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Wie viel kostet es im Jahr 2025, 100 km mit einem Elektroauto zurückzulegen? Wie sieht die Ladekosten für ein Elektroauto aus? Die Unterschiede sind enorm.

Wie viel kostet es im Jahr 2025, 100 km mit einem Elektroauto zurückzulegen? Wie sieht die Ladekosten für ein Elektroauto aus? Die Unterschiede sind enorm.

Das Jahr 2025 brachte Stabilität auf dem Kraftstoff- und Energiemarkt, doch die Geldbörsen der Elektroauto-Fahrer spüren diese Veränderungen auf zweifache Weise. Einerseits bleibt das Heimladen weiterhin unvergleichlich günstig. Andererseits steigen die Preise an öffentlichen Ladesäulen in solche Bereiche, die die wirtschaftliche Sinnhaftigkeit der Elektromobilität auf Langstrecken in Frage stellen.

Inhaltsverzeichnis

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Wir analysieren die Kosten für eine Strecke von 100 km. Dabei vergleichen wir das Heimladen, schnelle DC-Ladestationen sowie herkömmlichen Benzin. Die Mathematik ist gnadenlos und zeigt eine klare Aufteilung des Marktes in zwei Geschwindigkeitsbereiche, was die Ladekosten angeht.

Referenzpunkt: Verbrennungsmotor

Bevor wir zu den Kilowattstunden kommen, müssen wir eine Basis festlegen. Der Durchschnittspreis für Benzin Pb95 liegt bei etwa 5,80 zł pro Liter. Das ist ein für die meisten Fahrer akzeptabler Preis, auch wenn er noch weit von Billigkeit entfernt ist.

Ein typisches, modernes Kompaktfahrzeug der C-Klasse verbraucht im gemischten Zyklus etwa 7 Liter Kraftstoff pro 100 km. In der Stadt steigt dieser Wert auf 8–9 Liter, während er bei ruhigem Fahren auf der Autobahn auf 6 Liter sinkt.

Die Rechnung ist einfach. Die Kosten für eine Strecke von 100 km mit einem Verbrennungsfahrzeug im Jahr 2025 betragen:

Einsparfahrt (6 l/100 km): 34,80 zł

Durchschnittliche Fahrweise (7 l/100 km): 40,60 zł

Dynamische/städtische Fahrweise (9 l/100 km): 52,20 zł

Das sind die Grenzwerte, mit denen sich das Elektroauto messen muss. 40 złoty stellen für viele Nutzer eine psychologische Grenze der Wirtschaftlichkeit dar.

Hausladen: eine Oase günstigerer Fahrten

Die meisten Besitzer von Elektrofahrzeugen laden sie zu Hause auf. Das ist die günstigste Option. Die Strompreise für Haushalte haben sich im Jahr 2025 auf etwa 1,00–1,10 zł pro 1 kWh eingependelt (unter Berücksichtigung der Verteilungsgebühren im Tarif G11).

Der Energieverbrauch eines Elektroautos hängt vom Modell, der Jahreszeit und der Fahrweise ab. Nehmen wir drei Szenarien für ein mittelgroßes Elektroauto (z. B. Tesla Model 3, VW ID.3) an:

Sommer, Stadt (15 kWh/100 km).

Mischzyklus (18 kWh/100 km).

Winter oder Autobahn (22 kWh/100 km).

Bei einem Preis von 1,10 zł pro kWh ergeben sich die Kosten wie folgt:

15 kWh x 1,10 zł = 16,50 zł

18 kWh x 1,10 zł = 19,80 zł

22 kWh x 1,10 zł = 24,20 zł

Auch im schlimmsten Szenario ist das Heimladen fast 40 % günstiger als das Fahren mit Benzin bei sparsamem Verbrauch. Bei typischem Gebrauch ist der Unterschied doppelt so groß zugunsten des Stroms.

Nachttarife ändern die Spielregeln

Nutzer, die sich der Kosten bewusst sind, nutzen selten das einheitliche Tarifmodell G11. Der Wechsel auf den G12w-Tarif (Wochenend-/Nachttarif) ermöglicht es, die Energiekosten in der Nachtzeit zu senken. Im Jahr 2025 liegt der tatsächliche Tarif in den günstigen Zeiten oft unter 0,80 zł pro kWh.

Für einen Verbrauch von 18 kWh/100 km sinken die Kosten daraufhin auf 14,40 zł. Das entspricht knapp 2,5 Litern Benzin. Unter diesen Bedingungen übertrifft ein Elektroauto die Verbrennungsfahrzeuge in Bezug auf die Betriebskosten. Es gibt nur eine Voraussetzung: Zugang zu einem eigenen Steckdosenanschluss oder Wallbox.

Öffentliche AC-Ladestationen: Die Falle der durchschnittlichen Preise

Die Situation wird komplizierter, sobald man das Garagenstellplatz verlässt. Öffentliche AC-Ladestationen (freies Laden) sollten eine Alternative für Bewohner in Wohnblocks darstellen. Die Preistabellen der Anbieter vom November 2025 zeigen jedoch erhebliche Unterschiede.

Die Standardtarife (ohne Abonnement) bei den großen Anbietern sehen wie folgt aus:

GreenWay: 1,95 zł/kWh

Polenergia: 1,78 zł/kWh

ChargeEuropa: 1,75 zł/kWh

Budimex Mobility: 2,09 zł/kWh

Kosten für eine Strecke von 100 km (bei einem Verbrauch von 18 kWh) an einer öffentlichen AC-Ladestelle:

Am günstigsten (Moya Energia in der Nachtaktion): 0,99 zł x 18 = 17,82 zł

Standardmäßig (GreenWay): 1,95 zł x 18 = 35,10 zł

Am teuersten (Power Dot): 2,48 zł x 18 = 44,64 zł

Das Aufladen in der Stadt „im Vorbeigehen“ zu den Standardtarifen kommt in Bezug auf die Kosten dem Fahren mit einem Verbrennungsfahrzeug nahe. Ohne Abo verschwinden die Ersparnisse. AC-Ladestellen lohnen sich hauptsächlich an bestimmten Standorten oder bei Nutzung von Aktionen (z. B. die Nachttarife von Moya Energia).

Schnelles DC-Laden: Luxus auf der Reise

Eine echte Preiskrise erwartet Fahrer auf den Straßen, wo Zeit entscheidend ist. DC-Ladestationen mit hoher Leistung (HPC > 150 kW) sind die teuerste Möglichkeit, Energie aufzuladen. Die Preise für November 2025 lassen keinen Zweifel – Komfort hat seinen Preis.

Analyse der Standardtarife (ohne Abo) für HPC-Anschlüsse:

Ionity: 3,50 zł/kWh

Noxo: 3,49 zł/kWh

Shell Recharge: 3,39 zł/kWh

GreenWay: 3,15 zł/kWh

Orlen Charge: 3,19 zł/kWh (für Anschlüsse >125kW) – in Aktion manchmal für 2,4 zł

Hier wird die Mathematik für die Elektromobilität brutal. Nehmen wir einen Energieverbrauch auf der Autobahn von 22 kWh/100 km an (typisch für eine Geschwindigkeit von 120-130 km/h).

Kosten für 100 km auf der Autobahn (ohne Abo):

Ionity: 22 kWh x 3,50 zł = 77,00 zł

GreenWay: 22 kWh x 3,15 zł = 69,30 zł

Orlen: 22 kWh x 3,19 zł = 70,18 zł (in Aktion 52,8 zł)

Das Fahren mit einem Elektroauto auf der Autobahn, bei Verwendung von schnellen Ladestationen nach dem Standardtarif, ist 70-90% teurer als das Fahren mit einem vergleichbaren Verbrennungsfahrzeug (Benzinkosten von ca. 40 zł/100 km).

Das Tesla-Phänomen

Im Vergleich der Kosten hebt sich ein Anbieter hervor. Die Tesla Supercharger haben deutlich niedrigere Tarife als der Marktdurchschnitt.

Standardpreis für HPC: 1,60 zł/kWh

Mindestpreis (außerhalb der Stoßzeiten): 0,70 zł/kWh

Für Tesla-Fahrer (oder Fahrer anderer Marken mit Zugang zu Superchargern) sieht die Autobahnrechnung völlig anders aus:

Standard: 22 kWh x 1,60 zł = 35,20 zł

Außerhalb der Stoßzeiten: 22 kWh x 0,70 zł = 15,40 zł

Der Unterschied ist enorm. Eine Strecke von 100 km mit einem Supercharger kostet genauso viel wie der Benzinverbrauch (in der Spitzenzeit) oder so viel wie das Laden zu Hause (außerhalb der Spitzenzeit). Das zeigt, welche großen Marge andere Anbieter verlangen oder welche unterschiedlichen Geschäftsmodelle sie anwenden. Tesla betrachtet das Laden als Dienstleistung, die den Verkauf von Autos unterstützt, während es für Ionity oder GreenWay das Hauptprodukt ist.

Die Falle ohne Abo

Hohe Preise „aus dem Preisverzeichnis“ (sogenannte Ad-Hoc-Preise) dienen als Abschreckungsmittel. Die Anbieter zwingen die Nutzer zur Loyalität. Das Besitzen einer Abo-Karte (z. B. GreenWay Energia Max) oder eine Mitgliedschaft in Clubs (z. B. EV Klub Polska) ist für Reisende unerlässlich.

Preisnachlässe bei Abonnements können den Preis pro kWh um 1–1,50 zł senken. Dann sinkt die Rechnung für Schnellladen auf 45–50 zł pro 100 km. Das ist immer noch mehr als Benzin bei sparsamem Fahren, aber der Unterschied ist nicht mehr so groß.

Das Problem liegt in der Fragmentierung des Marktes. Um im ganzen Land günstig fahren zu können, müsste ein Fahrer mehrere Abonnements gleichzeitig bezahlen (GreenWay, Ionity, Elocity/Budimex), was die Einsparungen insgesamt aufzehrt. Roaming-Dienste (zum Beispiel die Shell Recharge-Karte oder Charge Assist) bieten den Vorteil einer einzigen Karte, fügen aber in der Regel eine Gebühr hinzu, wodurch die Preise auf das Niveau von Ionity steigen (mehr als 3,30 zł/kWh).

Preisdynamik und zeitbasierte Tarife

Eine Neuheit, die 2025 an Bedeutung gewinnt, sind dynamische Tarife an öffentlichen Ladestellen. Ekoen sowie Tauron legen den Preis je nach Tageszeit oder Netzbelastung fest.

Tauron (DC): Der Standardpreis beträgt 2,47 zł, kann aber in der Stoßzeit auf 4,42 zł ansteigen.

Ekoen (HPC): Der Preis liegt zwischen 1,49 zł und 2,99 zł.

Es handelt sich um einen Mechanismus, der aus dem Hotel- oder Flugverkehr bekannt ist. Ein Fahrer, der sparen möchte, muss das Aufladen außerhalb der Stoßzeiten planen. Das erfordert Flexibilität, ermöglicht aber erhebliche Kostensenkungen auf der Strecke ohne Verpflichtung zu einem festen Abonnement.

Marktsegmentierung

Die auf dem Diagramm sichtbare Preisspanne (von 0,70 zł bis 4,42 zł pro kWh für Schnellladen) teilt die EV-Nutzer in drei Gruppen ein:

Heimladen (Home Chargers): Sie zahlen nur wenig (15-20 zł/100 km). Öffentliche Ladesäulen nutzen sie gelegentlich, daher stören sie die hohen Ad-hoc-Preise nicht. Für sie ist der Elektroauto-Besitz ein Synonym für geringere Betriebskosten.

Tesla-Nutzer: Sie genießen einen bevorzugten Status. Selbst auf Reisen zahlen sie Tarife, die denen zu Hause ähneln oder akzeptabel sind (35 zł/100 km). Das System ist konsistent, günstig und vorhersehbar.

Flotten und „Nicht-Tesla“-Fahrzeuge auf Reisen: Diese Gruppe hat es am schwierigsten. Ohne fortgeschrittene Optimierung (Abonnements, Apps, Routenplanung für bestimmte Anbieter) sind sie mit Kosten in Höhe von 70-80 zł/100 km konfrontiert. Das sind fast doppelt so hohe Kosten wie für Benzin.

Zukunft: Stabilisierung oder weiterer Anstieg?

Wenn man die Trends für das Jahr 2025 betrachtet, ist klar, dass das Zeitalter der „günstigen Ladung für alle“ an öffentlichen Ladesäulen endgültig vorbei ist. Die Kosten für den Bau der Infrastruktur (Hochleistungsanschlüsse, Hubs mit mehreren Ladepunkten) werden dem Endkunden in Rechnung gestellt.

Anbieter wie Polenergia (2,48 zł auf der Autobahn A2) oder Orlen streben Rentabilität an. Ein Preiskampf entsteht allmählich und hauptsächlich in Städten (Moya, Power Dot), wo der Wettbewerb um Kunden intensiver ist. Auf den Autobahnen herrscht ein Oligopol mit hohen Preisen.

Eine Entwicklung von Paketangeboten ist zu erwarten. Kostenlose kWh-Pakete, die zum Versicherungsvertrag hinzugefügt werden (wie der auf dem Diagramm zu sehende 125 kWh-Gutschein von Multipolisa), oder Rabatte für Einkäufe im Laden an der Tankstelle werden zum Standard. Der reine Preis pro kWh bleibt hoch.

Auch eine weitere Entwicklung dynamischer Tarife ist wahrscheinlich. Die Anbieter werden versuchen, die Nachfrage auf nächtliche oder nachmittägliche Zeiten (Peak-Zeit der Photovoltaik-Produktion) zu verlagern und dabei Tarife anbieten, die denen im Haushalt ähneln. Laden in der „Prime Time“ (Freitagnachmittage, Feiertage) wird zu einem Luxusgut.

Fazit für Käufer von Strom

Die Entscheidung für den Kauf eines Elektrofahrzeugs im Jahr 2025 muss durch eine gründliche Berechnung des Nutzungsmusters untermauert werden.

Falls Sie 80-90 % der Strecke im Umkreis von zu Hause zurücklegen und über eine eigene Ladestation verfügen, ist ein Elektroauto finanziell unschlagbar. Im Vergleich zu Benzin sparen Sie jährlich Tausende von Złoty.

Falls Sie als Verkäufer jährlich 50.000 km auf Autobahnen fahren und kein Tesla besitzen, passt die Rechnung möglicherweise nicht zusammen. Die Kosten für Zeit sowie teures Strom aus Ionity oder GreenWay überwiegen den Vorteil einer günstigeren Fahrzeugwartung.

Der Markt ist ausgereift. Die Werbephase ist vorbei, es beginnt die Zeit, in der jeder Groschen und jede Kilowattstunde genau geprüft werden muss.

Halten Sie die aktuellen Preise an den Ionity- oder Orlen-Stationen für eine Ausnutzung der Marktmacht oder für die tatsächlichen Kosten zur Instandhaltung der Infrastruktur? Oder zahlen Sie lieber mehr für die Sicherheit und Geschwindigkeit des Aufladens, anstatt nach günstigeren Ladesäulen in Seitenstraßen zu suchen? Teilen Sie in den Kommentaren mit, wie hoch Ihre durchschnittlichen Kosten pro 100 km in diesem Jahr sind.

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Quelle: LovEV.pl