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Chery Q: Ein neues chinesisches Elektrofahrzeug zur Eroberung Europas

Chery Q: Ein neues chinesisches Elektrofahrzeug zur Eroberung Europas

Die auf der Automesse von Paris 2026 vorgestellte Chery Q stellt einen neuen Meilenstein in der europäischen Expansion des chinesischen Herstellers dar. Dieses Elektrofahrzeug verspricht viel Platz im Innenraum, eine Batterie mit 41 kWh Kapazität sowie schnelles Aufladen. Allerdings fehlen noch einige wichtige Informationen, insbesondere der Preis und die WLTP-Reichweite.

Die Chery-Gruppe setzt ihre Expansion in Europa fort. Nachdem sie sich hauptsächlich auf Hybrid- und vollhybride SUVs konzentriert hat, bereitet der chinesische Hersteller nun den Einstieg eines 100 % elektrischen Modells unter eigenem Markennamen vor. Sein Name? Chery Q. Bei der Präsentation auf der Pariser Automesse 2026 vor dem europäischen Publikum will dieses neue Modell einen Platz auf dem stark umkämpften Markt der kleinen Elektroautos erobern.

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Mit dem Chery Q tritt das Unternehmen in eine Kategorie ein, in der europäische Hersteller ständig neue Modelle auf den Markt bringen. Die Renault 5 E-Tech, die gesamte neue Reihe an kleinen Elektrofahrzeugen der Volkswagen-Gruppe (ID.Polo, Cupra Raval und Skoda Epiq) sowie die Angebote anderer chinesischer Marken stellen alle potenzielle Konkurrenten dar. Um sich abzuheben, setzt der Chery Q insbesondere auf seine großzügigen Abmessungen und seinen geräumigen Innenraum.

Ein Elektrostadtauto mit großem Anspruch

Die Chery Q ist 4,19 Meter lang, 1,81 Meter breit und 1,56 Meter hoch. Sie ist somit deutlich größer als ein elektrischer Renault 5, der 3,92 Meter misst. Trotz ihrer als Stadtauto positionierten Marketingstrategie, ähnlich wie die Leapmotor B03 (4,18 Meter) oder die MG 4 Urban mit 4,40 Metern (!), nähert sie sich damit eher den Abmessungen eines Kompaktwagens an. Der Hersteller hat jedoch versucht, den verfügbaren Raum optimal zu nutzen. Mit ihren geringen Überhängen und einer Radstandlänge von 2,70 Metern verspricht die Chery Q für diese Klasse ein geräumiges Innenraumkonzept.

Der angegebene Kofferraumvolumen beträgt 375 Liter, dazu kommt ein Stauraum von 70 Litern unter der Vorderhaube. Damit bietet das Fahrzeug eine durchaus interessante Ladekapazität für ein Auto, das sowohl für den täglichen Gebrauch als auch für familiäre Zwecke geeignet ist.

Aus ästhetischer Sicht verfügt das kleine chinesische Modell über abgerundete Formen und ein eher ansprechendes Erscheinungsbild, ist jedoch im Vergleich zur prächtigen Optik des Modells mit dem Losange vielleicht etwas blass.

Eine 41 kWh starke Batterie und eine Reichweite, die noch schwer zu vergleichen ist

Unter der Karosserie des Chery Q befindet sich ein Elektromotor mit einer Leistung von 89 kW, was etwa 121 PS entspricht, sowie eine 41 kWh große Batterie – ein klassisches Zusammenspiel aus Leistung und Kapazität für diese Klasse.

Chery hat hingegen noch keine nach dem WLTP-Standard zertifizierte Reichweite bekannt gegeben. Der Hersteller gibt derzeit eine Reichweite von bis zu 400 km nach dem NEDC-Standard an. Man sollte jedoch beachten, dass dieser Standard, der in Europa heute weitgehend nicht mehr angewandt wird, geringere Anforderungen stellt als der WLTP und optimistischere Ergebnisse liefert. Erst mit der europäischen Zulassung wird die tatsächliche Reichweite bekannt sein.

Schnelle Aufladung in 17 Minuten?

Die Aufladegeschwindigkeit könnte eines der Argumente für den Chery Q sein. Der Hersteller gibt an, dass die Batterie in nur 17 Minuten von 30 auf 80 Prozent aufgeladen werden kann. Das klingt auf dem Papier interessant, muss jedoch relativiert werden, da die meisten Hersteller eher eine Aufladungszeit von 10 bis 80 Prozent angeben, was direkte Vergleiche erschwert – zumal Chery auch nicht die maximale Leistung bei Gleichstrom angibt.

Es ist hingegen bekannt, dass das Fahrzeug eine V2L-Funktion (Vehicle-to-Load) bieten wird, mit der die Energie der Batterie zur Stromversorgung externer elektrischer Geräte genutzt werden kann.

Chery beschleunigt seinen Markteintritt in Europa

Die Einführung des Chery Q ist Teil einer weitaus umfassenderen europäischen Strategie. Das chinesische Unternehmen, das bereits auf verschiedenen Märkten wie Spanien, Polen oder dem Vereinigten Königreich präsent ist, bereitet insbesondere seinen Markteintritt in Deutschland unter seiner Hauptmarke vor. Der Hersteller hat seinen deutschen Hauptsitz derzeit in Frankfurt eingerichtet, wo auch seine Marken Omoda und Jaecoo vertreten sein werden. Der kommerzielle Start von Chery in Deutschland ist für das erste Halbjahr 2027 geplant, zunächst mit mehreren hybriden SUVs der Tiggo-Familie.

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Der Chery Q wird später auf einem noch nicht genannten Datum eingeführt. Später soll er von weiteren rein elektrischen Modellen begleitet werden. Zur Einführung in Deutschland plant Chery ein Netzwerk aus 30 Partnervertriebsstellen mit dem Ziel, bis Ende 2027 mindestens 100 Verkaufsstellen zu haben. Größerer Maßstabs betrachtet möchte das Unternehmen seine Präsenz auf dem Kontinent schnell ausbauen. Es strebt eine Präsenz in 20 Märkten der Europäischen Union, darunter Frankreich, mit 687 Verkauf- und Servicestellen im Jahr 2026 an. Für 2027 ist das Ziel auf 27 Märkte und 1.143 Standorte erhöht worden.

Chery beabsichtigt daher nicht, sich auf einige importierte Modelle zu beschränken: Der Hersteller möchte auch seine europäischen Aktivitäten in Forschung, Produktion und Service ausbauen.

Noch unbekannter Preis, aber große Ambitionen

Natürlich bleibt die entscheidende Frage: Wie viel wird die Chery Q kosten? Bisher wurden keine europäischen Preise bekannt gegeben. Der Hersteller behauptet, Fahrzeuge anbieten zu wollen, die für Familien erschwinglich sind, ohne Kompromisse bei der Sicherheit. Doch erst die offiziellen Preise werden zeigen, ob sich dieses Versprechen tatsächlich verwirklicht.

Der Wettbewerb verspricht auf jeden Fall besonders hart zu werden. Zwischen bereits etablierten europäischen Modellen, kommenden Neuheiten und anderen chinesischen Herstellern, die ständig neue Fahrzeuge auf den Markt bringen, muss die Chery Q über überzeugende Argumente verfügen, um Kunden zu gewinnen.

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Quelle: Automobile-Propre