Die Serienproduktion des BMW i3 beginnt in München

BMW hat in seiner Hauptfabrik in München die Serienproduktion seines zweiten Modells der Neue Klasse, des BMW i3, aufgenommen. Der Konzern gibt an, seit dem Start der Vorbestellungen im Juni eine hohe Nachfrage nach diesem rein elektrischen Limousinenmodell zu verzeichnen,
Am 6. August startete BMW offiziell die Serienproduktion des Modells in seinem Hauptsitz in München, wo eine besonders steile Steigerungskurve auf die Hersteller wartet. Das Unternehmen strebt an, die Produktion in kürzester Zeit von Null auf hohe Mengen auszubauen, um der starken Nachfrage nach den Fahrzeugen rechtzeitig gerecht zu werden. „Die Modelle der Neue Klasse erweisen sich als sehr beliebt. Das zweite Modell dieser Klasse, der BMW i3, weist bereits seit dem Öffnen der Bestellungen vor seinem Markteinstieg eine starke Nachfrage auf“, sagte Jochen Goller, Vorstandsmitglied für Vertrieb bei BMW.
Zur Vorbereitung auf die Serienproduktion des i3 sowie zukünftiger Modelle der Neuen Klasse hat BMW seine Fabrik in der Nähe des Olympiaparks in München umfassend renoviert. Der Bau einer neuen Karosseriewerkstatt und eines neuen Montagehauses inklusive Logistikbereichen dauerte etwa vier Jahre. Im Dezember wurden die abschließenden Funktionsprüfungen der neuen Anlagen abgeschlossen, was den Beginn der Vorserienproduktion des i3 im Februar ermöglichte – obwohl das neue Elektromodell zu diesem Zeitpunkt buchstäblich geheim gehalten wurde und der i3 bei seinem ersten öffentlichen Auftritt unter Tarnfolie verborgen war.
Bis Mitte März wurde die Tarnung entfernt, und seitdem wurde der vollständig elektrische 3er Series in seiner Gesamtheit vorgestellt. Angesichts des hohen Interesses an diesem Fahrzeug, das als zweites Modell der Neue Klasse auf den elektrischen SUV BMW iX3 folgt, hat BMW die Öffnung der Bestelllisten für den i3 vorverlegt – eine „Erste Auflage“ dieses elektrischen Mittelklasse-Salons steht seit Mitte Juni zum Bestellen bereit und kostet 75.340 Euro. BMW hat außerdem bereits den Preis für die spätere Basismodellversion, den i3 50 xDrive, bekannt gegeben: Die Einstiegsvariante der elektrischen 3er Series wird bei 65.900 Euro beginnen.
Raymond Wittmann, Vorstandsmitglied für Produktion bei BMW, beschreibt den Start der Serienproduktion als eine „neue Ära“ für das Werk in München: „Mit dem rein elektrischen BMW i3 bringen wir das zusammen, was zusammengehört: Die 3er-Reihe verkörpert BMW mehr als fast jedes andere Modell – und das Werk München steht für unsere Marke mehr als fast jeder andere Produktionsstandort. Die einzigartige Kombination aus Hauptsitz, Entwicklung und Produktion in unserem Hauptwerk in München ist eine wichtige Triebkraft für unser globales Produktionsnetzwerk: Jedes unserer Werke profitiert von der Erfahrung und dem Wissen, das durch den Start der Neue Klasse in München gewonnen wurde.“

Durch den Beginn der Produktion des BMW i3 hat das Werk in München gleichzeitig seine Herstellungskosten um 10 Prozent gesenkt. Diesem Erfolg werden zukunftsorientiertes Planen, enge Zusammenarbeit mit Entwicklerteams und Lieferanten sowie moderne Produktionstechnologien in den neuen Anlagen zugeschrieben. BMW gibt an, dass neben optimierten Produktionsprozessen, gezielter Automatisierung und Digitalisierung auch die neue Fahrzeugarchitektur der Neue Klasse zur Effizienz beiträgt.
Wie bereits 2024 angekündigt, plant BMW, ab 2027 ausschließlich batterieelektrische Fahrzeuge in München herzustellen. Damit wird es die zweite rein elektrische Fahrzeugfabrik des Unternehmens werden, nach der völlig neuen Fabrik in Debrecen, Ungarn, wo der BMW iX3 hergestellt wird. Laut BMW werden in Kürze weitere Modelle der Neuen Klasse folgen, wodurch die Zukunftsfähigkeit des Münchner Hauptsitzes für Jahrzehnte gesichert wird.