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Ein riesiger Windpark mit einer Leistung von 800 MW könnte die Onshore-Windkapazität in Maine um 66 % erhöhen.

Ein riesiger Windpark mit einer Leistung von 800 MW könnte die Onshore-Windkapazität in Maine um 66 % erhöhen.
Windkraftanlage in Maine

Die Aufsichtsbehörden von Maine haben Clearway Energy beauftragt, eine Windkraftanlage mit einer Leistung von 800 Megawatt im Norden des Bundesstaates zu errichten – ein Projekt, das die bestehende onshore-Windkraftkapazität des Bundesstaates um etwa 66 % erhöhen würde.

Auch die Maine Public Utilities Commission (PUC) wählte Avangrid Networks, das Mutterunternehmen von Central Maine Power, aus, um die Hochspannungsleitungen zu entwickeln, die notwendig sind, um die Windenergie vom Norden des Bundesstaates in das Stromnetz von New England zu transportieren.

Die vorgeschlagene Windkraftanlage von Clearway würde die größte in Maine sein; Ende Oktober 2025 verfügte der Bundesstaat bereits über eine onshore-Windkraftkapazität von 1.214 Megawatt.

Maine plant, etwa 600 Megawatt der erzeugten Energie zu kaufen, wobei die verbleibenden 200 Megawatt an andere Bundesstaaten in New England gehen sollen.

Das Windkraftwerk Clearway soll auf kommerziell genutztem Waldgebiet in ländlichen, nicht eingemeindeten Gebieten des südöstlichen Aroostook County errichtet werden. Clearway teilte der Maine Public mit, dass der Standort über vorhandene Straßen, Zugang zu Übertragungsleitungen sowie starken und zuverlässigen Wind verfügt.

Es stellt seit langem eine Herausforderung dar, die Elektrizität aus dem Norden von Maine, die durch hervorragenden Wind erzeugt wird, zu den Kunden zu bringen. Das Aroostook County ist nicht direkt mit dem regionalen ISO-Netz New England verbunden, und der Bau ausreichender Übertragungsleitungen, um große Mengen an Energie nach Süden zu transportieren, ist kostspielig.

Die von Avangrid vorgeschlagene Übertragungsleitung mit einer Kapazität von 1.200 MW würde dies ändern. Die PUC erklärte, der Vorschlag des Unternehmens nutze die bestehenden Übertragungskorridore auf maximale Weise aus, und Avangrid hat bereits fast alle notwendigen Rechte für den Bau der Leitung sichergestellt. Die Leitung würde in Haynesville enden, wo sie mit dem größeren regionalen Netz verbunden werden würde.

Nach der Anbindung des Windparks Clearway wird die Übertragungsleitung noch eine Kapazität von 400 MW haben, und die PUC plant, zusätzliche Ausschreibungen zu veröffentlichen, um diese Kapazität auszuschöpfen.

Maine erwartet Einsparungen von 387 Millionen Dollar für die Verbraucher

Maine schätzt, dass die Wind- und Übertragungsprojekte während ihrer Betriebsdauer den Stromkunden des Bundesstaates Nettoeinsparungen in Höhe von 387 Millionen bis 425 Millionen Dollar bringen werden.

Die Verbraucher in Maine werden den Anteil des Bundesstaates an den Windkraftkosten tragen, doch die Kosten für die Übertragungsleitung werden auf die teilnehmenden Bundesstaaten verteilt. Massachusetts, Connecticut, Rhode Island und Vermont nehmen an der Ausschreibung teil, wodurch Maine für weniger als 11 Prozent der Übertragungskosten verantwortlich ist.

„Diese Beschaffung ist das Ergebnis monatelanger sorgfältiger Arbeit, um Projekte zu identifizieren, die zuverlässige, erneuerbare Energie ins Netz bringen und Maine sowie der Region Nutzen verschaffen, während durch die Kostenverteilung mit anderen Bundesstaaten entsprechend dem erbrachten Wert die Kosten für die Verbraucher in Maine minimiert werden“, sagte Philip Bartlett, Vorsitzender der Maine PUC.

Laut Schätzungen der PUC werden die Projekte innerhalb von vier Jahren mehr als 2.500 Vollzeitstellen im Baugewerbe schaffen, rund 150 Millionen Dollar an neuen Steuereinnahmen auf staatlicher und kommunaler Ebene erbringen sowie einen wirtschaftlichen Beitrag von mehr als 2,4 Milliarden Dollar für Maine liefern.

Dieser Windpark ist noch nicht bereit für den Bau

Die PUC muss noch ein Energiekaufabkommen mit Clearway verhandeln und genehmigen. Auch die Übertragungsvereinbarung muss von den beteiligten Bundesstaaten und Avangrid abgeschlossen werden, bevor sie der Federal Energy Regulatory Commission zur Genehmigung vorgelegt wird.

Sowohl Projekte werden außerdem ingenieurtechnische Arbeiten, Umweltprüfungen, Genehmigungsverfahren sowie die Einbeziehung der Öffentlichkeit erfordern. Der Windpark von Clearway kann nicht gebaut werden, solange das Übertragungsprojekt nicht vorankommt.

Maine war bereits einmal in dieser Situation. Die Legislative wies die PUC erstmals 2021 an, Windkraft- und Übertragungsprojekte im Norden von Maine zu entwickeln, doch die bei der vorherigen Ausschreibung ausgewählten Projekte scheiterten Ende 2023 nach gescheiterten Verhandlungen über die Übertragung.

Dieses Mal teilen fünf Bundesstaaten Neuenglands die Kosten und Vorteile, und der Einsatz bestehender Leitungsnetze durch Avangrid könnte den Bau der Übertragungsleitung erleichtern. Da jedoch Verträge und Genehmigungen noch ausstehen, werden erst in einigen Jahren Turbinen in der Lage sein, Windenergie aus Nord-Maine ins Netz Neuenglands einzuspeisen. Angesichts der Tatsache, dass die Regierung Trump aktiv versucht, die Windenergie einzuschränken, sind ein paar zusätzliche Jahre, um das Projekt auf Kurs zu halten, vermutlich von Vorteil.