Burgenland: VBB nehmen weitere E-Busse und Ladesäulen in Betrieb

Die Verkehrsbetriebe Burgenland (VBB) haben 20 neue Ladesäulen für E-Busse installiert. Parallel dazu sind inzwischen neun Elektrobusse im Einsatz, die vor allem Zubringerlinien im Mittel- und Südburgenland bedienen.
Aktuell betreiben die VBB im östlichsten Bundesland Österreichs insgesamt rund 60 Ladesäulen. Im Rahmen der jüngsten Ausbauphase wurden 20 neue Säulen errichtet, davon 13 DC-Lader mit 160 kW bzw. zweimal 80 kW Leistung sowie sieben AC-Lader mit je zwei Ladepunkten und 22 kW Leistung. Letztere werden insbesondere für die Vorkonditionierung der kleineren Busse sowie für das Laden von BAST-Fahrzeugen (Anruf-Sammeltaxis) genutzt.
Seit Kurzem sind für die Verkehrsbetriebe Burgenland insgesamt neun rein elektrisch angetriebene Linienbusse unterwegs. Nach einem Pilotprojekt mit einem E-Linienbus in Parndorf wurden jetzt fünf Zubringerlinien im Mittel- und Südburgenland mit den neuen Elektrofahrzeugen ausgestattet, die Gemeinden und Dörfer mit den Knotenpunkten an den VBB-Hauptachsen verbinden.
Derzeit kommen bei den VBB zwei verschiedene E-Bus-Typen zum Einsatz: Der Mercedes-Benz e-Citaro in der 12-Meter-Ausführung sowie kleinere Fahrzeuge des österreichischen Herstellers K-Bus, und zwar kompakte 20-Sitzer mit zusätzlichen 15 Stehplätzen. K-Bus hat sich auf Umbauten spezialisiert und vergangenes Jahr zum Beispiel zehn vollelektrische Midi-Busse auf Basis des Mercedes-Benz EQV bzw. eVito mit je 17 Sitzplätzen nach Sizilien geliefert. Welches Modell von K-Bus vom VBB beschafft wurde, ist allerdings unbekannt.
Finanziert wird das 5,7 Millionen Euro teure Elektrobus-Projekt der Verkehrsbetriebe Burgenland aus Geldern der EU und der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft. Die Mehrkosten der E-Busse im Vergleich zu Dieselbussen wurden etwa mit 80 Prozent gefördert, die Errichtung der Ladeinfrastruktur mit 40 Prozent.