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Bremen: BSAG geht bei der Bus-Elektrifizierung in die Vollen

Bremen: BSAG geht bei der Bus-Elektrifizierung in die Vollen

Die Bremer Straßenbahn AG (BSAG) baut laut einem Zeitungsbericht zwei weitere Betriebshöfe um, errichtet einen komplett neues Depot und schafft langfristig 139 Elektrobusse an. Das Ziel: Bis zum Jahr 2037 will die BSAG ihre komplette Busflotte auf klimaneutrale Antriebe umgestellt haben.

Die Bremer Straßenbahn AG unterhält in ihrer Flotte aktuell rund 70 Elektrobusse, was rund ein Viertel des Fuhrparks ausmacht. Allein 50 Einheiten und ein umgerüstetes Depot im Stadtteil Blumenthal nahm das Unternehmen im vergangenen Jahr in Betrieb. Nun stehen auch die Planungen für die weitere Elektrifizierung: Wie die Kreiszeitung unter Berufung auf eine Machbarkeitsstudie berichtet, sollen 2032 weitere 57 E-Busse, 2035 nochmals 39 E-Busse und 2037 43 E-Busse folgen – zusammen ergibt dies die eingangs erwähnten 139 Einheiten. Stationiert werden sollen diese Fahrzeuge in drei Depots, die zu diesem Zweck gebaut bzw. umgerüstet werden.

Dabei plant die BSAG mit einem Investitionsvolumen von rund 390 Millionen Euro für die Busdepots und die Beschaffung der Elektrobusse. Etwa 50 Millionen Euro entfallen dabei auf den Bau eines neuen Betriebshofs im Industriehafen, rund 180 Millionen Euro auf den Kauf besagter Elektrobusse und etwa 160 Millionen Euro auf die Umrüstung der Betriebshöfe in der Neustadt und der Vahr. Hinzu kommen voraussichtliche Planungskosten von rund 28 Millionen Euro.

Die Kreiszeitung präzisiert zudem, dass der neue Betriebshof im Industriehafen bis 2029 fertig sein und einen Mischbetrieb mit 60 Elektro- und 40 Dieselbussen unterstützen soll. Für den Stromnachschub sollen u.a. Schnellladeplätze mit 300 kW Leistung vorgesehen sein. Dass anfangs auch Kapazitäten für Diesel-Busse geschaffen werden, hängt damit zusammen, dass während des Umbaus anderer Depots die dort eigentlich stationierten Diesel-Fahrzeuge im Industriehafen unterkommen sollen. Im Endausbau wird der Betriebshof laut den Verantwortlichen aber „vollständig auf Elektrobusse ausgerichtet sein und Platz für rund 110 Busse bieten“.

Der Umbau des Betriebshofs Neustadt ist derweil für den Zeitraum 2028 bis 2032 vorgesehen. Die Neue Vahr soll bis 2035 fertig umgebaut sein. Die dort bisher installierte Ladeinfrastruktur für rund 20 E-Busse gilt als Provisorium und soll in umfängliche Ladeanlagen münden. Das Depot Neustadt erhält zudem eine neue Werkstatt.

Mit dieser Planung sieht sich die BSAG gut gerüstet, um bis 2037 ihre komplette Busflotte auf klimaneutrale Antriebe umzustellen. Erstellt wurde die als Planungs-Unterbau dienende Machbarkeitsstudie vom Büros „ebusplan“ aus Aachen. Mit der Elektrifizierung ihres ÖPNV an sich beschäftigen sich die Bremer übrigens schon lange: Das von der BSAG bereits 2019 formulierte Zwischenziel, bis 2025 rund 50 Prozent der Betriebsleistung im Stadtgebiet emissionsfrei zu erbringen, ist laut Angaben der Unternehmensleitung bereits erreicht, heißt es in der Kreiszeitung. Dazu waren neben den Straßenbahnen etwa 55 Elektrobusse vorgesehen. Inzwischen sind es wie erwähnt 70 E-Busse.