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Bahnhof Fangschleuse rückt näher an Tesla-Werk in Grünheide

Bahnhof Fangschleuse rückt näher an Tesla-Werk in Grünheide

Der neue Bahnhof Fangschleuse nahe des Tesla-Werks in Grünheide (Oder-Spree) ist in Betrieb. Perspektivisch soll er die Werkslogistik unterstützen und vor allem tausenden Beschäftigten der Fabrik das tägliche Pendeln nach Grünheide erleichtern. Denn deren Arbeitsweg verkürzt sich gegenüber dem alten Bahnhof deutlich.

Nach rund zwei Jahren Bauzeit ist der neue Personen- und Güterbahnhof seit dem Wochenende in Betrieb. Er liegt laut dem Nachrichtenportal RBB 24 etwa zwei Kilometer westlich vom bisherigen, gleichnamigen Personenbahnhof, der bisher als Halt des sogenannten Tesla-Shuttlezugs diente und nun zurückgebaut wird. Der Neubau ist im Gegensatz zum alten Bahnhof auf das nahe Werk ausgelegt: Er habe fünf zusätzliche Bahnhofgleise und zwei 740 Meter lange Überholgleise, so der RBB 24. Außerdem können dort nun RE1-Züge mit einer Länge von über 200 Metern halten. Auch ein neues Parkhaus am Bahnhof ist bereits nutzbar.

Diese Dimensionen sind laut der Bahn auch angebracht. Denn ihren Schätzungen zufolge dürfte der Bahnhof von bis zu 16.000 Fahrgästen pro Tag genutzt werden – allen voran von Beschäftigten des Tesla-Werks. Außerdem könnten den Bahn-Angaben nach perspektivisch bis zu 24 Güterzüge täglich die Fabrik anfahren und bis zu 2.400 Lkw ersetzen. Der neue Bahnhof liegt dabei grundsätzlich wesentlich näher an der Produktionsstätte als der alte Personenbahnhof, was den Mitarbeitern den Weg merklich verkürzt. Aus diesem Grund wird auch der bisherige Tesla-Shuttlezug, der von der Niederbarnimer Eisenbahn (NEB) verantwortet wurde, nach Informationen des Portals Golam eingestellt.

Zwar ist der neue Bahnhof nun in Betrieb, allerdings sind noch Restarbeiten – auch an der neuen Strecke – zu erledigen. Deshalb kommt es nach Informationen des RBB 24 in den kommenden Tagen auch weiterhin zu Zugausfällen und Schienenersatzverkehr – insbesondere nachts.