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Politik

BMW bereitet den Regensburg-Werkstand für die Neue Klasse vor

BMW bereitet den Regensburg-Werkstand für die Neue Klasse vor

BMW treibt die Vorbereitungen für die Neue Klasse in seinem Werk in Regensburg voran. Während einer dreiwöchigen Produktionspause installierte der Automobilhersteller unter anderem eine neue Vorausmontagelinie zur Integration von Hochvoltbatterien.

Laut dem bayerischen Hersteller wurde die Fahrzeugproduktion im Werk Regensburg vom 8. bis zum 30. August unterbrochen. Im Bereich der Presswerkstätte, Karosseriefertigung, Lackiererei, Fahrzeugmontage und Logistik wurden mehrere hundert Maßnahmen umgesetzt. Mehr als 1.000 Mitarbeiter aus Partnerunternehmen waren beteiligt. Seit Anfang dieser Woche laufen die aktuellen Modelle – BMW X1 und X2 sowie ihre elektrischen Varianten iX1 und iX2 – wie geplant wieder von der Produktionslinie.

Der Schwerpunkt der Arbeiten lag auf einer neuen Vorbereitungsstraße für Energiemodule (VEMs), an der die Hochvoltbatterie mit dem Fahrzeugkarosserierahmen verbunden wird. Dies ist für die zukünftige Produktion von Fahrzeugen auf der elektrischen Plattform Neue Klasse unerlässlich. In Anlehnung an die klassische „Verbindung“ von Karosserie und Antriebssystem bezeichnet BMW diesen Schritt als „Batterieverbindung“.

Bei Modellen der Neue Klasse wird die Batterie bereits zu Beginn des Fahrzeugbaus mit dem Karosserierahmen verbunden. Dafür hat BMW eine neue Montagelinie eingebaut. Zudem wurde in einem angrenzenden Gebäude ein Hochlager errichtet, das ausreicht, um Energiemodule für einen vollen Produktionstag zu lagern.

Neue Vormontage für Hochvoltbatterien im BMW-Werk Regensburg für die Produktion der Neuen Klasse.

Von dort aus werden die Hochvoltbatterien vollautomatisch und in der erforderlichen Reihenfolge über eine Transportbrücke in den Vormontagebereich gebracht. Ein Gantry-Greifer nimmt die Batterien aus ihren Transportbehältern und legt sie auf die VEM-Linie. Anschließend schrauben Roboter die Batterie mit dem Fahrzeugkörper zusammen und integrieren das Hochvolt-Speichersystem in die Fahrzeugstruktur, bevor es in den regulären Montageprozess eintritt.

BMW passt die gesamte Montage für die Neue Klasse an

Die Arbeiten erstreckten sich über die Integration der neuen Batterie hinaus. Laut BMW wurde jede Fertigungsstätte für den Fahrzeugbau aktualisiert. Dadurch soll künftig eine flexible Produktion verschiedener Modelle und Antriebsarten, einschließlich der Neue Klasse, in denselben Linien ermöglicht werden.

In Regensburg laufen die Vorbereitungen bereits seit einiger Zeit. Bereits bei der Jahreswende 2024/2025 hatte BMW unter anderem den Karosseriebau, die Lackiererei sowie den Fahrzeugbau angepasst. Im März 2025 beauftragte der Hersteller außerdem eine zusätzliche Karosseriefabrik im benachbarten Neutraubling, wo weitere Karosserien für die X1-Reihe hergestellt werden.

Derzeit produziert BMW den X1/iX1 sowie den X2/iX2 in Regensburg mit verschiedenen Antriebsformen – von Verbrennungsmotoren über Plug-in-Hybride bis hin zu rein elektrischen Varianten. Täglich verlassen mehr als 1.400 Fahrzeuge das Werk. Im Jahr 2024 wurden dort etwa 342.500 Autos hergestellt, wodurch Regensburg zum Produktionswerk mit dem höchsten Volumen der BMW Group in Europa wird. Mehr als ein Drittel der Produktion im vergangenen Jahr bestand aus elektrifizierten Modellen.

BMW hat noch nicht genau mitgeteilt, wann die Neue Klasse in Regensburg in Serienproduktion gehen wird oder welches Modell als erstes von der Produktionslinie rollt. Der Hersteller erwähnt lediglich einen Produktionsstart in der zweiten Hälfte dieses Jahrzehnts. Dennoch ist die neu installierte Batteriefertigungsanlage zweifellos entscheidend dafür.