BOW: Stellantis Pro One präsentiert ein autonomes Lieferfahrzeug

Bei der IAA Transportation präsentiert Stellantis Pro One das BOW („Box on Wheels“) – ein autonomes elektrisches Lieferfahrzeug, das entwickelt wurde, um neue Ansätze für den Stadtverkehr zu testen. Das Konzeptfahrzeug entstand in Zusammenarbeit mit UQI Robotics und soll als Plattform für ein tief integriertes Ökosystem dienen.
Autonomes Konzeptfahrzeug BOW (Box on Wheels)
Bild: Stellantis
Stellantis Pro One und UQI Robotics arbeiten gemeinsam an Konzepten für autonome Lieferlösungen. Auf der IAA Transportation in Hannover wird das gemeinsam entwickelte Konzeptfahrzeug BOW – abgekürzt für „Box-on-Wheels“ – erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt. Es wurde für den urbanen Logistikbereich sowie Geschäftskunden konzipiert. Das Vorhaben zielt darauf ab, den sich wandelnden Anforderungen von Logistikunternehmen gerecht zu werden und neue Ansätze für die Letztlieferkette zu entwickeln.
Das Konzeptfahrzeug BOW ist ein vollständig elektrisches und autonomes Logistikfahrzeug, das speziell für Aufgaben im städtischen Lieferwesen sowie die Letztlieferung entwickelt wurde. Neben seinen reinen Transportfunktionen soll das Fahrzeug als integrierte Logistikplattform dienen, um die Betriebseffizienz und Nachhaltigkeit zu verbessern.
Stellantis Pro One hat potenzielle Anwendungsbereiche für BOW jenseits der städtischen Lieferung identifiziert, einschließlich abgeschlossener Bereiche wie Industrieanlagen, Flughäfen, Krankenhäuser sowie Zonen mit strengen Zugangseinschränkungen oder geringen Emissionsgrenzen. Allerdings haben Stellantis Pro One und UQI Robotics bislang keine konkreten technischen Details wie die Akkukapazität, Reichweite, Tragfähigkeit oder die verwendeten Sensoren offengelegt.
Jenseits von BOW – auf ein Ökosystem zu
Die Zusammenarbeit erstreckt sich über das Konzeptfahrzeug BOW hinaus. Stellantis Pro One bringt sein Branchenwissen in Sachen Nutzfahrzeuge sowie sein Verständnis der betrieblichen Anforderungen professioneller Nutzer ein. UQI Robotics bietet technisches Know-how in den Bereichen Künstliche Intelligenz, Robotik und autonome Systeme. UQI Robotics ist ein Joint Venture, das 2020 von UBTECH und Miracle Automation gegründet wurde und auf Erfahrungen aus Einsätzen in über 60 Städten weltweit zurückgreift.
In der ersten Phase wird sich der geografische Fokus der Validierungsmaßnahmen auf Europa richten. Ziel ist es, zu bewerten, wie autonome Logistiklösungen, Elektrifizierung, Vernetzung und unterstützende Dienstleistungen zu einer integrierten Lösung für zukünftige Logistikprozesse kombiniert werden können. In späteren Projektphasen wird auch eine Expansion in internationale Märkte untersucht.
Teil der FaSTLAne 2030-Strategie
Stellantis Pro One plant außerdem die Einführung eines umfassenden Support-Systems für Kunden. Dazu gehören Dienstleistungen, Integration von Fuhrparks sowie Geschäftslösungen zur Steigerung der Betriebseffizienz und Unterstützung nachhaltigere Liefermodelle. Die Entwicklung ist zudem Teil der „FaSTLAne 2030“-Strategie des Unternehmens, die kundenorientierte Technologien mit strategischen Branchenpartnerschaften verbindet.
„Die in Hannover vorgestellten Innovationen spiegeln die konkreten Maßnahmen unseres FaSTLAne 2030-Aktionsplans wider“, sagte Eric Laforge, Global Senior Vice President von Stellantis Pro One. „Im Rahmen dieser Zusammenarbeit mit UQI Robotics untersuchen wir, wie autonome Technologien, Vernetzung und Dienstleistungen zum zukünftigen Bild der gewerblichen Mobilität beitragen können. Obwohl autonome städtische Gewerbefahrzeuge in China bereits Realität sind, ermöglicht uns diese Partnerschaft, zu prüfen, wie solche Technologien auf andere Märkte und Kundenbedürfnisse angepasst werden können. Gemeinsam möchten wir einen wirklich bahnbrechenden Ansatz für den Sektor der leichten Gewerbefahrzeuge entwickeln und die Rolle des Fahrzeugs von einem Transportmittel zu einer integrierten Logistikplattform erweitern, die Betreibern dabei hilft, Effizienz, Produktivität und Nachhaltigkeit zu steigern.“