Das Aistaland GX7 startet die Vorbestellung ab 249.900 Yuan. Huawei bietet hier 4 Lidar-Sensoren und 3 Motoren an.

Aistaland, die gemeinsame Marke von GAC und Huawei, hat in China die Vorbestellungen für das Modell GX7 eröffnet. Es handelt sich um einen großen, 5-sitzigen EREV-SUV mit Preisen zwischen 249.900 und 311.900 Yuan, was etwa 135.000 bis 169.000 Złoty entspricht, und ausgestattet mit dem Huawei Qiankun ADS 5-System.
Das GX7 soll im Herbst auf den Markt kommen. Für die Marke ist dies ein wichtigeres Testmodell als der vorherige Shooting Brake GT7, denn hier geht es um einen deutlich größeren Segment der Familien-SUVs.
Was bietet das Aistaland GX7?
Das GX7 ist 5.099 mm lang, 2.006 mm breit und hat eine Radstandlänge von 3.070 mm. Es richtet sich an Fahrzeuge wie den Aito M7, den Li Auto L6 und den Xiaomi YU7 und ist daher in seinen Abmessungen kein Kompaktwagen. Das ist gut so, denn in China verkauft sich diese Fahrzeugklasse weiterhin am besten.
Der stärkste Trumpf soll die Elektronik sein. Aistaland betont, dass das GX7 eines der ersten Modelle mit Huawei Qiankun ADS 5 ist und außerdem über 4 Lidar-Sensoren sowie 38 weitere Sensoren verfügt. Im Lieferumfang sind ein 896-kanaliger Lidar mit doppelter optischer Bahn sowie 3 präzise Halbleiter-Lidar-Sensoren enthalten.
Der Hersteller spricht auch von einer achtfachen Redundanz für das autonome Fahren auf Niveau L3. Auf dem Papier klingt das sehr beeindruckend, aber wie üblich bei chinesischen Aussagen zu L3 ist es besser, auf tatsächliche Verantwortung des Herstellers sowie den Funktionsumfang des Systems zu warten.
Innen gibt es zwei 15,6-Zoll-Bildschirme, das HarmonySpace 6-System, einen 32-Zoll-Projektor im Innenraum und einen 46-Zoll-Projektor außen sowie den Huawei Sound mit 21 Lautsprechern. Die Rücksitzbank kann in 20 Sekunden zu einer flachen Fläche umgeklappt werden – insgesamt also etwas Technik und etwas familienorientierter Pragmatismus.
EREV, 800 V und bis zu 550 kW
GX7 ist kein batteriebetriebenes BEV. Es handelt sich um ein EREV mit einem Benzin-Range-Extender vom Typ 1,5T sowie drei Antriebsvarianten: Hinterradantrieb, AWD mit zwei Motoren und AWD mit drei Motoren.
Die Basismodellversion mit Hinterradantrieb kostet 249.900 Yuan, das AWD-Modell mit zwei Motoren 269.900 Yuan, während die Spitzenversion mit drei Motoren 311.900 Yuan kostet. Letztere bietet eine Leistung von 550 kW sowie eine Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in 3,9 Sekunden. Die beiden schwächeren Versionen benötigen jeweils 7,6 Sekunden bzw. 4,9 Sekunden für den Sprint.
Sämtliche Varianten nutzen Batterien von CATL. Zur Auswahl stehen Pakete mit 52 kWh LFP oder 67 kWh NCM. Die 800-V-Plattform ermöglicht ein Laden mit 5C, wobei der Hersteller ein Aufladen auf 30 bis 80 Prozent in weniger als 10 Minuten verspricht. Das klingt beeindruckend, doch es handelt sich weiterhin um chinesische Testbedingungen und ein EREV – in Europa wären realistischere Leistungsdaten interessanter.
Laut CLTC beträgt die elektrische Reichweite 325–385 km, die Gesamtreichweite hingegen 1.500–1.580 km. Der CLTC-Standard selbst ist optimistisch, doch selbst nach Abzug der chinesischen Übertreibungen erscheinen die Zahlen für ein großes Auto mit Range-Extender vernünftig.
Der zweite Punkt ist einfach. Das erste Modell der Marke, der GT7, wurde am 26. Juni auf den Markt gebracht und hat bislang den Markt nicht erobert. Im Juli verkaufte Aistaland 2.658 Fahrzeuge, im August bereits nur noch 1.100 – das sind 58,62 Prozent weniger im Vergleich zum Vormonat. Der GX7 soll dies ändern, denn ein Familien-SUV bietet der Marke deutlich bessere Chancen als ein Nischen-Shooting Brake.
Falls dieses Modell die Verkäufe nicht ankurbelt, könnten allein Lidar-Systeme und Projektoren nicht ausreichen. Was denken Sie – hätte ein solcher EREV mit drei Motoren in Europa Sinn, oder ist das bereits zu viel Technik und zu wenig Auto?
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