Zurück zu den Nachrichten
Laden

Alles über das Aufladen eines Elektrofahrzeugs oder Plug-in-Hybriden

Alles über das Aufladen eines Elektrofahrzeugs oder Plug-in-Hybriden

Wer mit einem Elektrofahrzeug fährt, benötigt Energie von außen. Im Grunde genauso wie bei einem Benzin- oder Dieselfahrzeug, nur gibt es bei einem EV oder Plug-in-Hybrid weitaus mehr Möglichkeiten. Zuhause aufladen, eine öffentliche Ladesäule nutzen, schnell laden oder notfalls das Steckdosennetz – was ist sinnvoll, wie viel kostet es und was macht man, wenn das Aufladen plötzlich nicht klappt?

Aufladen muss keineswegs kompliziert sein

Über das Elektroaufladen wird manchmal ziemlich kompliziert gesprochen. In der täglichen Praxis ist es jedoch für viele EV-Fahrer gerade einfach. Wer zu Hause aufladen kann, steckt bei der Rückkehr den Stecker ins Auto und fährt am nächsten Morgen wieder mit ausreichend Strom im Akku los. Unterwegs gibt es öffentliche Ladepunkte und für längere Fahrten das Schnellladennetzwerk.

Trotzdem gibt es wichtige Unterschiede. Nicht nur in der Ladegeschwindigkeit, sondern auch im Preis sowie bei den Kosten für Auto und Installation. Zudem kann beim Laden manchmal etwas schiefgehen. Deshalb stellen wir die verschiedenen Möglichkeiten vor.

Ladestütze mit 2 Steckdosen – e-Drivers.com

Zuhause laden ist in der Regel die bequemste Lösung

Wer einen eigenen Eingangsbereich hat, verfügt über die einfachste Möglichkeit, ein Elektroauto oder einen Plug-in-Hybrid aufzuladen. Mit einer guten Wallbox kann das Auto abends angeschlossen werden und lädt, während man zu Hause ist oder schläft.

Dabei kann das Zuhause aufladen finanziell attraktiv sein, insbesondere wenn man Solarpaneele besitzt oder ein dynamisches Energievertrag nutzt. Intelligente Wallboxen können außerdem den Ladezeitpunkt beispielsweise an den Strompreis oder die verfügbare Solarenergie anpassen.

Wie schnell das geht, hängt nicht nur von der Wallbox ab. Auch die Anschlussmöglichkeiten zu Hause sowie der Bordlader des Autos bestimmen, wie viel Leistung tatsächlich genutzt werden kann. Eine Wallbox mit 11 kW bedeutet also nicht automatisch, dass jedes Auto auch mit 11 kW laden kann.

Die normale Steckdose ist vor allem eine Notlösung

Bei einigen Elektroautos wird ein mobiler 230V-Lader mitgeliefert. Nicht umsonst wird dieser oft als Notlader bezeichnet. Damit kann man ein Auto über eine normale Steckdose aufladen, doch für den täglichen Gebrauch ist das keine ideale Lösung.

Das Problem liegt dabei nicht unbedingt im Auto oder im Ladekabel. Eine gewöhnliche Steckdose sowie die dahinterliegende Installation sind nicht immer dafür ausgelegt, stundenlang unter hoher Belastung zu arbeiten. Bei einer schlechten oder veralteten Installation kann Wärmeentwicklung entstehen, im schlimmsten Fall sogar ein Brand.

Nutzen Sie daher einen solchen mobilen Lader vor allem, wenn keine bessere Lademöglichkeit vorhanden ist. Für das regelmäßige Zuhause-Laden ist eine gut installierte Wallbox die vernünftigere Lösung.

mobiler 230V-Lader oder Notlader für ein Elektroauto

Öffentliches Laden: Achten Sie nicht nur darauf, wo die Ladesäule steht

Falls Sie keinen eigenen Einfahrtsweg haben, sind Sie in der Regel auf öffentliche Ladeplätze angewiesen. In den Niederlanden gibt es bereits eine große Anzahl davon, doch das bedeutet nicht, dass alle Ladepunkte gleich sind.

Vor allem die Preise können erheblich variieren. Selbst Ladeplätze, die sich in der Nähe zueinander befinden, können unterschiedliche Tarife haben. Zudem können zusätzliche Kosten anfallen, wie beispielsweise ein Blockierungspreis, wenn ein Auto nach dem Laden unnötig lange angeschlossen bleibt.

Deshalb lohnt es sich, im Voraus auf einer Lade-App nach dem Tarif und den Bedingungen zu schauen. Mit einer Ladekarte oder -Card können Sie anschließend bei verschiedenen LadeNetzwerken aufladen. Das ist besonders praktisch, wenn Sie auch regelmäßig im Ausland fahren.

Schnellladen ist vor allem für unterwegs gedacht

Für längere Fahrten kommt das DC-Laden in Frage. Dabei fließt der Strom nicht über den Bordlader des Autos, sondern direkt in die Akkupackung. Dadurch können deutlich höhere Ladeleistungen erzielt werden als beim AC-Laden zu Hause oder auf der Straße.

Die Dauer, die man an einem Schnelllader benötigt, variiert stark je nach Auto. Zudem sagt die maximale Ladeleistung nur einen Teil der Wahrheit aus. Mindestens genauso wichtig ist, wie lange ein Auto eine hohe Ladeleistung beibehalten kann. Die Ladekurve bestimmt letztendlich, wie viele Kilometer man während einer kurzen Pause tatsächlich nachladen kann.

Schnellladen ist in der Regel teurer als Zuhause laden und muss für die meisten Autofahrer keine tägliche Gewohnheit sein. Moderne Elektrofahrzeuge sind selbstverständlich so konzipiert, dass sie schnell geladen werden können, doch häufiges DC-Schnellladen kann aufgrund der höheren Temperaturen und Ladeleistungen langfristig zu zusätzlicher Abnutzung der Akkupackung führen.

Schnellladen

Was passiert, wenn das Auto nicht laden will?

Ein Ladevorgang scheint einfach: Stecker einstecken und laden. Hinter den Kulissen geschieht jedoch viel mehr. Auto und Ladepunkt kommunizieren miteinander vor und während des Ladens. Wenn etwas in dieser Kommunikation schiefgeht, kann die LadeSession nicht starten oder unerwartet abbrechen.

Funktioniert eine öffentliche Ladesäule nicht, versuchen Sie zunächst, erneut eine Verbindung herzustellen oder ggf. eine andere Säule zu nutzen. Bei Problemen mit einer öffentlichen Ladesäule kann auch die Support-Hotline des Betreibers helfen. Diese kann oft aus der Ferne erkennen, was nicht stimmt, und manchmal einen Ladeanschluss oder eine verkeilte Kabel bereinigen.

AC-Laden funktioniert nicht, aber Schnellladen schon

Interessanter wird es, wenn das Problem nicht an der Ladesäule, sondern am Auto liegt. Ein wichtiges Anzeichen ist beispielsweise ein Elektrofahrzeug, das nicht mehr über eine normale AC-Ladesäule laden will, während das DC-Schnellladen weiterhin funktioniert.

Das kann auf ein Problem mit dem Bordlader hindeuten. Beim AC-Laden muss der Wechselstrom aus dem Stromnetz nämlich vom Auto in Gleichstrom für das Akkupaket umgewandelt werden. Beim DC-Schnellladen findet diese Umwandlung außerhalb des Autos statt. Deshalb kann das Schnellladen manchmal noch funktionieren, während das AC-Laden nicht mehr möglich ist.

Zu diesem Zeitpunkt hat es wenig Sinn, ständig andere Ladesäulen auszuprobieren. Das Auto muss von einem Spezialisten mit den richtigen Kenntnissen und Diagnosegeräten untersucht werden.

Gutes Laden beginnt vor allem mit gesundem Menschenverstand

Für den täglichen Gebrauch bleibt das Laden zu Hause über eine gute Wallbox für viele Autolenker die angenehmste Lösung. Verwenden Sie eine öffentliche Ladesäule, prüfen Sie dann im Voraus die Tarife sowie eventuelle Zusatzkosten. Bewahren Sie den 230-V-Notlader vor allem für Situationen auf, in denen Sie ihn tatsächlich benötigen, und betrachten Sie das Schnellladen in erster Linie als eine schnelle Lösung unterwegs.

Falls das Auto dennoch nicht laden will, kann das Problem auch im Auto selbst liegen. Ein Spezialist mit Kenntnissen in Elektro- und Plug-in-Hybridfahrzeugen kann dann gezielt nach beispielsweise einem defekten Bordlader oder einer Störung im Ladesystem suchen. NexDrive ist ein solches landesweites Netzwerk von spezialisierten Werkstätten für die Wartung und Diagnose von Elektro- sowie Hybridfahrzeugen.