224 PS und nur 5,3 l/100 km: So sieht die Hybridtechnologie aus, die immer mehr spanische Fahrer wählen.

Der spanische Markt zeigt, dass es keine einzige Möglichkeit gibt, auf die Elektrifizierung umzusteigen. Zwischen herkömmlichen Verbrennungsfahrzeugen und reinen Elektrofahrzeugen haben weitere Alternativen an Bedeutung gewonnen, wobei konventionelle Hybride sowie ladenfähige Hybride immer größere Bedeutung erlangen.
Die Daten von ANFAC spiegeln diese Tendenz gut wider. Zwischen Januar und August 2026 wurden in Spanien 387.507 HEV-Hybride registriert, was bereits 39,8 % des Marktes ausmacht. Im selben Zeitraum erreichten die ladenfähigen Hybride 108.958 Einheiten, was einem Anstieg von 36,4 % gegenüber dem Vorjahr entspricht, während die reinen Elektrofahrzeuge 93.508 Registrierungen verzeichneten. Zusammen machten diese sowie die PHEV 20,75 % des Marktes aus.

Das bedeutet nicht, dass der Käufer das Elektroauto ablehnt. Vielmehr zeigt es, dass es heute verschiedene Grade der Elektrifizierung gibt und er je nach tatsächlichem Fahrverhalten zwischen ihnen wählt.
Elektrifizieren, ohne die Gewohnheiten völlig zu ändern
Für einen Teil der Käufer liegt die Entscheidung darin, den Einsatz des Verbrennungsmotors zu reduzieren, ohne noch eine vollständige Abhängigkeit von der Aufladung einzugehen. Der herkömmliche Hybrid ermöglicht es, eine elektrische Antriebsart einzuführen, ohne das Fahrzeug anschließen zu müssen. Der PHEV hingegen verfügt über einen größeren Akku, um einen großen Teil der täglichen Strecken elektrisch zurückzulegen – wobei ein Anschluss erforderlich ist – und behält für längere Fahrten einen Verbrennungsmotor bei.
Wer zu Hause keinen Lader hat, findet in einem HEV mehr Sinn; wer regelmäßig laden kann, profitiert besser von einem einsteckbaren Fahrzeug. Auch die ECO- und CERO-Label spielen bei der Einführung von Bereichen mit niedrigen Emissionen eine Rolle.

Ein Fall, der das Verständnis für den Wandel erleichtert
In diesem Kontext ist das Wachstum von OMODA und JAECOO besonders bemerkenswert – es handelt sich um zwei Marken, die kürzlich in Spanien eingeführt wurden und einen großen Teil ihrer Expansion auf Hybride sowie einsteckbare Hybride stützen.
Zwischen Januar und August 2026 registrierte das Unternehmen 13.412 Hybridfahrzeuge sowie weitere 8.697 steuerbare Hybride, die mit derselben Technologiefamilie ausgestattet sind. Das bedeutet, dass in nur acht Monaten mehr als 20.000 Autos mit ihrer SHS-Technologie zugelassen wurden.

92 Prozent der zugelassenen Fahrzeuge sind bereits elektrifizierte Modelle (HEV, PHEV und BEV). Laut den von dem Unternehmen bereitgestellten Daten belegt OMODA & JAECOO im Jahresvergleich den fünften Platz auf dem spanischen Markt für solche elektrifizierten Fahrzeuge.
Der Fahrer muss nicht darüber nachdenken, welcher Motor aktiv ist
Die Antwort von OMODA & JAECOO konzentriert sich auf ihr Super Hybrid System, kurz SHS. Doch ihre Logik lässt sich besser durch die Anwendung als durch die Ingenieurskunst verstehen.
Das System zielt darauf ab, die elektrische Antriebstechnik in den Vordergrund zu rücken und die Kombination aus Elektrizität und Verbrennungsmotor automatisch zu steuern. Es kann in Reihe oder parallel mit Elektromotoren, einem thermischen Motor sowie der DHT-Getriebeanlage arbeiten. Der Schlüssel liegt darin, dass diese Komplexität im Hintergrund abläuft.

In den OMODA 5 SHS Hybrid, JAECOO 5 SHS Hybrid und JAECOO 7 SHS Hybrid entwickelt die hybride Variante 224 PS, weist einen Verbrauch von 5,3 l/100 km nach WLTP auf und erhält das ECO-Label.
Für diejenigen, die regelmäßig laden können, verfügen die OMODA 7 SHS Hybrid-Autos mit Steckdose sowie die JAECOO 7 SHS Hybrid-Autos mit Steckdose über eine Batterie mit einer Kapazität von 18,4 kWh, erreichen eine elektrische Reichweite von bis zu 92 Kilometern und eine Gesamtreichweite von über 1.200 Kilometern, haben eine Leistung von 279 PS und tragen das CERO-Label.
An der Spitze steht das OMODA 9 SHS Hybrid-Auto mit Steckdose, das über 537 PS, eine Batterie mit 34,46 kWh Kapazität, Allradantrieb sowie eine elektrische Reichweite von bis zu 145 Kilometern verfügt und eine Gesamtreichweite von über 1.100 Kilometern erreicht. Anstatt sich auf jedes einzelne Modell zu konzentrieren, zeigen diese Zahlen, wie dieselbe Technologiephilosophie sehr unterschiedliche Nutzerprofile abdecken kann.
Allein die Technologie erklärt nicht alle Verkäufe
Ein Auto wird nicht nur aufgrund seiner Reichweite, Leistung oder Kraftstoffverbrauch gekauft. Bei einer neuen Marke kann das Vertrauen nach dem Kauf genauso wichtig sein.
OMODA & JAECOO hat in weniger als drei Jahren ein Netzwerk von etwa 115 Vertriebsstellen in Spanien aufgebaut. Laut dem Unternehmen beträgt die durchschnittliche Fahrzeit zu einem ihrer Verkaufsstellen 23 Minuten. Zudem ermöglicht ihre spezielle Logistik für Ersatzteile die Bereitstellung von 98 % der Teile innerhalb von weniger als 24 Stunden, wobei die Batterien eine Garantie von bis zu acht Jahren oder 160.000 Kilometern haben.

Dieser Ansatz hilft dabei, das Wachstum besser zu verstehen: Technologie, Bedienungsfreundlichkeit, Produktangebot, Vertriebsnetz und After-Sales-Service. Der spanische Markt zeigt, dass die Elektrifizierung nicht auf einem einzigen Weg voranschreitet – mit reinen Elektrofahrzeugen, die weiter wachsen, Hybriden, die weiterhin eine große Bedeutung haben, sowie Ladefahrzeugen, die stark an Bedeutung gewinnen.
Letztendlich sind für den Käufer die Fragen viel einfacher als die dahinterstehende Technik: Wie weit kann man mit dem Elektrofahrzeug fahren, wie viel verbraucht es, braucht es eine Ladestation, welche Reichweite hat es auf Reisen und welche Unterstützung erhält man nach dem Kauf? Vielleicht liegt darin einer der Schlüssel dafür, warum diese Technologien in Spanien so viel Raum finden.