kehrt der Hersteller zu einer puristischeren Designsprache zurück, die als Pure Positive bezeichnet wird. Die Linien sind einfach, die Formen sanft abgerundet, und das Gesamtbild bleibt zurückhaltend. Die Verwandtschaft mit dem herkömmlichen Polo ist trotz einer größeren Silhouette als erwartet deutlich erkennbar. Im Gegensatz dazu verwendet der Skoda Epiq die Designsprache Modern Solid der Marke. Die Formen sind daher kantiger, die Karosseriekanten verstärken seinen robusten Eindruck, und die T-förmigen Scheinwerfer verleihen ihm eine eigene Identität.
Zwei gelungene Interpretationen – zwischen schicker Stadtauto-Ästhetik und kleinem Abenteuer-SUV. Während der ID Polo eher minimalistisch ist, zeigt sich der Epiq mit kleinen Highlights wie seitlichen Schriftzügen und „Abenteurer“-Kühlergrillen. Der Deutsche setzt auf ein rein LED-Design mit beleuchtetem Logo, der Tscheche auf ein dezenteres „Tech Deck“.

Dieser Unterschied zeigt sich auch in den Abmessungen. Der Volkswagen ID Polo ist 4,05 m lang, 1,81 m breit und 1,53 m hoch. Der Skoda Epiq hingegen misst 4,17 m in der Länge, 1,80 m in der Breite und 1,58 m in der Höhe. Beide Fahrzeuge weisen jedoch denselben Radstand von 2,60 m auf. Trotz ihres unterschiedlichen Designs sind die beiden Modelle im täglichen Gebrauch dennoch ähnlich. Der Kofferraum gibt dem tschechischen Fahrzeug den Vorteil, mit 475 l im Vergleich zu 435 l beim deutschen Modell. Bei umgeklappten Rücksitzen erreichen die Fassungsvermögen jeweils 1.345 l und 1.240 l. Der ID Polo hat jedoch einen notwendigerweise niedrigeren Ladeboden, mit 69 cm. Nun, wir feilschen aus Genauigkeitsgründen herum, schließlich beträgt der Wert beim Epiq 70 cm.

Volkswagen ID Polo und Skoda Epiq: Außengestaltung in Bildern



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Leben an Bord: Deutscher Minimalismus oder der Simply Clever-Ansatz?
An Bord teilen sich die beiden Fahrzeuge eine angenehme Bedienbarkeit. Es gibt kein übermäßiges Touch-Interface: Die Klimakontrollen bleiben gut erreichbar, die Multifunktionslenkräder sind voll ausgestattet und es gibt ausreichend physische Tasten. Der Volkswagen ID Polo setzt auf ein schlichtes Design mit Textilmaterialien und solider Verarbeitung. Sein 10-Zoll-Digitaldisplay ist besonders gut lesbar und wird durch einen 13-Zoll-Zentralbildschirm ergänzt. Der Skoda Epiq bietet eine etwas aufwendigere und ansprechendere Atmosphäre mit einigen nützlichen Simply Clever-Features. Dazu gehören beispielsweise Regenschirme in den Türen sowie Accessoires aus 3D-Druck. Auch sein Zentralbildschirm ist 13 Zoll groß, doch sein kleineres 5,3-Zoll-Display wirkt im Vergleich zum des ID Polo deutlich schmächtig. Dieses Format erinnert uns unter anderem an den Opel Corsa GSE.




Das Lenkrad des Volkswagen ID Polo wirkt in der Hand breiter, insbesondere aufgrund seiner oberen und unteren Erhebungen. Das kreisförmige Lenkrad des Skoda Epiq erscheint klassischer und eleganter. Was den Komfort angeht, haben wir die Sitze des deutschen Modells vorgezogen, da sie eine bessere Seitenstabilisierung bieten. Der Skoda kompensiert dies mit einer höheren Fahrposition sowie einer besseren Seitensicht, da die Seitenwände des ID Polo massiver sind. Im Fond bieten beide Modelle für ihre Größe ausreichend Platz, wobei der Boden flach ist. Der Tscheche achtet auch auf kleine Details – von praktischen Stauräumen bis hin zum Durchführungssystem für Ladekabel in der Mittelkonsole. Schließlich sind die vorderen Sitze sowie das Heizlenkrad in der Clever-Ausstattung sehr praktisch. Nicht zu vergessen ist außerdem das einfache und effiziente Multimedienrad des elektrischen Polo.



Volkswagen ID Polo und Skoda Epiq: Innenraum – in Bildern



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Fahrdynamik und Leistung: hervorragende elektrische Ausstattung auf beiden Seiten
Was die Mechanik betrifft, haben die getesteten Hochversionen im Wesentlichen gemeinsam. Ihr APP290-Motor (Axial Parallel Position, Drehmoment von 290 Nm) entwickelt 211 PS und wird über die MEB+-Plattform an die Vorderräder übertragen. Dieses Konzept findet sich auch beim Cupra Raval. Die Volkswagen ID Polo sowie ihr tschechischer Cousin erreichen eine Geschwindigkeit von 0 auf 100 km/h in 7,1 Sekunden. Der Skoda Epiq setzt hingegen auf ein flexibles, komfortables und sicheres Fahrgefühl, wobei die höhere Sitzposition das Fahren in der Stadt erleichtert.
In beiden Fällen ist die Leistung im Alltag mehr als ausreichend. Die Weichheit des Pedals sowie die schrittweise Drehzahlanpassung sorgen für besonders angenehmes Fahren, ohne auf Beschleunigungskraft zu verzichten. Der ID Polo hat jedoch einen Vorteil hinsichtlich der Geräuschentwicklung beim Betrieb – er bietet eine besonders leise Fahratmosphäre. Auf der Straße überzeugen beide Modelle mit einer überzeugenden Ausstattung.

Die Volkswagen ID Polo wirkt jedoch am Boden starrer, insbesondere wenn man in den Kurven das Tempo erhöht. Ihr niedrigerer Wagenkasten begrenzt naturgemäß die Bewegungen, was den Eindruck von Präzision verstärkt. Der Skoda Epiq bleibt solide und effizient, ohne versuchen zu wollen, sein SUV-Format in ein Sportfahrzeug zu verwandeln. Seine Federung legt den Fokus auf Vielseitigkeit, was gut zu seiner Bestimmung passt – im Gegensatz zu einem etwas strafferen deutschen Modell. Schade sind hingegen die starken Windgeräusche bereits ab 70 km/h. Die serienmäßigen Dachträger tragen dazu bei, und man würde gerne darauf verzichten. Umso erstaunlicher, dass der größere Bruder Skoda Peaq aus aerodynamischen Gründen auf solche Träger verzichtet. In der Stadt macht der Epiq durch einen Wendekreis von 10,68 Metern wieder wett, während die ID Polo 10,9 Meter benötigt!
Verbrauch und Reichweite: Welches Modell kommt am weitesten?
Durch ihre NMC-Batterien mit einer Nettokapazität von 52 kWh weisen beide Fahrzeuge sehr ähnliche, offiziell angegebene Reichweiten auf. Der Volkswagen ID Polo erreicht laut WLTP bis zu 455 km, während der Skoda Epiq 55 eine Reichweite von 441 km hat. Im praktischen Einsatz hat uns das deutsche Fahrzeug mit einem Durchschnitt von 13,2 kWh/100 km über eine Strecke von mehr als 500 km überzeugt. Bei konstanter Geschwindigkeit von 130 km/h erzielten wir etwa 19 kWh/100 km, in der Stadt hingegen weniger als 10 kWh/100 km. Auch das tschechische Fahrzeug schneidet sehr gut ab, mit 13,8 kWh/100 km auf einer gemischten Strecke von 219 km. Sein Langstreckendurchschnitt liegt bei 15,8 kWh/100 km über 446 km unter anspruchsvolleren Bedingungen.




In der Praxis kann der Volkswagen ID Polo in städtischen und vorstädtischen Gebieten mehr als 450 km zurücklegen, auf der Autobahn sollte man jedoch eher mit etwa 270 km rechnen. Der Skoda Epiq schafft in einer gemischten Nutzung 350 bis 400 km, bei überwiegend städtischem Verkehr sogar noch mehr. Auf der Autobahn liegt sein Verbrauch bei 130 km/h bei 18,5 kWh/100 km, auf unbegrenzten Strecken natürlich etwas höher. Achtung: Dieser Wert ist daher nicht direkt mit der Messung des Volkswagen bei konstanten 130 km/h vergleichbar. In beiden Fällen ist der Verbrauch dieser Modelle, die zudem durch ihre Vielseitigkeit überzeugen, bemerkenswert gering. Zumindest solange man nicht ausschließlich auf der Autobahn fährt.
Aufladen: auf dem Papier Unentschieden
Bei langen Fahrten können die beiden Fahrzeuge somit auf ihre schnelle Ladefunktion mit bis zu 105 kW Gleichstrom zählen. Sowohl Volkswagen als auch Skoda geben an, dass unter optimalen Bedingungen der Akkustand von 10 auf 80 Prozent in 24 Minuten erreicht werden kann. Bei unserem Test erreichte der Volkswagen ID Polo in 21 Minuten einen Akkustand von 15 auf 61 Prozent, wobei 25,57 kWh geladen wurden. Die 150-kW-Ladestation wurde jedoch während eines Teils der Ladezeit mit einem anderen Fahrzeug geteilt. Der Skoda Epiq verspricht daher ähnliche Leistungen, was den Vergleich erleichtert. Egal welches Fahrzeug gewählt wird, reicht die schnelle Ladefunktion aus, um gelegentliche Ausflüge zu unternehmen – auch wenn man sich eine etwas höhere maximale Ladeleistung gewünscht hätte. In diesem Punkt schneiden der ID Polo und der Epiq immer besser ab als ein Jeep Avenger mit 100 kW…!



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Sowohl zu Hause als auch an einer öffentlichen Ladestation mit Wechselstrom können beide Modelle bis zu 11 kW aufnehmen. Der Volkswagen ID Polo hat daher in dieser Hinsicht keinen besonderen Vorteil, obwohl seine WLTP-Reichweite leicht höher ist. Der Skoda Epiq benötigt bei einer vollständigen Aufladung mit 11 kW etwa 5 Stunden und 30 Minuten, und die Dauer bleibt bei seinem Pendant in ähnlichem Maße. Der Epiq kann außerdem optional einen V2L-Adapter erhalten, um elektrische Geräte zu versorgen – eine praktische Funktion, die dem Konzept von Simply Clever entspricht. Schließlich ist auf die Ausstattung zu achten: Die Wärmepumpe ist nicht immer im Lieferumfang enthalten. Ihr Preis muss daher in den Budgetplan einbezogen werden, wenn Sie regelmäßig bei kaltem Wetter fahren.
Preise und Ausstattung: Tarife, die man genau prüfen sollte
Der deutsche Stadtwagen beginnt bei 24.995 € in der Trend-Ausstattung, mit einer 37 kWh großen LFP-Batterie und einer angegebenen Reichweite von 323 km. Um von der größeren 52 kWh großen Batterie zu profitieren, sind mindestens 35.820 € in der Life-Ausstattung erforderlich. Unser Volkswagen ID Polo Style Exclusive kostete mit den optionalen Rädern 40.870 €. Im Vergleich startet der Skoda Epiq bei 26.470 € mit 116 PS und der 37 kWh großen Batterie. Die 55-PS-Version beginnt bei 32.070 € in der City-Ausstattung, steigt aber auf 36.500 € für unsere hochwertige Skoda Epiq 55 Clever-Ausstattung. Die Anfangspreise sind also attraktiv, doch die interessantesten Versionen erhöhen den Preis schnell. Zwischen einem elektrischen Polo für weniger als 25.000 € und seiner hochwertigen Version mit großer Batterie, die über 40.000 € kostet – das ist schon ein ziemlicher Unterschied.



Sowohl die beiden Hersteller setzen auch auf Ausstattungsdetails, um ihre Ausführungen voneinander zu unterscheiden. Volkswagen legt Wert auf eine schlichte Gestaltung sowie eine umfangreiche Instrumentierung, während Skoda zahlreiche praktische Zubehörteile anbietet, insbesondere solche, die per 3D-Druck hergestellt werden. Dies entspricht seiner Philosophie „Simply Clever“. Einige Komfortausstattungen wie die Wärmepumpe sind hingegen je nach Konfiguration optional. Deshalb sollte man die Preise bei vergleichbarer Ausstattung miteinander vergleichen, anstatt sich allein auf den Einstiegspreis zu verlassen. Trotzdem wecken der Volkswagen ID Polo und der Skoda Epiq großes kommerzielles Interesse, und ihre Bestelllisten sind bereits weitgehend gefüllt. Mit mehreren Zehntausend Bestellungen pro Modell scheint der deutsche Konzern das richtige Rezept gefunden zu haben. Die Entscheidung hängt daher vor allem von den Prioritäten jedes Einzelnen ab: Philosophie, Schlichtheit, Fahrverhalten und Sitzposition oder auch der Nutzraum.
Volkswagen ID Polo oder Skoda Epiq: Welches Modell wählen?
Es ist schwierig, diese beiden elektrischen Modelle voneinander zu unterscheiden, da ihre Leistungsmerkmale sehr ähnlich sind. Der Volkswagen ID Polo wird diejenigen ansprechen, die ein leises, schlichtes Auto suchen, das außerdem besonders angenehm zu fahren ist. Sein dynamischeres Fahrverhalten, sein großes digitales Instrumentendisplay sowie seine überzeugenden Sitze machen den Unterschied. Der Skoda Epiq richtet sich hingegen eher an Autofahrer, die eine hohe Sitzposition, gute Sichtverhältnisse und viel Kofferraumpriorität geben. Sein wärmeres Interieur sowie praktische Features sind ebenfalls attraktiv.
Letztendlich veranschaulichen diese beiden Modelle hervorragend die Komplementarität der Marken der Gruppe und können daher denselben Käufer ansprechen. Das deutsche Stadtauto setzt auf Effizienz und Fahrkomfort, während das kleine tschechische SUV Vielseitigkeit und Praktikabilität in den Vordergrund stellt. Es bleibt abzuwarten, ob Preis- und Ausstattungsunterschiede die Entscheidung beeinflussen werden. Und Sie – welches würden Sie wählen?