UL verbrennt 18 Elektrofahrzeuge, um Leitlinien für Feuerwehrleute zu entwickeln

EV Engineering News
Veröffentlicht am 7. August 2026 von Charles Morris & unter der Kategorie Newswire, The Tech.
Das Fire Safety Research Institute der UL Research Institutes hat einen neuen Bericht zu Bränden bei Elektrofahrzeugen sowie Löschstrategien veröffentlicht mit dem Titel „Full-Scale Electric Vehicle Fire Experiments and Recommendations for Fire Incident Response.“
ULRI führte vollständige Brandversuche an 18 Fahrzeugen durch (wie unterhaltsam!), um die Unterschiede und Ähnlichkeiten zwischen Bränden bei Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor und Elektrofahrzeugen zu untersuchen. Dazu gehörten 9 Versuche ohne Brandbekämpfung. Nach diesen Experimenten brannten die Forscher weitere 9 Elektrofahrzeuge nieder, um gängige Löschmethoden zu bewerten – darunter ausschließlich Wasser, Branddecken für Elektrofahrzeuge sowie Wasser in Kombination mit einem Löschmittel. Die Forscher luden die Elektrofahrzeuge vollständig auf, lösten mit einem Propanbrenner Brände in den Batterien aus und ließen die Brände sechs Minuten lang weiterbrennen, bevor sie mit der Löschung begannen. Diese sechminütige Verzögerung entspricht der üblichen Reaktionszeit bei Bränden in Nordamerika.
Zu den wichtigsten Erkenntnissen des Berichts gehören:
Die Daten aus den Experimenten ohne Brandbekämpfung zeigten, dass Brände bei Elektrofahrzeugen und Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor hinsichtlich der Wachstumsrate des Feuers, der maximalen Größe des Feuers und der Dauer des Brandes ähnlich sind.
Bei den meisten Bränden in Elektrofahrzeugen kann Wasser verwendet werden, um das Feuer im Innenraum zu löschen, die Expositionen einzuschränken und ein Ausbreiten des Feuers durch einen thermischen Austritt zu verhindern, während die Batterie langsam abbrennt. Keine der getesteten Löschmethoden konnte einen bereits eingetretenen thermischen Austritt stoppen, und ein zusätzliches Löschmittel war nicht wirksamer als Wasser.
Elektrische Branddecken für Elektrofahrzeuge sollten mit Vorsicht eingesetzt werden. Obwohl sie zur Eindämmung des Feuers im Fahrzeug wirksam sind, stellten Forscher fest, dass bei Ansammlung brennbarer Gase unter einer ausgebreiteten Branddecke ein Explosionsrisiko entstehen kann. Branddecken dürfen nicht als Ersatz für wasserbasierte Löschmethoden angesehen werden.
Bei jedem Brand in einem Elektrofahrzeug sind vollständige Schutzausrüstungen sowie selbstversorgende Atemschutzgeräte erforderlich.
Der vollständige Bericht enthält detaillierte Überlegungen für Feuerwehrleute. Das Team hat außerdem ein taktisches Entscheidungshilfsmittel für Brände mit Elektrofahrzeugen entwickelt – ein schrittweises Tool, das dazu dient, die Entscheidungsfindung vor Ort zu analysieren, weiterzuentwickeln und zu verbessern.
„Durch diese Forschung kommen wir der Erkenntnis näher, wie Batterien die Brandumgebung verändern, und helfen dabei, Rettungskräfte auszustatten, um Brände mit dieser neuen Brennstoffquelle angemessen zu bekämpfen“, sagte Adam Barowy, leitender Forschungsingenieur am Fire Safety Research Institute. „Unsere Erkenntnisse zeigen, dass Rettungskräfte bei Elektrofahrzeugen die Gefahr mit vertrauten Werkzeugen und Taktiken effektiv bewältigen können.“
Quelle: UL Research Institutes
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