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BYD möchte 3 Automobilfabriken und 1 Batteriefabrik in Europa. Spanien und Frankreich vor Italien

BYD möchte 3 Automobilfabriken und 1 Batteriefabrik in Europa. Spanien und Frankreich vor Italien

BYD plant langfristig drei Automobilwerke und eine Batteriefabrik in Europa, um den Verkauf zu steigern und den Vorgaben der EU gerecht zu werden. Diesen Fahrplan legte am 17. September in Turin Alfredo Altavilla, BYDs Europa-Berater und ehemaliger Manager bei Fiat Chrysler, vor. Für Autofahrer in Polen ist das ein klares Signal: Die Chinesen wollen nicht mehr nur Autos in die EU importieren, sondern hier ernsthaft eine Infrastruktur aufbauen.

Das erste europäische BYD-Werk entsteht derzeit in Ungarn. Der Standort für das zweite Montagewerk soll bis Ende 2026 festgelegt werden, und das Unternehmen zieht es vor, eine bestehende Fabrik zu übernehmen und zu modernisieren, anstatt alles von Grund auf aufzubauen. Das ist vernünftig, denn so geht es schneller und in der Regel günstiger.

Das zweite Werk bis zum Ende des Jahres – Favoriten sind Spanien und Frankreich.

Laut Altavillas Aussagen verhandelt BYD mit europäischen Herstellern und Regierungen über die Übernahme untergenutzter Automobilfabriken. Auf der kurzen Liste stehen Spanien und Frankreich, während Italien weiterhin im Spiel ist – aber eher als Notfallplan.

Sogar ein direkter Zitat wurde gegeben: „Italien bleibt ein Plan B“. Mit anderen Worten sind die Italiener heute eine Reserve, während BYD nach einem Ort mit den besten Konditionen sucht. Lesen Sie dazu: Kosten, staatliche Unterstützung, Personal und Geschwindigkeit der Verfahren.

Das ist kein Zufall. Die Europäische Union hat zusätzliche Zölle auf in China hergestellte Elektrofahrzeuge verhängt, und dazu kommen wieder Ideen für Regeln im Stil von „Made in Europe“. Wenn ein Hersteller viel verkaufen will und nicht zum Opfer der Zölle werden möchte, wird eine lokale Produktion fast zur Pflicht.

Auch auf Hybride wächst der Zolldruck, und BYD hat immer größeren Appetit.

Der zweite Aspekt ist genauso interessant. Die Financial Times berichtete bereits, dass die EU nach einem verhandelten Importlimit für chinesische Hybride sucht, und falls keine Einigung erzielt wird, könnten die Zölle steigen. Dadurch erhöht sich der Handelsdruck von BEVs auch auf Hybride und treibt chinesische Marken noch stärker dazu, mit eigenen Fabriken nach Europa zu kommen.

BYD hat Grund zur Hoffnung. In den ersten 8 Monaten des Jahres 2026 stieg der Auslandsumsatz des Unternehmens im Vergleich zum Vorjahr um 85,72 Prozent auf 1.162.260 Fahrzeuge. Allein im August 2026 wurden Rekordzahlen von 189.466 Autos verkauft, was einem Anstieg von 134,45 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Zudem machten diese Fahrzeuge bereits 43,03 Prozent des gesamten monatlichen Umsatzes des Konzerns aus. Hier sind alle Märkte außerhalb Chinas gemeint, nicht nur Europa.

Die Führung hat außerdem das Ziel für 2026 auf 1,9–2,0 Millionen Fahrzeuge außerhalb Chinas erhöht und für 2027 strebt man mehr als 2,5 Millionen an. Hinzu kommt die Offensive der Marke Denza in Europa mit neuen Showrooms in Turin und Paris.

Auf dem Papier ist der Plan sehr ehrgeizig, doch im Fall von BYD schützt die Verkaufsskala ihn bereits. Die Frage lautet nicht mehr, ob sie tiefer in Europa vordringen werden, sondern wo sie den nächsten Baustein setzen. Welches Land wird Ihrer Meinung nach die zweite BYD-Fabrik erhalten: Spanien, Frankreich oder Italien?

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