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BYD Fang Cheng Bao Tai 3 für 143.800 Yuan. Die günstigere Version hat eine Reichweite von 510 km und eine Ladezeit von 9 Minuten für 10–97 %.

BYD Fang Cheng Bao Tai 3 für 143.800 Yuan. Die günstigere Version hat eine Reichweite von 510 km und eine Ladezeit von 9 Minuten für 10–97 %.

BYD hat in China eine neue Basisversion des elektrischen Crossovers Fang Cheng Bao Tai 3 eingeführt und den Preis auf 143.800 Yuan gesenkt, was etwa 21.200–21.300 US-Dollar entspricht. Das Auto verfügt über einen kleineren Akku mit 64,3/65,3 kWh, behält aber weiterhin 322 PS bei und kann laut Hersteller in 9 Minuten über BYDs Megawatt-Ladegeräte von 10 auf 97 Prozent aufgeladen werden.

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Für Käufer lautet die einfachste Botschaft: BYD hat die Einstiegspreise um 10.000 Yuan gesenkt, ohne den Motor zu verändern. Allerdings hängt wie üblich alles von den Ladebedingungen sowie dem chinesischen CLTC-Zyklus ab.

Die günstigere Variante senkt den Einstiegspreis um 10.000 Yuan

Die neue Tai 3-Version ist die RWD Flash Charging 510-km-Ausführung und kostet 143.800 Yuan. Zuvor kostete die günstigste Variante des Modells 153.800 Yuan und bot eine Reichweite von 620 km nach CLTC.

Der Unterschied liegt hauptsächlich bei der Batterie. Die neue Variante verwendet einen Blade-Akku zweiter Generation mit LFP-Technologie, dessen Kapazität je nach Material entweder 64,3 kWh oder 65,3 kWh angegeben wird, während die höherwertige RWD-Version über ein Paket mit 75,6 kWh verfügt. Dadurch sinkt die Reichweite von 620 auf 510 km nach CLTC, doch der Preis wird deutlich attraktiver.

Das ist ein typischer Schritt von BYD: Zuerst der Einstieg mit einer höherwertigen Version, anschließend die Einführung einer günstigeren Variante, wenn das Absatzvolumen gesteigert werden muss. Gerade weil der Tai 3 kein Nischenfahrzeug ist, sondern ein Modell mit breiterer Zielgruppe – eher „familienorientiert“ als die Offroad-Linie Bao.

Kleinere Batterie, gleiche Leistung, besseres 0-100 km/h

Interessanterweise wurde die Basismodellversion nicht von der Antriebstechnik ausgeschlossen. Sie verfügt weiterhin über einen Motor an der Hinterachse mit einer Leistung von 240 kW, also 322 PS, sowie einem Drehmoment von 305 Nm.

Durch den kleineren Akku beträgt das Leergewicht 1.920 kg, und der Sprint von 0 auf 100 km/h dauert 6,9 Sekunden. Zum Vergleich benötigt die teurere Heckantriebsversion 620 km nur 7,3 Sekunden für die gleiche Beschleunigung. Paradoxerweise ist also die günstigere Variante etwas schneller.

Die Höchstgeschwindigkeit soll 210 km/h erreichen. Auf dem Papier klingt das für einen städtischen Familien-Crossover mit einer Länge von 4.605 mm sehr beeindruckend. Die Breite beträgt 1.900 mm, die Höhe 1.720 mm und der Radstand 2.745 mm.

In der höheren Preisklasse gibt es außerdem leistungsstärkere Ausstattungen. Die Top-Variante mit zwei Motoren und Allradantrieb bietet 375 kW, also 503 PS, sowie eine Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in 4,7 Sekunden.

BYDs stärkstes Argument ist das Laden – allerdings mit einem klaren Pluspunkt

Die größte Verkaufsstärke des Tai 3 ist heute nicht die Reichweite, sondern das Laden. Laut BYD unterstützen alle Versionen mit „Flash Charging“ ein Aufladen von 10 auf 70 Prozent in 5 Minuten sowie von 10 auf 97 Prozent in 9 Minuten.

Das klingt beeindruckend. Sehr beeindruckend. Allerdings geht es hier um das Aufladen mit BYD-Ladegeräten in Megawatt-Leistung, also in einer streng kontrollierten Umgebung des Herstellers. Mit anderen Worten: eine großartige Demonstration der Möglichkeiten der Plattform und der Batterie, doch man sollte das nicht automatisch auf den Alltag außerhalb Chinas übertragen.

Der zweite Punkt betrifft den CLTC-Test. Die deklarierten 510 km im chinesischen Testzyklus bedeuten nicht 510 km im europäischen Einsatz. Nach WLTP wären es weniger, und in der Realität hängt es noch von Geschwindigkeit und Wetter ab. Nichts Neues, aber bei solchen Premieren ist es sinnvoll, das gleich mitzuteilen.

Der Tai 3 richtet sich an die Massen, bietet aber auch einige High-End-Gadgets.

Der Tai 3 ist kein kleines, preiswertes Auto im Stil des Seagull. Es handelt sich eher um einen kompakten, aber bereits vollwertigen Crossover mit Ausstattungen, nach denen man vor ein paar Jahren in einer höheren Klasse gesucht hätte.

Innen finden wir einen zentralen 15,6-Zoll-Bildschirm, ein 8,8-Zoll-Anzeigenpaket sowie einen 12-Zoll-HUD-Bildschirm. Die Vordersitze sollen Heizung, Belüftung und elektrische Einstellmöglichkeiten haben. Dazu gehören akustische Vorderscheiben, getönte Rückenscheiben, eine beheizte Lenksäule sowie anpassbare Beleuchtung.

Es gibt auch Elemente, die BYD gerne als praktische Besonderheiten anbietet: einen vorderen Kofferraum mit 151 Litern Fassungsvermögen sowie eine zusätzliche Ablagefläche von 28 Litern, die an der schwenkbaren hinteren Klappe angebracht ist.

Die Federung besteht aus dem DiSus-C-System, also einem einstellbaren System, das bereits von anderen Modellen der Gruppe bekannt ist. Optional kann das Auto das DiPilot 300-Fahrassistentensystem erhalten, auch als God’s Eye B bezeichnet, mit einem Lidar-Sensorpaket. Der Hersteller verspricht ein sicheres Fahren in Stadtstraßen und auf Autobahnen. Das Schlüsselwort ist natürlich „Assistenz“, nicht Autonomie.

Der Verkauf ist durchschnittlich, aber BYD will offensichtlich mehr

Der Tai 3 wurde im März 2026 auf den Markt gebracht. Der Verkaufsstart war nicht ideal, da es Engpässe bei der Lieferung von Batterien der zweiten Generation von Blade gab. Die ursprünglich für Mitte April geplanten Lieferungen wurden auf Mai verschoben, und das Team von Fang Cheng Bao sollte Mitarbeiter in die BYD-Werke in Shaanxi, Anhui und Zhengzhou entsenden, um die Produktion zu steigern.

Trotzdem hat das Modell bereits einen angemessenen Absatz erreicht. Im Juli wurden den Kunden etwa 5.900 Fahrzeuge übergeben. Verschiedene Quellen nennen 5.945 oder 5.145 Stück, daher kann man sicher annehmen, dass es sich um einen Monatsabsatz von rund 6.000 Fahrzeugen handelt.

Von Januar bis Juli 2026 wurden insgesamt 30.372 Tai 3 ausgeliefert, was seit dem Markteintritt insgesamt etwa 95.628 Exemplare entspricht. Das ist kein schlechtes Ergebnis, aber es handelt sich auch nicht um ein Modell, dessen Nachfrage von selbst in die Höhe geschossen ist. Eine neue, günstigere Variante soll dies deutlich verbessern.

Die Marke Fang Cheng Bao schneidet insgesamt übrigens viel besser ab. Im Juli wurden 41.213 Fahrzeuge ausgeliefert, was einem Anstieg von 190,64 Prozent im Jahresvergleich und 15,74 Prozent im Vergleich zu Juni entspricht. Seit Jahresbeginn hat die Marke insgesamt 200.687 Fahrzeuge ausgeliefert, was einem Wachstum von 167,85 Prozent im Jahresvergleich entspricht.

Was bedeutet das für Europa und Polen?

Derzeit ist der Tai 3 hauptsächlich eine Information aus dem chinesischen Markt, aber es lohnt sich, solche Entwicklungen bei BYD genau zu verfolgen. Das Unternehmen testet, wie tief es mit einem Auto mit starkem Antrieb, großem Bildschirm, LFP-Batterie und sehr schnellem Laden gehen kann, ohne in den Segment der günstigsten Stadtautos einzutreten.

Falls ein solches Modell jemals nach Europa kommt, wäre das Problem nicht die Spezifikation selbst, sondern der Preis nach Zöllen, Homologierung und Anpassung an lokale Vorschriften. Denn 21.300 US-Dollar in China verwandeln sich schließlich nicht magisch in 21.300 Euro in der EU. Schade.

BYD zeigt jedoch noch etwas anderes: Schnelles Laden ist nicht länger auf teure Limousinen und Flaggschiffe beschränkt. Die Frage ist, wer das Gleiche außerhalb seines eigenen chinesischen Lade-Ökosystems umsetzen kann?