Der BMW iX3 hat in Europa 100.000 Bestellungen erhalten. Heute ist dieses Modell das dritte BMW-E-Auto, das am meisten verkauft wird.

Ein Jahr nach Beginn des Verkaufs gab BMW bekannt, dass das neue iX3 in Europa bereits über 100.000 Bestellungen erhalten hat. Das entspricht etwa einem Drittel aller Bestellungen für BMW-Elektrofahrzeuge seit September 2025 und ist der beste Markteinstieg eines neuen Modells in der Geschichte der Marke.
Für BMW ist das ein starkes Signal dafür, dass die Neue Klasse nicht nur auf schönen Präsentationen beruht. Für Fahrer ist etwas anderes wichtiger: Ob hinter einem guten Start auch ein echtes Produkt steht und nicht nur eine Warteliste von Interessenten.
iX3 erzielt Ergebnisse, wie BMW sie zuvor nicht hatte
Bereits sechs Monate nach der Präsentation sprach Oliver Zipse von 50.000 Bestellungen. Jetzt hat die Zahl bereits 100.000 pro Jahr erreicht – und das bezieht sich nur auf Europa. Jochen Goller, Leiter Vertrieb und Marketing bei BMW, bezeichnete dieses Ergebnis als „fantastischen Start“ für die Neue Klasse.
Laut Der Spiegel ist das neue iX3 für etwa jedes dritte Bestellangebot für ein elektrisches BMW-Modell seit seinem Debüt im September 2025 verantwortlich. Zudem soll das Auto etwa die Hälfte der Bestellungen für die gesamte X3-Familie ausmachen. Es handelt sich dabei nicht mehr um eine Nische im Angebot, sondern um ein Modell, das die Verkaufszahlen antreibt.
Auch außerhalb Europas ist ein starkes Starten zu beobachten. In China wurde das iX3 letzten Monat zum Preis ab 269.900 Yuan in den Verkauf gegeben. Händler, die von 36Kr zitiert wurden, sagten unverblümt, dass nach der Preisankündigung die Verkaufsbereiche praktisch ununterbrochen in Betrieb waren und innerhalb weniger Wochen Zehntausende kleiner, vorläufiger Bestellungen eingegangen seien. Hier ist jedoch Besonnenheit gefragt, denn „blinde Vorbestellungen“ sind noch keine endgültigen Buchungen.
800 V, 400 kW und 805 km WLTP – auf dem Papier sieht das sehr vielversprechend aus.
iX3 ist das erste BMW-Elektrofahrzeug auf der Neue Klasse-Plattform und das erste Modell mit Gen6 eDrive-Antrieb. Der Hersteller gibt an, dass die Ladezeit um 30 Prozent kürzer und die Reichweite im Vergleich zur vorherigen Generation um 30 Prozent größer sei. Im Marketing gefallen Prozentzahlen, doch dahinter stecken bereits konkrete Zahlen.
Das neue iX3 verfügt über eine 800-V-Architektur, neue zylindrische Zellen sowie eine DC-Ladefunktion mit 400 kW. Laut BMW soll das Fahrzeug seine Energie in etwa 21 Minuten von 10 auf 80 Prozent aufladen können. Das klingt nach Spitzenniveau – vorausgesetzt natürlich, es steht eine ausreichend leistungsstarke Ladesäule sowie eine vorgewärmte Batterie zur Verfügung.
In Polen beginnt die Version iX3 40 bei 294.500 zł und bietet eine Reichweite von bis zu 637 km nach WLTP. Die iX3 50 xDrive kostet hingegen ab 334.500 zł und soll eine Reichweite von bis zu 805 km nach WLTP bieten. WLTP ist zwar weiterhin ein Laborwert, aber selbst nach Anpassung an die Realität wirken die Zahlen sehr beeindruckend. Bis Ende 2027 möchte BMW 40 neue oder überarbeitete Modelle mit der Neue Klasse-Technologie und -Stilistik auf den Markt bringen.
Falls diese 100.000 Bestellungen zu reibungslosen Lieferungen führen, könnte BMW endlich ein Elektrofahrzeug haben, das nicht nur eine „Alternative für treue Markenkunden“ ist. Was denken Sie – hat die iX3 die Chance, in Europa genauso viel Aufsehen zu erregen wie der Tesla Model Y, oder wird sie eher ein teures Highlight für BMWs Stammkunden bleiben?
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