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Diese chinesische Marke hat herausgefunden, was die Europäer stört, und will dies unbedingt beheben

Diese chinesische Marke hat herausgefunden, was die Europäer stört, und will dies unbedingt beheben

Der chinesische Automobilhersteller Geely bereitet einen Strategiewechsel in Europa vor. Anstatt lediglich Modelle zu adaptieren, die für China entwickelt wurden, möchte das Unternehmen nun Fahrzeuge entwickeln, die speziell für europäische Autofahrer bestimmt sind. Ein erstes Modell soll bereits 2027 vorgestellt werden.

Die Geely-Gruppe ist in Europa keineswegs unbekannt. Als Eigentümer von Volvo und Polestar sowie hinter Lotus und Smart steht der chinesische Konzern bereits über Erfahrungen auf dem alten Kontinent. Um jedoch seine eigene Marke zu entwickeln, will er nun über die einfache Importierung von in China konstruierten Fahrzeugen hinausgehen.

Geely möchte bereits 2027 ein für Europa konzipiertes Auto

Geely arbeitet an einem ersten Modell, das speziell für europäische Autofahrer entwickelt wird. Laut Informationen von Autocar ist die Präsentation für das Jahr 2027 geplant. Das Fahrzeug wurde im italienischen Designzentrum des Herstellers in Mailand entworfen.

Dennis Weinel, Produktleiter bei Geely Europe, erklärt, dass dieses zukünftige Modell zunächst für den europäischen Markt bestimmt sein wird, bevor es in anderen Regionen der Welt angeboten wird. Das ist ein anderer Ansatz als bisher, bei dem chinesische Autos ausgewählt und anschließend an lokale Anforderungen angepasst wurden.

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Der Hersteller bleibt vorerst zurückhaltend bezüglich der Eigenschaften dieses Neulings. Seine Abmessungen, seine Antriebstechnik sowie sein Preisniveau wurden nicht genannt. Geely beabsichtigt vermutlich nicht, ausschließlich auf Elektrofahrzeuge zu setzen, und erwägt auch andere elektrifizierte Lösungen.

Die Mängel chinesischer Autos beheben

In der Zwischenzeit arbeitet der Hersteller an den Kritikpunkten, die seinen aktuellen Modellen vorgeworfen werden. Das Multimedia-System gehört zu den wichtigsten Prioritäten. „Sein Aussehen und seine Funktionsweise ähneln noch stark dem, was wir in China anbieten. Das ist nicht das, was wir für Europa wollen“, erklärt Dennis Weinel. Die nächste Generation der Flyme-Oberfläche soll insbesondere mehr Anpassungsmöglichkeiten, einen gemeinsamen Bildschirm sowie eine bessere Organisation der Informationen bieten.

Ein weiteres Projekt: Die Assistenzsysteme zur Fahrunterstützung. Geely räumt ein, dass einige akustischen Warnsignale lästig werden können. Deshalb arbeiten seine Ingenieure an Lautstärke, Tonhöhe sowie den Auslösungsbedingungen dieser Signale. Ziel ist es, diese Systeme weniger störend zu gestalten, ohne die gesetzlichen Vorgaben zu verletzen. Die europäischen Teams kümmern sich außerdem um die Einstellungen der Federung, des Lenkens und der Bremsen.

Die Erwartungen chinesischer und europäischer Autofahrer sind nicht immer identisch. Geely strebt insbesondere an, ein direkteres Lenkverhalten sowie eine Straßenfahrweise zu bieten, die besser an die lokalen Gewohnheiten angepasst ist.

Eine immer umfangreichere europäische Offensive

Diese Strategie geht mit einer bedeutenden industriellen Entwicklung einher. Im Juli 2026 kündigten Geely und Ford eine Partnerschaft an, um Fahrzeuge in der spanischen Fabrik in Valencia herzustellen. Zwei elektrische Modelle der chinesischen Marke sollen ab 2028 dort montiert werden. Das Unternehmen strebt an, sich allmählich als vollwertiger Akteur auf dem Markt zu etablieren. Es bleibt abzuwarten, ob seine zukünftigen Modelle tatsächlich die französischen Autofahrer überzeugen können.