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BGL und Depotcharge starten gemeinsames E-Lkw-Ladenetz

BGL und Depotcharge starten gemeinsames E-Lkw-Ladenetz

Der Bundesverband Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL) und Depotcharge wollen ein halböffentliches Ladenetz für Elektro-Lkw in Deutschland aufbauen. Dafür können Speditionen freie Ladepunkte an ihren Depots für andere Flotten öffnen. Auch die E.L.V.I.S. AG beteiligt sich an der Branchenlösung.

Die Depotcharge-Geschäftsführer Joscha Specks (l.) und Julius Wilhelm.

Bild: Depotcharge GmbH

Der BGL mit rund 7.000 in seinen Landesverbänden organisierten Unternehmen macht die Plattform dafür zum Ladenetz für seine Mitglieder. Speditionen können freie Ladekapazitäten anderen Flotten zur Verfügung stellen und zugleich Ladepunkte anderer Teilnehmer nutzen. Preise, Zugangsregeln und Verfügbarkeit legen die Betreiber selbst fest. Depotcharge übernimmt unter anderem Zugangssteuerung, Abrechnung und Zahlungsabwicklung. Die Plattform soll unabhängig von Ladehardware, Backend und Fahrzeughersteller funktionieren.

Nach Angaben des Münchner Startups sind bereits mehr als 200 Unternehmen mit rund 600 Elektro-Lkw registriert. Zusätzliche Reichweite bringt die E.L.V.I.S. AG ein: Die Einkaufsgemeinschaft mit mehr als 250 Partnerunternehmen an über 350 Standorten will ihre Mitglieder in BGL Charge einbinden.

Das Konzept hat Depotcharge bereits in der Schweiz eingeführt. Dort nutzt der Nutzfahrzeugverband ASTAG die Plattform seit Mai für ASTAG Charge, über das seine Mitglieder ihre Ladeinfrastruktur untereinander teilen können. Dieses Verbandsmodell wird nun mit dem BGL nach Deutschland übertragen. Depotcharge selbst war hierzulande bereits zuvor verfügbar.

Parallel will das Unternehmen weiter expandieren. Innerhalb der kommenden zwei Jahre soll gemeinsam mit Verbandspartnern ein Ladenetz für den elektrischen Güterverkehr in der DACH-Region und den Benelux-Ländern entstehen. Dafür hat Depotcharge eine Pre-Seed-Finanzierung über 2,7 Millionen Euro abgeschlossen. Lead-Investor ist der High-Tech-Gründerfonds (HTGF), beteiligt sind außerdem xdeck Ventures, Kopa Ventures, Prequel Ventures sowie mehrere Business Angels.

Das Kapital soll in die internationale Expansion und die Weiterentwicklung der Plattform fließen. Geplant sind unter anderem Reservierungsfunktionen, offene Schnittstellen und die Anbindung an bestehende Transportmanagementsysteme.

_Quelle: Info per Email_