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Auf Elektromobilität ausgelegtes Wohnmobil soll über 400 Kilometer Reichweite schaffen

Auf Elektromobilität ausgelegtes Wohnmobil soll über 400 Kilometer Reichweite schaffen
CityFreighter-seitlich-von-vorn

Bild: CityFreighter

Vöhringer, Motive Development und CityFreighter präsentieren ein Konzeptfahrzeug auf Basis der vollelektrischen Skateboard-Plattform Evolve. Die Plattform wurde für rein batteriebetriebene Mobile entwickelt und bildet die Grundlage einer neuen Fahrzeugarchitektur.

Die Evolve-Plattform ermöglicht den Angaben nach mehr nutzbaren Wohnraum. Der Innenraum fällt größer aus, der Boden ist vollständig eben und die Einstiegshöhe geringer. Gleichzeitig nimmt die Stehhöhe im Innenraum zu.

Der Demonstrator verfügt über ein 128-kWh-Akkupack sowie eine Leichtbau-Innenausstattung mit Küche, Badezimmer, Wärmepumpe und Bordgeräten. Das Elektrofahrzeug wiegt weniger als 3,5 Tonnen. Für den Innenraum nennt Vöhringer durch seine Airply-Technologie eine Gewichtsersparnis von bis zu 45 Prozent.

Innerhalb der künftigen 4,25-Tonnen-Grenze der Führerscheinklasse B (Standarderlaubnis für Pkw) sollen damit noch rund 750 Kilogramm zusätzliche Nutzlast verfügbar sein. Diese können unter anderem für Passagiere, Gepäck, Fahrräder, Campingausrüstung, Frischwasser oder Sonderausstattungen genutzt werden. Der Demonstrator ist auf eine praktische Reichweite von mehr als 400 Kilometern ausgelegt, die laut den Entwicklern bei Straßen-Testfahrten bereits erreicht wurde.

Die Traktionsbatterie beliefert neben dem Antriebsstrang auch das Wohnmobil mit Energie und kann zudem ein mobiles Büro versorgen. Mit 200-kW-Gleichstrom-Schnellladung (DC) soll sich der Energiespeicher in etwa 20 Minuten von 10 auf 80 Prozent laden lassen. Solarmodule sollen sowohl die Reichweite als auch die Energieunabhängigkeit erhöhen.

CityFreighter E-Wohnmobil Interior

CityFreighter sieht in dem Projekt auch einen Einsatznachweis für die Evolve-Plattform in unterschiedlichen Spezialfahrzeugsegmenten. Die Batterie kann eigenständig gewartet, ausgetauscht oder aufgerüstet werden. Dieser Ansatz soll Wartungskosten senken, den langfristigen Restwert verbessern und neue Möglichkeiten für Konzepte der Kreislaufwirtschaft eröffnen.

Der demnächst beim Caravan Salon in Düsseldorf ausgestellte Demonstrator ist den Verantwortlichen zufolge eine Einladung an die Caravanindustrie, elektrische Wohnmobil von Grund auf neu zu konzipieren, ohne sich den bisherigen Beschränkungen unterwerfen zu müssen. Der Tourismusbranche eröffne ein solches Elektro-Reisemobil neue Anwendungsfelder.

An dem Konzeptfahrzeug sind mehrere spezialisierte Partner beteiligt. Vöhringer verantwortet den leichten Innenausbau, Motive Development das Außendesign und die Fahrzeugarchitektur, während CityFreighter die vollelektrische Skateboard-Plattform entwickelte. Opes Solar Mobility liefert die integrierte Photovoltaikanlage. Als weitere Partner werden Dometic, Isringhausen, Euramax, Zambelli, Jokon und Nolden genannt.

CityFreighter hat seinen Sitz in den USA. Das Unternehmen verfolgt laut einer Mitteilung das Ziel, mit einer universellen E-Plattform verschiedene spezialisierte Transportanwendungen zu elektrifizieren. Vöhringer aus dem baden-württembergischen Trochtelfingen nennt innovative Leichtbaulösungen für den Reisemobil- und Caravanmarkt als seine Kernkompetenz.

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Über den Autor

Thomas Langenbucher ist Experte für Elektromobilität mit beruflichen Stationen in der Automobilindustrie und Finanzbranche. Seit 2011 berichtet er auf ecomento.de über Elektroautos, nachhaltige Technologien und Mobilitätslösungen. Mehr erfahren.

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