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30.000 Kilometer und 350 Schnellladungen: BYD demonstriert Haltbarkeit neuer Batterie

30.000 Kilometer und 350 Schnellladungen: BYD demonstriert Haltbarkeit neuer Batterie
Yangwang-U7

Bild: BYD

Insbesondere der chinesische Stromer-Riese BYD will auch in Europa sehr schnelles Laden einführen. Allerdings gilt das beschleunigte Füllen von E-Auto-Batterien mit Strom als ausgesprochen schädlich für die Haltbarkeit der Energiespeicher. Tests aus China und neue Vorgaben der dortigen Regierung sollen belegen, dass neueste Technik deutlich weniger anfällig für Leistungsabbau der Akkus durch Schnellladen ist.

Die Produktionsversion der rein elektrischen Sportlimousine U7 von BYDs Edelmarke Yangwang hat laut Berichten einen umfassenden Ausdauertest abgeschlossen. Die vollelektrische Sportlimousine absolvierte demnach in einer Zeit von 8 Tagen, 19 Stunden und 58 Minuten eine Strecke von 30.000 Kilometern. Das Modell ist das erste des BYD-Konzerns, das mit der Blade Battery 2.0 ausgestattet ist. Hier kommt robuste Lithium-Eisenphosphat-Technologie (LFP) zum Einsatz.

Der Test fand in Nanning im Süden Chinas statt, schreibt Car News China. Während der Fahrt herrschten laut dem Portal widrige Bedingungen mit einer Durchschnittstemperatur von über 36 Grad Celsius und einer relativen Luftfeuchtigkeit von bis zu 80 Prozent. Das E-Auto hielt dabei eine kontinuierliche Reisegeschwindigkeit von 240 km/h bei einer Klimatisierung auf 24 Grad Celsius aufrecht.

Im Rahmen der Testphase wurden mehr als 350 „Flash Charging“-Zyklen durchgeführt. Nach Abschluss der 30.000 Kilometer verzeichnete die Batterie einen Kapazitätserhalt von 98,7 Prozent. Unternehmensangaben zufolge wurden vor der Markteinführung insgesamt 758 Testfahrzeuge eingesetzt, um eine Gesamtfahrleistung von 10,49 Millionen Kilometern zu erreichen.

Wie hoch die getesteten Ladeleistungen waren oder Konkretes zur Ladekurve verrät der Bericht nicht. BYD hat jedoch erklärt, Elektroautos mit einer Rekordleistung von bis zu 1500 Kilowatt (kW) in nur wenigen Minuten aufladen zu wollen. Der Yangwang U7 erreicht laut den Herstellerangaben eine maximale Gleichstrom-Ladeleistung (DC) von bis zu 640 kW. Hierzulande gelten aktuell Ladeleistungen von über 300 kW als Spitze.

Hu Xiaoqing, General Manager von Yangwang, betonte, dass das für die Haltbarkeitstests mit viel „Flash“-Schnellladung verwendete Fahrzeug ein Standardmodell aus dem regulären Verkauf sei, kein Konzeptauto oder ein modifiziertes Fahrzeug. Die Tests erfolgen vor dem Hintergrund verschärfter regulatorischer Anforderungen in China. Ab 2027 müssen herkömmliche Fahrzeuge Zuverlässigkeitsprüfungen von mindestens 30.000 Kilometern durchlaufen. Auch für neue E-Auto-Modelle werden die Standards auf dieses Niveau angehoben.

Yan Jinghui von der China Automobile Dealers Association sieht in diesen Anforderungen einen Beleg für den technologischen Fortschritt. Die Erhöhung der Standards zeige, dass die Reichweite und Haltbarkeit von Batterien nicht mehr die primären Engpässe der Branche darstellten, zitiert ihn Car News China.

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Über den Autor

Thomas Langenbucher ist Experte für Elektromobilität mit beruflichen Stationen in der Automobilindustrie und Finanzbranche. Seit 2011 berichtet er auf ecomento.de über Elektroautos, nachhaltige Technologien und Mobilitätslösungen. Mehr erfahren.

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