BYD exportierte im Juli 20.000 Dolphin-Modelle. Der PHEV Dolphin G DM-i trägt maßgeblich zu diesem Ergebnis bei.

Die BYD Dolphin-Familie erreichte im Juli 20.000 Exportfahrzeuge, wovon etwa 12.000 Stück auf den neuen Dolphin G DM-i entfallen. Gerade dieses Plug-in-Hybridfahrzeug, das im Mai in Europa vorgestellt und im Juni in den Verkauf gebracht wurde, ist heute der Hauptwachstumsmotor dieser Modellreihe außerhalb Chinas.
BYD hat lange Zeit den Export hauptsächlich mit batteriebetriebenen Fahrzeugen vorangetrieben. Jetzt ist zu erkennen, dass das Unternehmen auch Plug-in-Hybride ins Spiel bringt, denn nicht jeder Markt verlangt sofort vollständig elektrische Fahrzeuge. Die Zahlen zeigen außerdem, dass es sich dabei nicht um eine rein dekorative Maßnahme handelt.
Dolphin G DM-i erzielte einen höheren Absatz als der elektrische Dolphin
Im Juli trug der Dolphin G DM-i etwa 12.000 exportierte Fahrzeuge bei, was einem Monatszuwachs von rund 33,3 Prozent entspricht. Der klassische, vollständig elektrische Dolphin brachte 8.560 Stück dazu.
Seit Beginn des Jahres hat der Export der gesamten Dolphin-Familie bereits 100.000 Exemplare überschritten. Für ein Modell dieser Klasse ist das beeindruckend – zumal es sich um ein Auto aus einem Segment handelt, in dem Europa jahrelang von Golf, Clio und anderen Verbrennungsmotor-Fahrzeugen dominiert wurde.
Es handelt sich um einen PHEV-Hatchback, der für ausländische Märkte entwickelt wurde
Der Dolphin G DM-i ist das erste BYD-Modell mit dem DM-i-Plug-in-Hybrid-Antrieb, das speziell für ausländische Märkte, insbesondere in Europa, entwickelt wurde. Das Auto hat eine Hatchback-Karosserie und misst 4.160 mm in der Länge, 1.825 mm in der Breite sowie 1.575 mm in der Höhe, wobei die Radstandlänge 2.610 mm beträgt.
Im Vergleich zum chinesischen Elektro-Dolphin ist die Exportversion DM-i kürzer, aber breiter. BYD hat also keine einfache Kopie erstellt, sondern das Auto an einen anderen Markt und einen anderen Antrieb angepasst.
Parameter
BYD Dolphin G DM-i
Antrieb
PHEV, DM-i, FWD
Verbrennungsmotor
1,5 l mit niedrigem Verbrauch
Systemleistung
129 kW oder 156 kW
Akku
7,42 kWh oder 18,3 kWh
Elektrischer Reichweite nach WLTP
etwa 40 km oder 105 km
Gesamtreichweite
mehr als 1.000 km
Kraftstoffverbrauch nach Entladung der Batterie
3,8 l/100 km
Länge / Breite / Höhe
4.160 / 1.825 / 1.575 mm
Radstand
2.610 mm
Preis in Polen
ab 105.500 PLN
Die Preise in Europa sind angemessen, aber nicht überall gleich
In Frankreich und Italien beginnt der Preis bei 23.990 Euro. In Spanien muss man mindestens 25.200 Euro zahlen, in Deutschland bereits 28.990 Euro. Im Vereinigten Königreich liegt der Einstiegspreis bei 23.990 Pfund. In Polen hingegen ab 105.500 PLN.
Das zeigt zwei Dinge. Erstens zielt BYD auf den Massenmarkt und nicht auf eine Nische. Zweitens passt der Begriff „billiger Chinese“ immer weniger, denn in Deutschland hat sich daraus bereits ein normaler europäischer Preis für einen kompakten PHEV entwickelt.
BYD setzt auf verschiedene Antriebsformen, nicht nur auf Elektroautos
Der elektrische Dolphin kam bereits 2023 auf ausländische Märkte und wurde unter anderem in Thailand, Brasilien, Australien und Europa verkauft. Besonders deutlich ist das in Brasilien zu erkennen, wo im Juli die Lieferungen des Modells 6.000 Stück überschritten haben und das Auto in die Top 10 der meistverkauften Autos des Monats dort einstieg.
Insgesamt verkaufte BYD im Juli 411.072 Personenkraftwagen. Außerhalb Chinas waren das 179.841 Fahrzeuge, was einem Anstieg von 124,3 Prozent im Jahresvergleich entspricht. Von Januar bis Juli belief sich der Auslandsumsatz an BYD-Personenkraftwagen auf etwa 970.000 Stück.
Auch die Mischung der Antriebsarten ist interessant. Im Juli verkaufte BYD 233.105 BEV-Fahrzeuge und 177.967 PHEV-Fahrzeuge, sodass batteriebetriebene Autos bereits den dritten Monat in Folge vor Plug-in-Hybriden lagen. Seit Jahresbeginn ist der Unterschied jedoch minimal: 1.100.584 BEV-Fahrzeuge gegenüber 1.087.863 PHEV-Fahrzeugen.
BYD hat offensichtlich erkannt, dass man außerhalb Chinas nicht alles allein mit Elektrofahrzeugen gewinnen kann. Anhand der Ergebnisse des Dolphin G DM-i ist zu sehen, dass er recht hatte. Die Frage ist nur, ob europäische Kunden dieses Antriebskonzept als Übergangslösung oder einfach als bequemere Alternative zu BEV-Fahrzeugen kaufen werden.