← Zurück zu den Nachrichten
Fahrzeuge

Brandenburg möchte fahrerlose Tesla-Fahrzeuge aufs Land schicken. Model Y und Robotaxi anstelle der seltenen Busse

Brandenburg möchte fahrerlose Tesla-Fahrzeuge aufs Land schicken. Model Y und Robotaxi anstelle der seltenen Busse

Brandenburg prüft, ob autonome Teslas in den öffentlichen Nahverkehr auf ländlichen Gebieten integriert werden können. Der Verkehrsminister Robert Crumbach bestätigte Gespräche mit Tesla und spricht offen davon, das derzeitige System der On-Demand-Busse zu ergänzen.

Die Idee ist einfach: Wo der Bus ein- oder zweimal täglich fährt, soll ein kleines fahrerloses Fahrzeug den Service übernehmen. Für die Einwohner klingt das sinnvoll, doch derzeit ist das größte Problem nicht das Fahrzeug selbst, sondern das Recht sowie die tatsächliche Bereitschaft für einen solchen Service.

Nicht der Tesla-Bus, sondern eher ein Model Y oder Robotaxi

Brandenburg spricht nicht von klassischen Shuttle-Bussen, denn Tesla verkauft diese heutzutage einfach nicht. In Frage kommen Personenwagen wie das Model Y oder zukünftige Robotaxis, die als flexible On-Demand-Mikrotransportmittel dienen könnten.

Das ist ein interessanter Detail, denn es zeigt gut den Unterschied zwischen einer politischen Ankündigung und einem fertigen Produkt. Tesla plant den Cybercab und hat auch den Robovan vorgestellt, über den wir bereits im Zusammenhang mit der Vision einer autonomen Mobilität berichtet haben. Allerdings ist der Robovan immer noch eher eine Verheißung als ein Werkzeug, das morgen bereits in den Fahrplan im Bezirk bei Berlin aufgenommen werden kann.

Crumbach spricht von einer Ergänzung des aktuellen Rufbus-Systems. Es handelt sich dabei um das deutsche Äquivalent zum Auftragsverkehr, der entweder in Linienform oder mit Minibussen und Taxis durchgeführt wird. Das Problem sind die starren Verfügbarkeitszeiten sowie der Mangel an Fahrern. Genau dieser zweite Punkt klingt heute realistischer als die marketingorientierten Slogans über die Zukunft.

Wer profitiert und wo liegt der Haken

Der Minister nennt zwei Gruppen: Senioren und Jugendliche, die zur Schule oder zu Praktika fahren. In vielen Teilen Brandenburgs ist ein Auto nach wie vor notwendig, aber nicht jeder kann fahren. Wenn daher ein autonomer Fahrdienst genauso bestellt werden könnte wie der heutige Bus per Telefon, hätte ein solches System Sinn.

Es gibt einen Haken – und zwar einen großen. Tesla bietet in Europa noch keinen vollständig implementierten fahrerlosen Robotaxi-Service an, und das in den USA bekannte Full Self-Driving ist in der Europäischen Union nicht frei für solche Aufgaben zugelassen. Wir sprechen also eher von einer politischen Richtung als von einer unterzeichneten Umsetzung mit Startdatum.

Dazu kommt die Verantwortung für Unfälle, Homologation, Fernüberwachung der Flotte sowie Integration in den örtlichen öffentlichen Nahverkehr. Auf dem Papier scheint das günstiger zu sein als die Instandhaltung eines leeren Busses mit Fahrer. In der Praxis ist auch die Kosten für ein einzelnes Auto nicht gering. Der Tesla Model Y kostet in Deutschland heute etwa 45-50 Tausend Euro, was vor lokalen Gebühren und Ausstattungen etwa 190-215 Tausend Złoty entspricht. Dedizierte Robotaxi müssen, falls sie tatsächlich auf den Markt kommen, nicht unbedingt sofort günstiger im Kauf sein als gewöhnliche Autos.

Brandenburg hat hier einen Vorteil. In der Nähe befindet sich die Gigafactory Berlin-Brandenburg, wodurch Gespräche mit Tesla logistisch und politisch natürlich sind. Doch die Nähe der Fabrik löst keine regulatorischen Probleme. Ohne grünes Licht durch die Gesetzgebung bleibt ein solches Projekt auf der Ebene von Präsentationen und Pilotprojekten stecken.

Falls Deutschland dieses Modell tatsächlich auf dem Land durchsetzt, wird der Druck auf ähnliche Tests in anderen Ländern der Union schnell zunehmen. Die Frage ist nur, ob als Erstes ein echtes Robotaxi aufs Land kommt oder es sich einfach um eine weitere ehrgeizige Ankündigung von Tesla handelt. Wie würden Sie wetten: Werden wir in Brandenburg eher ein autonomes Model Y sehen, oder wird letztendlich ein gewöhnlicher Bus die Versprechen übertrumpfen?

Bestellen Sie Ihr Tesla und nutzen Sie die Kaufboni über den Empfehlungslink!

Newsletter LovEV

Möchten Sie mehr solcher Inhalte?

Tragen Sie sich ein – wir senden Ihnen einen Wochenüberblick, sobald der Newsletter startet.