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Der überarbeitete BYD Seagull zeigte seinen Innenraum. In Polen ist es der Dolphin Surf mit erhöhter Leistungsfähigkeit.

Der überarbeitete BYD Seagull zeigte seinen Innenraum. In Polen ist es der Dolphin Surf mit erhöhter Leistungsfähigkeit.

In das Internet sind Fotos des Innenraums des überarbeiteten BYD Seagull gelangt, also des Fahrzeugs, das in Polen als BYD Dolphin Surf bekannt ist. Der chinesische Stadt-Elektroauto erhielt eine neue Mittelkonsole, einen zentralen Bildschirm anstelle eines separaten Displays vor dem Fahrer sowie eine Länge von 4.205 mm bei einer Radstandlänge von 2.650 mm.

Auf dem Papier sind die Veränderungen größer als eine gewöhnliche Retusche. Allerdings wurden einige der wichtigsten Daten, nämlich die Akkukapazität und der Aktionsradius, noch nicht bekannt gegeben.

N neuer Innenraum, weniger Bildschirme vor dem Fahrer

Die größte Veränderung im Innenraum ist die neue, geneigte, zweistufige Mittelkonsole. Sie bietet mehr Platz unten, weshalb BYD daraus einfach einen praktischen Stauraum für größere Gegenstände gemacht hat – von Taschentuchboxen bis hin zu Essen zum Mitnehmen. Einfach, aber in einem solchen Auto sinnvoll.

Ganz oben befindet sich ein großer zentraler Bildschirm. Unter den Lüftungsschlitzen gibt es physische Tasten, weshalb BYD nicht auf eine vollständige Touch-Steuerung für alles gesetzt hat. Eine andere Entscheidung sieht hingegen schlecht aus: Auf den Bildern ist kein separates Instrumentenpaket vor dem Fahrer zu erkennen. Wenn dieses tatsächlich fehlt, muss man einen Teil der Informationen vom mittleren Bildschirm ablesen.

Das Lenkrad verfügt über neue, kantigere Tasten. Auch die aus dem aktuellen Modell bekannte Meeresfarbgebung des Innenraums blieb erhalten, doch es wurden rote Akzente an den Seiten der Sitze hinzugefügt.

Das Auto ist gewachsen, hat einen leistungsstärkeren Motor und dickere Reifen

Der überarbeitete Seagull wurde bereits Anfang Juli in chinesischen MIIT-Dokumenten gezeigt. Jetzt wissen wir mehr über das Auto selbst. Die Karosserie ist 4.205 mm lang, 1.810 mm breit und 1.570 mm hoch, wobei die Radstandlänge um 150 mm auf 2.650 mm gestiegen ist.

Dadurch ist das Eigengewicht gestiegen. Je nach Version beträgt es 1.180–1.255 kg. Alle neuen, homologierten Varianten erhalten außerdem Reifen der Größe 205/60 R16, die deutlich breiter sind als die aktuellen 165- und 175er-Reifen. Das deutet darauf hin, dass BYD aus dem Auto etwas Reiferes machen möchte als ein billiges Stadtauto.

Auch die Antriebstechnik ist nicht mehr nur symbolisch. Vorne arbeitet ein Motor mit einer Leistung von 95 kW, also 127 PS. Das sind 40 kW und 54 PS mehr als in der leistungsstärksten aktuellen Version in China. Die Höchstgeschwindigkeit ist auf 150 km/h gestiegen.

Die Batterie wird aus Lithium-Eisen-Phosphat bestehen und von Shaoxing FinDreams Battery stammen, einem Tochterunternehmen von BYD. Kapazität und Reichweite wurden noch nicht bekannt gegeben. Bekannt ist jedoch, dass das Auto die 400-V-Architektur nutzt und das BYD Flash Charging-Standard nicht unterstützt. Es wird hier also keine marketingtechnischen Highlights geben.

Etwas Interessanteres ist folgendes: Der aktuelle Seagull in den Basisversionen mit einer Reichweite von 305 km verfügt nur über luftgekühlte Batterien, was sich auf die Ladezeit sowie die Haltbarkeit des Akkus in der Hitze auswirken kann. Es ist unklar, ob BYD dieses Patent beibehalten wird, um den Einstiegspreis zu senken. Hoffentlich nicht.

Hintergrund ist auch der Verkauf. Laut China EV DataTracker lieferte BYD im Juli 2026 in China 8.879 Exemplare des Seagull aus. Er ist nicht mehr der ehemalige Markenkönig. Das Modell, einst das meistverkaufte Auto in China, wurde von den Geely EX2 und Leapmotor B03X überholt.

Deshalb ist das Facelift wichtiger als ein neues Interieur allein. Es wird auch über die Ergänzung eines LiDARs gesprochen, was bereits einen Schritt in Richtung einer besseren ADAS-Ausstattung bedeuten würde – und nicht nur frischerer Kunststoff. In Polen wird das Interessanteste darin liegen, ob der BYD Dolphin Surf nach dieser Modernisierung weiterhin ein Budgetauto bleibt oder in Bezug auf den Preis von seiner ursprünglichen Rolle abweicht. Was meinen Sie – ist das Fehlen eines separaten Displays vor dem Fahrer eine Einsparung oder ein Rückschritt?

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Quelle: LovEV.pl