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Markt

China erlässt Richtlinien für Auslandsgeschäfte seiner Autobauer

China erlässt Richtlinien für Auslandsgeschäfte seiner Autobauer

Chinesische Auto-Marken haben ihre Exporte in jüngster Zeit massiv gesteigert. Das nehmen die nationalen Aufsichtsbehörden zum Anlass, um verstärkte Kontrolle auf die Auslandsgeschäfte der chinesischen Autohersteller auszuüben. Das Mittel: Neue Vorschriften zu Marketing, Preisgestaltung und Co.

Wie Reuters berichtet, haben Chinas Behörden am Dienstag neue Richtlinien erlassen, an die sich die eigenen Automobilhersteller bei ihren Exportgeschäften halten sollen. Darin werden die Unternehmen u.a. aufgefordert, die bestehenden Gesetze zu Auslandsinvestitionen und Auslandsgeschäften einzuhalten und sich noch enger an Vorschriften zu Kartellrecht, Korruptionsbekämpfung und soziale Verantwortung zu halten.

Die Richtlinien sind eine Reaktion auf die rasante globale Expansion chinesischer Automobilhersteller allen voran im elektrischen und teilelektrifizierten Pkw-Segment – angeführt von BYD. Hintergrund sind Überkapazitäten und der daraus resultierende harte Wettbewerb im Inland, der immer mehr China-Marken veranlasst, im Ausland nach Absatzmöglichkeiten zu suchen.

Die Vorschriften fordern die Automobilhersteller laut Reuters auf, „ihre Preisgestaltung an Kosten und Marktbedingungen auszurichten, den Einsatz von Preisen zur Erlangung unlauterer Wettbewerbsvorteile zu vermeiden und von häufigen oder drastischen Preisänderungen abzusehen, die den Verbrauchern oder dem Markenimage schaden könnten.“ Die Unternehmen würden zudem verpflichtet, wahrheitsgemäße Angaben im Marketing zu machen, irreführende Werbung zu vermeiden und so den Ruf chinesischer Automarken im Ausland zu schützen.

In den Leitlinien fordert die Chinesische Führung die Unternehmen ferner auf, jederzeit die Kartellvorschriften einzuhalten, wettbewerbsverzerrenden Wettbewerb zu verhindern und die lokalen Arbeitsgesetze einzuhalten. Ein Vertreter des Handelsministeriums erklärte gegenüber Reuters, die Leitlinien zielten allen voran darauf ab, den „rationalen und geordneten“ grenzüberschreitenden Aufbau von Industrie- und Lieferketten zu fördern und die langfristige internationale Entwicklung der chinesischen Automobilindustrie zu unterstützen.