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Sonstiges

Hofer Powertrain entwickelt ein Batteriemodul mit programmierbarer Zelldrucksteuerung.

Hofer Powertrain entwickelt ein Batteriemodul mit programmierbarer Zelldrucksteuerung.

EV Engineering News

Veröffentlicht am 31. August 2026 von Chris Ruoff & unter der Kategorie Newswire, The Tech.

hofer powertrain hat ein Batteriemodul entwickelt, das die mechanische Vorspannung jeder Zelle während des Betriebs variieren lässt – ein Wert, der normalerweise durch das physische Design des Moduls festgelegt ist. Der Druck oder die Vorspannung, der eine Zelle ausgesetzt ist, beeinflusst, wie schnell sie altert; hofer powertrain behauptet, dass eine Aufrechterhaltung im richtigen Bereich die Leistungsfähigkeit der Zelle über einen längeren Zeitraum gewährleisten kann.

Das Modul nutzt eine frei programmierbare Kraftkarte, die es ermöglicht, dass der Druck auf die Zellen je nach Betriebsbedingung variiert anstatt konstant zu bleiben. Dadurch wird ein fester mechanischer Designparameter in einen umwandelt, den das Batteriesystem aktiv steuern kann.

Dieses Werk basiert auf mehr als fünf Jahren Forschung von Hofer im Bereich Antriebssysteme sowie einer Reihe von Kundenprojekten, bei denen untersucht wurde, wie die Vorlast, das Ausdehnen und Schrumpfen sowie die Deformation von Zellen das Lebensdauer und die Leistungsfähigkeit verschiedener Zellen verändern. Um diese Effekte zu messen, baute das Unternehmen programmierbare Prüfgeräte, die Parameter wie die Deformation, Temperatur, Spannung, Kapazität und Impedanz der Zelle unter definierten Lade- und Belastungsprofilen aufzeichnen. Laut dem Unternehmen zeigen die Messwerte frühzeitig an, welche mechanischen Einschränkungen zu einer bestimmten Zelltechnologie passen. Diese Methode wurde bereits auf Zelltechnologien wie NMC, LFP sowie nächste Generationen von Festkörperzellen angewandt.

Es gibt keinen einzigen idealen Druck, der für jede Zelle geeignet ist. Zu wenig oder zu viel Druck kann laut Hofer die Alterung beschleunigen, weshalb Zellchemie, Format, Ladezustand, Temperatur und Betriebsprofil als einheitliches System betrachtet werden müssen.

Forschungen der Universität Cambridge haben ergeben, dass eine sorgfältig kontrollierte mechanische Belastung das Altern von Lithium-Ionen-Zellen erheblich verlangsamen kann und dass unter bestimmten Testbedingungen die Lebensdauer der getesteten Zellen deutlich verlängert wurde. Das Unternehmen schätzt das Potenzial seines eigenen Ansatzes auf eine bis zu doppelte Zykluslebensdauer bei doppelter Energiedichte – eine Einschätzung, die auf aktuellen NMC- und Festkörperzellen beruht. Wie stark dieser Vorteil ausfällt, hängt laut dem Unternehmen von der Zelltechnologie, dem Betriebsprofil sowie der ursprünglichen Systemkonstruktion ab.

Die Anwendungen reichen über herkömmliche Elektrofahrzeuge hinaus zu Nutzfahrzeugen, stationärem Speichern, Schifffahrt sowie zukünftigen Luft- und Raumfahrtsystemen. Die Mechanik sei insbesondere relevant, so Hofer, für Festkörperzellen im stationären Speichern sowie für Fahrzeugbatterien, die Fahrzeug-zu-Haus (V2H) und Fahrzeug-zu-Netz (V2G)-Funktionen unterstützen, was viele Lade- und Entladezyklen erfordern kann.

Quelle: hofer powertrain

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