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BMW setzt angesichts unsicherer Märkte weiter auf Technologieoffenheit

BMW setzt angesichts unsicherer Märkte weiter auf Technologieoffenheit
BMW-M2

Bild: BMW

BMW unterzieht seine zukünftige Produktstrategie laut einem Bericht einer umfassenden Neubewertung. Der deutsche Automobilhersteller prüft demnach derzeit, welche Modelle in der zweiten Hälfte dieses Jahrzehnts in die Produktion gehen sollen. Diese Entscheidung erfolgt als Reaktion auf veränderte Marktbedingungen.

Ein wesentlicher Grund für diese Überprüfung ist die schwache Nachfrage in China, schreibt Autocar. Zudem sieht sich das Unternehmen einem wachsenden Druck durch neue chinesische Wettbewerber ausgesetzt. Auch strengere Handelsbarrieren in den USA sowie auseinanderstrebende globale Anforderungen beeinflussen die Planung des Konzerns.

BMWs neuer Konzernchef Milan Nedeljković beschrieb die Veränderungen in der Automobilbranche im vergangenen Jahr als dramatisch. Das Unternehmen nehme daher eine neue Perspektive ein, anstatt davon auszugehen, dass bestehende Angebote für alle Märkte gleichermaßen geeignet sind. Er betonte Autocar zufolge, dass BMW in verschiedenen Bereichen signifikante Schritte unternimmt und das Tempo erhöht.

Im Rahmen dieser Neuausrichtung soll der Konzern den Bedarf an bestimmten Technologien, Modellvarianten und Antriebssträngen neu prüfen. Zudem wird untersucht, in welchen Bereichen neue Partnerschaften wirtschaftlich und technologisch sinnvoll sein könnten.

Interne Quellen aus der Münchner Zentrale deuten laut Autocar darauf hin, dass ein Modell bereits zurückgestellt wurde. Das geplante Luxus-SUV G74 als Wettbewerber zur Mercedes G-Klasse habe keine finale Genehmigung erhalten und befinde sich derzeit auf Eis. Ursprünglich als elektrisches Konzept auf Basis der Elektroauto-Plattform „Neue Klasse“ geplant, sollte das Modell zuletzt auf der flexiblen CLAR-Architektur basieren und verschiedene Antriebe bieten.

Die schwierige Lage im Mega-Markt China stellt nach Ansicht von Nedeljković eine der größten Herausforderungen dar. Neue Konkurrenten aus der Volksrepublik expandieren zudem über das Heimatland hinaus nach Europa, Lateinamerika und in den asiatisch-pazifischen Raum. Zusätzliche Faktoren wie Zölle, Handelsbarrieren, Währungsschwankungen sowie regulatorische Verschärfungen in Europa beeinflussen das Geschäft. Vor diesem Hintergrund gab BMW Mitte Juni überraschend eine Gewinnwarnung heraus.

Angesichts der unsicheren und in den Märkten teils sehr unterschiedlichen Entwicklung wird BMW dem Bericht zufolge weiter auf einen technologieoffenen Ansatz setzen. „Die Bedürfnisse und Erwartungen der Kunden unterscheiden sich von Markt zu Markt erheblich – und sogar innerhalb einzelner Märkte“, wird Nedeljković zitiert. „Unsere Umsatzzahlen im zweiten Quartal spiegeln diese Realität und die Stärke unseres technologieoffenen Ansatzes wider.“

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Über den Autor

Thomas Langenbucher ist Experte für Elektromobilität mit beruflichen Stationen in der Automobilindustrie und Finanzbranche. Seit 2011 berichtet er auf ecomento.de über Elektroautos, nachhaltige Technologien und Mobilitätslösungen. Mehr erfahren.

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