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Der in China vorgestellte Chery iCar V25 ist ein kastenförmiges EREV zwischen V23 und V27.

Der in China vorgestellte Chery iCar V25 ist ein kastenförmiges EREV zwischen V23 und V27.

Chery präsentierte den neuen iCar V25 während einer Veranstaltung in Chengdu am 14. August. Es handelt sich um ein EREV mit einem Akku von 33,67 kWh und einer elektrischen Reichweite von bis zu 150 km nach WLTC, das im vierten Quartal in den Verkauf kommen soll.

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Auf dem Papier wirkt es wie ein Versuch, das Konzept eines in China bekannten Fahrzeugs nachzubilden: ein kantiger SUV, viele Elektronikkomponenten, ein kleiner Antriebsakku sowie ein Benzinaggregat für längere Fahrten. Die Frage ist nicht, ob dieses Modell in China verkauft werden wird, sondern ob Chery mit diesem Fahrzeug tatsächlich seine Expansion ins Ausland vorantreiben kann.

iCar V25 – Ein kantiger SUV mit Benzinaggregat und 150 km WLTC-Reichweite

Der V25 ist das dritte Modell der V-Serie und positioniert sich zwischen dem kompakten V23 und dem größeren V27. Die Karosserie ist bewusst „offroad-orientiert“ im heutzutage in China beliebten Stil: vertikaler Frontbereich, runde Scheinwerfer, flache Dachlinie sowie eine seitlich öffnende Heckklappe.

Das Auto ist 4636 mm lang, 1920 mm breit und 1855 mm hoch, wobei die Radstandlänge 2820 mm beträgt. Der Hersteller addiert zur Länge außerdem einen externen Stauraum im Heck mit einem Fassungsvermögen von 22,7 Litern. Es sieht etwas wie eine Mischung aus einem Mercedes der Klasse G und einem Land Rover Defender aus, nur in einer leichteren, mehr lifestyle-orientierten Ausführung.

Die Bodenfreiheit beträgt 197 mm, der Anstiegswinkel 30 Grad und der Abfahrwinkel 28 Grad. Dazu gehören feste Seitenstufen, die laut Hersteller bis zu 130 kg tragen können, sowie serienmäßige 21-Zoll-Räder mit Reifen in einer Breite von 265 mm. Ein leichter Off-Road-Fahrzeug? Möglicherweise. Als echtes Geländefahrzeug würde ich es jedoch nicht einstufen.

Chery hat außerdem einen aktiven Lufteinlass hinzugefügt, der den Widerstand um 15 Prozent verringern soll. Das klingt vernünftig, denn die Aerodynamik eines solchen Fahrzeugs ist von Natur aus schwach. Ein Ziegel bleibt ein Ziegel, selbst wenn er eine cleverere Frontpartie hat.

Antrieb EREV. 1,5-Turbo als Generator – bis zu 150 km rein elektrisches Fahren möglich.

Das Wichtigste am V25 ist der EREV-Antrieb, also ein Elektrofahrzeug mit Range Extender. Für die Energieerzeugung ist ein 1,5-Liter-Turbo-Benzinmotor mit einer maximalen Leistung von 115 kW zuständig. Er antreibt die Räder nicht direkt, sondern fungiert als Generator.

Der Akku hat eine Kapazität von 33,67 kWh und verwendet LFP-Chemie. Laut den WLTC-Homologationsdaten soll die Version mit Hinterradantrieb eine elektrische Reichweite von 150 km bieten, während die AWD-Variante 145 km erreicht.

Bei leerem Akku soll der Kraftstoffverbrauch bei 6,9 l/100 km für die RWD-Version und 7,15 l/100 km für die AWD-Version liegen. Das sind keine schlechten Werte für ein so großes Fahrzeug, aber man sollte bedenken, dass WLTC- und chinesische Testbedingungen noch nicht den polnischen Winterverhältnissen entsprechen.

Aus zuvor in chinesischen Homologationsdokumenten veröffentlichten Informationen geht außerdem hervor, dass die AWD-Version über zwei Elektromotoren verfügen soll, einen an jeder Achse. Das Auto soll außerdem einen Anhänger mit einem Gewicht von bis zu 1800 kg ziehen können. Für ein beliebtes EREV ist das bereits eine konkrete Ausstattung und kein reiner Dekorationsartikel aus dem Katalog.

Die Federung besteht aus einem klassischen Setup: MacPherson-Federbeine vorne und Multilink-Federbeine hinten. Der Hersteller prahlt mit einem internationalen Team, das für die Abstimmung der Fahrwerkstechnik zuständig ist. Marketingtechnisch klingt das gut. Ob daraus mehr wird, zeigen erst die ersten Probefahrten.

ADAS mit LiDAR und 560 TOPS. Die Chinesen investieren weiter in Elektronik

Das V25 soll entweder das Fahrassistentensystem Super Falcon 700+ oder Falcon Pilot 700+ erhalten, je nachdem, welche Bezeichnung der Hersteller verwendet. Herzstück des Systems ist der Horizon Journey 6P-Chip mit einer Rechenleistung von 560 TOPS.

Insgesamt sollen 27 Sensoren zum Einsatz kommen, darunter ein optionaler LiDAR auf dem Dach. Der Hersteller verspricht Autobahn-Navigation, städtische NOA-Funktionen sowie automatisches Parken. Mit anderen Worten: Ein Set, das dem sehr ähnlich ist, was heute fast alle großen Anbieter in China präsentieren.

Auch hier ist etwas Skepsis angebracht. 560 TOPS sehen in der Tabelle gut aus, doch allein die Rechenleistung garantiert noch nichts. Entscheidend sind die Software, die Qualität der Karten, die Reife des Systems sowie die Frage, wo man es überhaupt legal betreiben kann. Bei einem möglichen Markteintritt in Europa könnte gerade dieser letzte Punkt wichtiger sein als die Anzahl der Sensoren.

Das Interieur des Chery wurde bisher offiziell nicht vorgestellt. Das deutet darauf hin, dass das Unternehmen einen Teil der Details für die Verkaufspremiere im vierten Quartal aufhebt.

V25 soll der Marke helfen, zu neuem Wachstum zurückzukehren

Der Debüt der V25 ist kein Zufall. iCar benötigt ein neues Modell, da die Verkäufe der Marke unregelmäßig waren. Im Juli betrug die Zahl 9068 Fahrzeuge, was einem Anstieg von 38,11 Prozent im Jahresvergleich entspricht, gleichzeitig aber einem Rückgang von 13,35 Prozent im Monatsvergleich.

Insgesamt verkaufte die Marke von Januar bis Juli 54.460 Autos, das sind 6,63 Prozent mehr als im Vorjahr. Das bedeutet nach einem schwachen Jahresstart wieder einen positiven Trend. Das wichtigste Modell in Bezug auf den Absatz bleibt weiterhin die V23, die in China ab 122.800 Yuan erhältlich ist – das entspricht bei einfachem Umrechnungskurs ohne Steuern und Einfuhrkosten etwa 67.000 bis 68.000 Złoty.

In der Praxis soll die V25 die Lücke in der Modellpalette füllen. Die V23 ist kleiner und günstiger, die V27 größer und prestigeträchtiger. Die V25 soll das „Mittelmodell“ sein, das in der Regel am besten verkauft wird – vorausgesetzt, der Preis bleibt angemessen.

Chery denkt bereits global, aber Europa ist eine eigene Geschichte

Die Marke iCar soll außerhalb Chinas unter dem Namen iCaur agieren. Dies ist vermutlich ein Versuch, Probleme mit Apple und dem Namen iCar zu vermeiden. Das Auto selbst soll nach seinem chinesischen Debüt auch auf ausländische Märkte gelangen, wobei insbesondere der Nahe Osten und andere Exportländer genannt wurden.

Chery beschleunigt außerdem die Produktion außerhalb Chinas. Im Juli ging eine Fabrik im Bundesstaat Selangor in Malaysia in Betrieb, die mit der Herstellung des Modells V23 begann. Die anfängliche Produktionskapazität des Werks beträgt 100.000 Autos pro Jahr.

Dies ist aus einem Grund wichtig: Chery wirkt heute nicht wie eine Marke, die nur „etwas zeigen“ will. Das Unternehmen baut Mengen auf und verfügt bereits über ein Exportvolumen. Im Juli exportierte das gesamte Konzern 202.533 Autos, was einen eigenen Rekord darstellt und Chery zum ersten chinesischen Hersteller macht, der monatlich die Marke von 200.000 Autos überschritten hat.

Wird der V25 nach Europa kommen? Das hat Chery noch nicht bekannt gegeben. Und hier beginnen die Probleme. EREV-Modelle sind in China beliebt, doch in der EU gerät ein solches Fahrzeug bereits in eine andere Debatte als reine BEV-Modelle. Hinzu kommen Zölle, Homologierung, lokale Vorschriften sowie die Frage nach dem europäischen Preis. Wenn der V25 genauso viel kosten würde wie in China plus ein „Exotikzuschlag“, würde der Vorteil schnell verschwinden.

Doch die Idee an sich macht Sinn. Für Fahrer, die in der Stadt mit Strom fahren möchten, aber dem Laden auf der Straße noch nicht vertrauen, könnten 33,67 kWh sowie eine Reichweite von 145–150 km nach WLTC ein attraktiver Kompromiss sein. Allerdings funktioniert ein Kompromiss nur, wenn er nicht so teuer ist wie zwei Autos in einem.

Chery hat also ein Auto entwickelt, das perfekt in den chinesischen Marktkontext passt: ein modisches Design, viele elektronische Ausstattungen, ein für einen EREV angemessener Akku sowie ein Benzinaggregat als Notfallreserve. Jetzt bleibt das Schwierigste: der Preis sowie die Überprüfung, ob hinter dem ansprechenden Design ein ebenso sinnvoller Produkt steht. Was meinen Sie – hätte so ein kastenförmiger EREV in Europa echte Käufer, oder bleibt es vor allem ein chinesischer Geschmack?

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Quelle: LovEV.pl