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BYD bestellt weitere 10 Schiffe zur Ausfuhr seiner Autos: Flotte mit über 130.000 Fahrzeugen

BYD bestellt weitere 10 Schiffe zur Ausfuhr seiner Autos: Flotte mit über 130.000 Fahrzeugen

BYD soll weitere 10 Car Carrier bestellt haben, wodurch seine für die internationale Expansion konzipierte Seeflotte weiter gestärkt wird. Sollte die Bestellung bestätigt werden, würde die Flotte von BYD eine Geskapazität von über 130.000 Fahrzeugen erreichen.

Die Nachricht stammt von Fachpublikationen im Seeverkehrsbereich sowie von Shipping-Plattformen, wurde jedoch weder von BYD noch vom Schiffbauhersteller offiziell bestätigt.

Die bestellten Schiffe sollen Pure Car and Truck Carrier sein, die für den großangelegten Transport von Fahrzeugen konzipiert sind. Ihre Lieferung ist für die Zeit zwischen 2027 und 2029 geplant.

BYD baut seine eigene Logistik auf

BYDs Strategie im Seeverkehr ist inzwischen ein integraler Bestandteil seiner internationalen Expansion. Die RoRo-Schiffe ermöglichen es, Autos direkt auf Rädern zu laden und zu entladen, ohne Container verwenden zu müssen, wodurch der Prozess besonders gut für den Automobilexport geeignet ist.

Der erste Teil der Flotte wurde 2025 fertiggestellt und umfasst acht Schiffe mit einer Kapazität von etwa 7.200 bis 9.000 Autos. Mit den 10 neuen Schiffen, die hinzukommen, würde die zusätzliche Nennkapazität bei rund 92.000 Fahrzeugen liegen.

Der Boom beim Export

Die Notwendigkeit einer größeren logistischen Kapazität wird deutlich, wenn man sich die Zahlen des Exports ansieht. Laut internen Daten exportierte BYD allein im August 184.000 Fahrzeuge aus China – das sind 131 % mehr als im gleichen Monat des Jahres 2025.

In den ersten acht Monaten des Jahres erreichten die Exporte etwa 1,127 Millionen Fahrzeuge, was einem jährlichen Wachstum von 88 % entspricht. Der Auslandsmarkt wird somit für den Hersteller aus Shenzhen immer wichtiger, während das Heimatland kein ähnlich erfolgreiches Wachstum zeigt.

China: Der Autoexport wächst – doch es fehlen Schiffe. Die Logistik muss neu gestaltet werden.

Ein Netzwerk zur Überwindung von Handelshemmnissen.

Die Erweiterung der RoRo-Flotte zeigt eindeutig, dass BYD den Export nicht als vorübergehende Phase betrachtet. Im Gegenteil: Das Unternehmen investiert in eine echte globale Infrastruktur für die Vermarktung seiner Fahrzeuge.

Eine interessante Besonderheit ist, dass diese Frachtschiffe nicht ausschließlich von China genutzt werden, um Autos auf andere Kontinente zu transportieren. Im September 2025 transportierte beispielsweise die BYD Zhengzhou Fahrzeuge mit rechtslenkendem System, die in einem BYD-Werk in Thailand hergestellt wurden, nach Großbritannien.

Der Seetransport wird somit zu einem wichtigen Bestandteil der internationalen Strategie von BYD. Der chinesische Konzern baut nämlich ein Produktionsnetzwerk auf, das auch Werke außerhalb Chinas umfasst – wie eben jenes in Thailand –, weil die dort lokal hergestellten Fahrzeuge nicht den speziellen Ausgleichsmaßnahmen (Zöllen) unterliegen, die die Europäische Union auf Elektroautos anwendet, die direkt in China produziert werden.

Für BYD bedeutet dies, ein internationales Netzwerk aufbauen zu können, das nicht ausschließlich von chinesischen Werken abhängt und in bestimmten Fällen dazu beiträgt, die Auswirkungen von Handelshemmnissen zu verringern.

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