Bis zu 98 Prozent der Fahrer erleben Blendung. Am 7. November überprüfen Sie Ihre Scheinwerfer kostenlos an 1600 Stationen!

In diesem Artikel:
- Warum stellen falsch eingestellte Scheinwerfer eine Bedrohung für alle Verkehrsteilnehmer dar?
- Welche Beleuchtungsfehler werden von Diagnosegeräten bei Kontrollen am häufigsten festgestellt?
- Wo kann man die Lichtanlage kostenlos überprüfen und die Fahrsicherheit verbessern?
Gute Lichtanlagen bedeuten mehr Sicherheit!
Mit dem Herannahen des Herbstes fahren Fahrer immer häufiger im Dunkeln. Regen, Nebel und früher einsetzender Abenddämmerung sorgen dafür, dass die richtige Funktionsweise der Scheinwerfer einen direkten Einfluss auf die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer hat. Aus diesem Grund findet am 7. November eine weitere Ausgabe der landesweiten Kampagne „Ihre Lichtanlage – Unsere Sicherheit“ statt, die von der Polizei sowie dem Institut für Straßenverkehr organisiert wird.
Erinnern wir uns daran, dass an der Aktion mehr als 1600 Fahrzeugkontrollstellen in ganz Polen teilnehmen, an denen Fahrer den Zustand der Scheinwerfer, Lichtquellen sowie die richtige Einstellung der Abblendlichter kostenlos überprüfen können.
Ein Problem, das fast jeder Fahrer kennt
Laut Untersuchungen des Instituts für Straßenverkehr leidet fast jeder Fahrer unter diesem Phänomen: Bis zu 98 Prozent der Fahrer geben an, von anderen Verkehrsteilnehmern geblendet worden zu sein. Das zeigt, dass falsch eingestellte oder defekte Scheinwerfer weiterhin ein häufiges Problem auf den polnischen Straßen sind.
Wie Dr.-Ing. Piotr Kaźmierczak, Leiter des Forschungslabors für Photometrie bei ITS, betont, gehen viele Fahrer fälschlicherweise davon aus, dass stärkeres Licht immer eine höhere Sicherheit bedeutet. Dabei kann ein von den Lichtern geblender Fahrer aus entgegengesetzter Richtung selbst zur Ursache einer gefährlichen Situation werden. Der Experte weist darauf hin, dass das Licht ordnungsgemäß auf die Straße gerichtet sein sollte und eine regelmäßige Überprüfung der Scheinwerfer-Einstellungen sowohl für die eigene Sicherheit als auch für die der anderen Straßenbenutzer unerlässlich ist.
Laut Piotr Kaźmierczak sollten Fahrer außerdem ständig die Beleuchtungsqualität vor ihrem Fahrzeug beobachten. Wenn die Abblendlichter nur auf einem kurzen Streckenabschnitt der Straße Sicht ermöglichen, verkürzt sich die Reaktionszeit erheblich, was ein sicheres Anhalten des Fahrzeugs vor einem Hindernis erschweren kann.
Nicht nur eine durchgebrannte Glühbirne
Experten weisen darauf hin, dass sich Probleme mit der Beleuchtung nicht nur auf durchgebrannte Glühbirnen beschränken. Wie Dr.-Ing. Paweł Dziedziak vom Institut für Straßenverkehr erinnert, betreffen vier von zehn häufigsten Ursachen für negative Prüfergebnisse ausgerechnet die Außenbeleuchtung von Fahrzeugen.
Zu den am häufigsten festgestellten Defekten gehören zerbrochene Lampenschirme, Wasser in den Scheinwerfern, falsch montierte Glühbirnen sowie die Verwendung nicht homologierter Lichtquellen. Solche Elemente verschlechtern nicht nur die Sicht des Fahrers, sondern verursachen oft auch Blendung für Gegenverkehrsteilnehmer.

Experten von ITS betonen, dass selbst moderne LED-Scheinwerfer oder fortschrittliche adaptive Beleuchtungssysteme die Notwendigkeit regelmäßiger Kontrollen nicht beseitigen. Im Laufe der Fahrzeugnutzung ändern sich die Parameter der Federung, die Komponenten der Lampen verschleißen, und Verschmutzungen oder leichte Schäden können die Wirksamkeit der Lichter einschränken.
Sicherheit beginnt mit guter Sichtbarkeit
Selbstverständlich legt auch die Polizei Wert auf eine ordnungsgemäße Beleuchtung. Kommissar Robert Opas vom Verkehrsamt der Polizeihauptverwaltung erinnert daran, dass im Herbst die Lichter des Fahrzeugs aufgrund der schlechter werdenden Sichtbarkeit eine besondere Bedeutung erlangen.

Die Unfallstatistiken zeigen, dass Oktober der Monat mit der höchsten Anzahl an Verkehrsunfällen im vergangenen Jahr war. Ähnlich schlechte Werte gelten auch für November und Dezember. Laut Polizeibeamten könnte ein schlechter technischer Zustand der Beleuchtung zu einem Teil dieser Unfälle beigetragen haben oder deren Entstehung begünstigt haben.
Deshalb ermutigen die Organisatoren der Kampagne die Fahrer, den 7. November für eine kostenlose Überprüfung der Scheinwerfer zu nutzen – schließlich ist das nur wenig Aufwand, der zu besserer Sicht, mehr Fahrkomfort und vor allem zu einem höheren Sicherheitsniveau auf der Straße führen kann.
Oskar Włostowski