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Alpitronic fügte einen kompakten Depot-Dispenser zum HYC1000 hinzu. Bis zu 400 kW für Bus- und Lkw-Batteriepakete.

Alpitronic fügte einen kompakten Depot-Dispenser zum HYC1000 hinzu. Bis zu 400 kW für Bus- und Lkw-Batteriepakete.

Alpitronic hat das Megawatt-Ladungssystem HYC1000 um einen neuen Depot Dispenser erweitert – also ein kleines Ladeterminal für Flotten in Depots. Das Gerät bietet eine Leistung von bis zu 400 kW, arbeitet mit einer Spannung von 150–1.000 V und wird erstmals öffentlich auf der IAA Transportation vorgestellt.

Es geht hier nicht um Rekordleistungen. Vielmehr soll der E-Bus oder E-Lkw bis zum Morgen geladen sein, damit der Betreiber kein Budget für übermäßig umfangreiche Infrastruktur ausgibt.

Kleineres Gehäuse, derselbe gemeinsame Power Cabinet

Den HYC1000 von Alpitronic zeigte das Unternehmen bereits im Februar 2025. Es handelt sich um ein System, bei dem die Leistungsmodule nicht in Stützen, sondern in einem separaten Power Cabinet untergebracht sind. Darin befinden sich acht Power Stacke mit jeweils 125 kW, sodass die Gesamtleistung 1 MW erreicht. Die Leistung kann auf maximal acht Ausgänge in Schritten von 62,5 kW aufgeteilt werden.

Der Hersteller gibt nun auch eine bessere Effizienz des Power Cabinet an. Anstelle von 97,5 Prozent seit der Einführung soll sie nun bis zu 98,2 Prozent betragen. Auf dem Papier ist das ein kleiner Unterschied, doch bei großen Flotten und hohen Laufleistungen wird das zunehmend relevant.

Bislang gab es für den HYC1000 drei Typen von Verteilern. Der MCS-Verteiler mit MCS-Anschluss hatte eine Leistung von bis zu 1.500 A und 1.000 kW, optional mit CCS bis zu 600 A und 600 kW. Der HP-Verteiler mit CCS sollte mehr als 1.000 A und bis zu 1.000 kW bewältigen können. Der EV-Verteiler bot zwei CCS-Anschlüsse an, jeweils mit 600 A und 600 kW.

Der neue Depot-Verteiler sieht anders aus, weil er einfach kleiner ist. Anstelle eines Pfostens mit einer Höhe von 2,32 m und einem Gewicht von bis zu 350 kg erhalten wir nun ein Gehäuse mit den Abmessungen 600 x 400 x 250 mm und einem Gewicht von bis zu 35 kg – ohne Kabel. Der Unterschied ist enorm.

400 kW – ohne Marketing-Übertreibungen

Der Depot-Dispenser verfügt über einen CCS-Anschluss sowie eine Spitzenstromstärke von 400 A. Daraus resultieren die angegebenen 400 kW, allerdings nur bei einem Fahrzeug mit einer Spannung von nahezu 1.000 V. Bei niedrigerer Spannung ist die Leistung geringer, daher handelt es sich nicht um eine kleine Säule, die plötzlich 400 kW für alles bereitstellt.

In dieser Hinsicht ist das neue Terminal vergleichbar mit dem ungekühlten EV-Dispenser-Kabel, das ebenfalls 400 A unterstützt. Alpitronic strebt hier also keine Rekordwerte an, sondern zielt auf einen realistischen Einsatzfall beim Depot-Laden ab.

Das Gerät kann an der Wand, auf einem Sockel, einer Querstange oder unter der Decke der Basis montiert werden. Die Kabel haben eine Länge von 2,0, 5,5 oder 7,5 m, wodurch die Deckenmontage bei Bussen und Lastwagen mit Ladeanschlüssen an verschiedenen Stellen durchaus sinnvoll erscheint.

Es gibt hier keinen großen Touchscreen. Es gibt eine LED, die den Ladezustand anzeigt, RFID sowie optional einen Kartenleser für Zahlungskarten und einen QR-Code-Reader. Dadurch kann sowohl die eigene Flotte als auch Mietfahrzeuge betreut werden, was zu den Modellen zur gemeinsamen Nutzung von Ladeplätzen passt.

Dies hat auch regulatorische Aspekte. Wenn ein solcher Ort öffentlich zugänglich ist und mehr als 50 kW Leistung hat, erfordert die EU-Verordnung AFIR eine Zahlung per Karte. Alpitronic lässt den Betreibern hier offensichtlich einen Ausweg.

Dazu kommt ein optionaler, legalisierter DC-Zähler. Der Gehäuse schützt nach IP55-Standards, wodurch er besser geschützt ist als die größeren HYC1000-Dispenser mit IP54-Schutz. Die Betriebstemperatur liegt zwischen -30 und +55 Grad Celsius, und der Verbrauch im Standby-Modus soll unter 25 W liegen. Zum Vergleich benötigen andere Dispenser bis zu 82 W.

Der Firmenchef Philipp Senoner sagt unverblümt: „Für Flottenbetreiber geht es nicht um die maximale mögliche Leistung an jedem Ladepunkt. Entscheidend ist eine zuverlässige und wirtschaftliche Ladung, die mit den Betriebsabläufen und der Standzeit übereinstimmt.“ Und genau hier ist es schwierig, dagegen zu argumentieren.

Zunächst wird der Depot Dispenser nach Europa geliefert, anschließend in andere Märkte. Die Preise sind noch nicht bekannt. Für den polnischen Markt ist das vor allem ein Signal für Busbetreiber, Logistikunternehmen und Firmen, die Ladestationen für Elektro-Lkw errichten, nicht jedoch für PKW-Fahrer bei Lidl.

Das Interessanteste an dieser Premiere ist nicht die 400 kW-Leistung, sondern der Versuch, eine sinnvolle Flexibilität in einen viel kleineren Gehäuse zu bringen. Sehen Sie in Polen Platz für gemeinsam genutzte Ladestationen für E-Lkw und E-Busse?

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