262 km Reichweite ab etwa 20.000€: Nissan wird mit Unterstützung von Renault sein eigenes günstiges und „retro“ gestaltetes Elektroauto haben

12/09/2026 10:15
Aufgeführt am
12/09/2026 10:15
Nissan bereitet ein neues Elektroauto für Europa vor und zielt diesmal direkt auf den preisgünstigsten Bereich des Marktes ab. Die japanische Marke hat bestätigt, dass sie am 23. September den neuen Nissan Pixo weltweit vorstellen wird – ein kleines Stadtelektroauto, das unter dem aktuellen Micra angesiedelt sein wird und damit die Rückkehr des Herstellers in den europäischen Segment A darstellt. Bisher wurde über die Bezeichnung Wave spekuliert, doch letztendlich wird Nissan einen Namen wieder verwenden, den er bereits von 2009 bis 2013 in Europa eingesetzt hat.
„Klein in der Größe, aber mit großer Persönlichkeit“ – so beschreibt Nissan sein nächstes Modell. Das Unternehmen gibt an, dass es speziell für das Stadtleben konzipiert sein wird und dabei kompakte Abmessungen, einfach zu bedienende Technologie sowie ein eigenständiges Design vereint. Zudem präsentiert es das Fahrzeug als „eine neue und zugänglichere Option für den täglichen Elektrofahrbetrieb“, wodurch seine Rolle als neuer Einstiegsmodell in die europäische Elektrofahrzeuglinie klar hervorgehoben wird.

Der Nissan Pixo wird der Bruder des elektrischen Renault Twingo
Auch wenn seine endgültigen Spezifikationen noch nicht veröffentlicht wurden, ist die Grundlage des neuen Pixo bereits bekannt. Es wird ein Ableger des Renault Twingo E-Tech sein und dieselbe Plattform nutzen. Nissan und Renault einigten sich im März 2025 darauf, dass das französische Unternehmen ab 2026 dieses kleine Elektrofahrzeug für Nissan entwickeln und herstellen wird, wodurch die erheblichen Skaleneinsparungen durch den gemeinsamen Einsatz von Architektur und Komponenten genutzt werden können.
Das Design hingegen liegt in der Verantwortung von Nissan. Ziel ist es, dass der Pixo trotz seiner engen technischen Verwandtschaft mit dem Twingo eine klar abgegrenzte Identität hat. Das bisher einzige vorgezeigte Bild lässt nur wenige Details erkennen, doch alles deutet darauf hin, dass Nissan Frontpartie, Beleuchtung sowie verschiedene äußere Elemente anpassen wird, um ihn optisch vom Renault-Modell zu unterscheiden.
Auch der Geburtsort wird gemeinsam sein. Der Nissan Pixo wird im Renault-Werk in Slowenien hergestellt, wo auch der elektrische Twingo sowie die neue Generation des Dacia Spring produziert werden. Die drei kleinen Elektrofahrzeuge nutzen somit dieselbe industrielle und technische Basis, obwohl jede Marke versuchen wird, ein anderes Publikum anzusprechen.

Ein Elektrofahrzeug mit einer Reichweite von rund 260 km
Nissan hat bislang weder die Batterie, die Leistung noch die Reichweite bestätigt, weshalb die Werte des Renault Twingo lediglich dazu dienen, eine Vorstellung davon zu geben, was uns erwarten könnte. Das französische Modell ist 3.790 mm lang, und seine Einstiegsversion verfügt über eine 27,5 kWh große Batterie sowie einen vorne montierten Motor mit 60 kW Leistung, was etwa 82 PS entspricht, und weist eine homologierte Reichweite von 262 km auf. Der Pixo sollte ähnliche Werte aufweisen, doch erst bei seiner Präsentation wird die endgültige Ausstattung bekannt werden.
Auch seine Abmessungen sollten bei etwa 3.800 mm liegen. Zum Vergleich: Der Twingo misst 3.790 mm, und der neue Dacia Spring, der ebenfalls auf dieser Plattform basiert, erreicht etwa 3.850 mm. Nissan beabsichtigt, genau diese kompakten Abmessungen als eines der Hauptargumente des Pixo zu nutzen, um ihn zu einer rein städtischen Alternative zu machen.
Das neue Modell wird außerdem eine wichtige kommerzielle Aufgabe haben. Nissan nutzt bereits seine Allianz mit Renault für den neuen elektrischen Micra, der eng mit dem Renault 5 E-Tech verwandt ist, doch der Pixo wird es ermöglichen, sowohl in Bezug auf die Größe als auch voraussichtlich beim Preis noch weiter abzusenken. Er wird somit Nissans echtes Einstiegsmodell in Europa sein und ein Modell, mit dem das Unternehmen erneut im A-Segment konkurriert – einem Segment, das viele Marken in den letzten Jahren aufgegeben haben.

No sind bisher einige seiner wichtigsten Daten bekannt, wie der Preis, die Akkukapazität, die Reichweite, die Ladeleistung sowie das Eintreffen bei den Händlern. Nissan wird einen Großteil dieser Unklarheiten am 23. September beseitigen. Was bereits bestätigt ist, ist, dass der Pixo zurückkehrt – diesmal als kleines Elektroauto, das auf derselben Plattform wie der Renault Twingo entwickelt wurde und Europa zu einem seiner wichtigsten Märkte zählt.