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BYD bekam den Paul Pietsch Award für Flash Charging. Es handelt sich um den ersten Fall dieser Art in China.

BYD bekam den Paul Pietsch Award für Flash Charging. Es handelt sich um den ersten Fall dieser Art in China.

BYD gab am 11. August bekannt, dass seine Flash-Charging-Technologie den International Paul Pietsch Award in Deutschland gewonnen hat. Es ist das erste Mal seit 1989, dass diese Auszeichnung an ein chinesisches Unternehmen geht – und zwar für eine Lade-Technologie von Elektrofahrzeugen, nicht aufgrund von Verkaufszahlen oder der Beliebtheit der Marke.

Die Auszeichnung wird von der deutschen Verlagsgruppe Motor Presse Stuttgart zusammen mit einem Netzwerk von Automobilredaktionen, darunter Auto Motor und Sport, verliehen. Interessant ist dabei, dass der Paul Pietsch Award normalerweise darauf abzielt, echten technischen Fortschritt zu würdigen – und nicht solche PR-„Beste“, die in der EV-Branche in letzter Zeit häufig zu finden sind.

BYD betont, dass sein Flash-Charging-System in Kombination mit der Blade Battery 2. Generation es ermöglicht, den Ladezustand in 5 Minuten von 10 auf 70 Prozent zu erhöhen und in 9 Minuten auf 97 Prozent. Auf dem Papier klingt das sehr gut, doch wie immer liegt das Problem in den Testbedingungen: der Temperatur der Zellen, der Ladekurve sowie der verfügbaren Leistung an der Ladestation.

BYD baut sein eigenes Netzwerk – und zwar nicht nur in China

Ende Juni 2026 verfügte BYD in China über 7.018 Flash-Charging-Stationen in 325 Städten. Der Plan für das Ende des Jahres ist viel ehrgeiziger: 20.000 Stationen im Inland.

In Europa startete das erste megawattstarke Projekt von BYD im Mai 2026 in Deutschland. Bis Ende 2026 möchte das Unternehmen insgesamt etwa 6.000 solcher Stationen im Ausland haben, wovon rund 3.000 in Europa entstehen sollen und durch das Händlernetz der Marke ausgebaut werden.

Das ist eine Bewegung, die mehr über das „Ökosystem“ aussagt als die Slides selbst. Wenn BYD tatsächlich Tausende eigener Hochleistungs-Ladestationen aufbaut, wird es nicht mehr nur ein Automobilhersteller sein, sondern zu einem Akteur im Infrastrukturbereich – also dorthin, wo heute die Hälfte des Komforts beim Einsatz von Elektrofahrzeugen entsteht.

Deutschland kauft immer häufiger BYD-Fahrzeuge

Im Juli 2026 registrierte BYD in Deutschland 5.240 neue Fahrzeuge, was einem Anstieg von 365,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Dadurch wurde die Marke zum meistverkauften chinesischen Automobilhersteller auf diesem Markt.

Bis zum Ende von sieben Monaten im Jahr 2026 stieg die Zahl der BYD-Registrierungen in Deutschland auf 31.492 Einheiten, was einem Anstieg von 322,8 Prozent im Jahresvergleich entspricht. Die technologische Auszeichnung sowie der steigende Absatz auf dem größten europäischen Markt bilden hier eine zusammenhängende Geschichte.

Falls BYD dieses Verkaufstempo mit seinem eigenen Netzwerk an Megawatt-Ladestationen verbindet, könnten Deutschland für die Marke wichtiger werden als viele Märkte in Asien – glauben Sie, dass europäische Hersteller heute eine Antwort auf ein solches Paket haben: Auto, Batterie und Infrastruktur in einem?

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